Die Europäische Union erwägt eine einheitliche Steuer von 1 % auf Online-Glücksspiele in allen 27 Mitgliedstaaten – ein Vorschlag, der in den Verhandlungen über den langfristigen Haushalt der Union an Dynamik gewonnen hat und das jüngste Anzeichen dafür ist, dass sich das harte Vorgehen gegen Glücksspiele in Europa von den nationalen Hauptstädten nach Brüssel verlagert.
Die EU erwägt eine unionsweite Glücksspielsteuer von 1 %, während Europa die Regulierung der Branche weiter verschärft

Key Takeaways
- Die EU erwägt eine Steuer von 1 % auf Online-Glücksspiele, die laut der S&D-Fraktion jährlich 2,3 bis 4,6 Milliarden US-Dollar einbringen könnte.
- Der Europaabgeordnete Victor Negrescu hatte die Abgabe im Februar vorgeschlagen; die Kommission bereitet nun eine formelle Bewertung vor.
- Malta, wo Glücksspiele etwa 10 % des BIP ausmachen, lehnt die Steuer aus Gründen der Steuerhoheit ab.
Von nationalen Razzien zu einer Brüsseler Abgabe
Die Europäische Union nähert sich ihrer ersten unionsweiten Steuer auf Online-Glücksspiele, wobei ein Vorschlag für eine Abgabe in Höhe von 1 % in den Verhandlungen über den EU-Haushalt 2028–2034 an Dynamik gewinnt. EU-Haushaltskommissar Piotr Serafin hat bestätigt, dass die Europäische Kommission eine formelle Bewertung dieser Option vorbereitet, was darauf hindeutet, dass eine vor vier Monaten in den Raum gestellte Idee nun in Brüssel ernst genommen wird.
Die Abgabe wurde im Februar vom rumänischen Europaabgeordneten Victor Negrescu, einem Vizepräsidenten des Europäischen Parlaments, als neue „Eigenmittelquelle“ für den EU-Haushalt vorgeschlagen. Sie soll 1 % der Bruttoeinnahmen aus Glücksspielen betragen, würde in allen 27 Mitgliedstaaten gelten und nach Schätzungen der Fraktion der Sozialisten und Demokraten jährlich etwa 2,3 bis 4,6 Milliarden US-Dollar (2–4 Milliarden Euro) – bis zu 16 bis 32 Milliarden US-Dollar (14–28 Milliarden Euro) über den siebenjährigen Haushaltszyklus. Die Einnahmen wären für Bildung, Jugend, psychische Gesundheit und Suchtprävention vorgesehen, und die Steuer würde die nationalen Abgaben, die die Betreiber bereits zahlen, ergänzen, nicht ersetzen.
Negrescu stützte sich bei seiner Argumentation stark auf das Ausmaß des europäischen Schwarzmarktes und verwies auf Schätzungen der Branche, wonach illegale Anbieter rund 71 % des Online-Glücksspiels auf dem Kontinent ausmachen – etwa 92 Milliarden US-Dollar (80,6 Milliarden Euro) im Jahr 2024 gegenüber etwa 38 Milliarden US-Dollar (33,6 Milliarden Euro) für lizenzierte Anbieter. Der Vorschlag kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die europäischen Regulierungsbehörden Land für Land die Schrauben anziehen. Die Niederlande haben Schritte unternommen, um Glücksspielwerbung zu verbieten, und kürzlich ihren größten illegalen Betreiber vor Gericht gebracht, während Finnland gerade eine seltene strafrechtliche Verurteilung eines Streamers wegen der Werbung für Offshore-Casinos erwirkt hat. Eine Steuer auf EU-Ebene wäre der erste Fall, in dem die EU die Aufsicht über das Glücksspiel auf Unionsebene wahrnimmt, anstatt sie den Mitgliedstaaten zu überlassen.
Nicht alle sind damit einverstanden. Malta – wo Glücksspiele etwa ein Zehntel des BIP ausmachen – hat sich vehement dagegen gewehrt; Premierminister Robert Abela besteht darauf, dass die Steuerhoheit bei den Mitgliedstaaten verbleibt, und die European Gaming and Betting Association kritisiert den Plan seit Monaten.
Noch ist nichts entschieden: Der Vorschlag gewinnt an Fahrt, ist aber noch kein Gesetz; eine Einigung wird für Ende 2026 angestrebt, und bis zur Auszahlung etwaiger Mittel vergehen noch Jahre. SBC News berichtete, dass eine künftige Abgabe die EU auch dazu bewegen könnte, ihre Haltung zu Prognosemärkten zu klären, obwohl dies in keinem offiziellen Text erwähnt wurde. Vorerst liegt die Bedeutung in der Richtung, in die die Entwicklung geht – Europas Vorgehen gegen das Glücksspiel wird supranational.
Dieser Artikel wurde mithilfe von KI aus dem Englischen übersetzt. Die englische Originalversion ist die maßgebliche Quelle; automatische Übersetzungen können Ungenauigkeiten enthalten, insbesondere bei rechtlicher und regulatorischer Terminologie.












