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Trumps WLFI verkauft 5,9 Milliarden Token an private Käufer, wodurch frühe Investoren außen vor bleiben

World Liberty Financial hat weitere 5,9 Milliarden WLFI-Token an nicht genannte private Investoren verkauft, ohne die bestehenden Geldgeber darüber zu informieren. Dies führte dazu, dass der Token auf ein Allzeittief fiel und die Kritik an dem von der Familie Trump unterstützten DeFi-Projekt (Decentralized Finance) weiter zunahm. Die wichtigsten Erkenntnisse:

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Trumps WLFI verkauft 5,9 Milliarden Token an private Käufer, wodurch frühe Investoren außen vor bleiben
  • WLFI verkaufte 5,9 Milliarden Token privat, ohne die Käufer offenzulegen, was den Token auf ein Allzeittief fallen ließ.
  • Frühe Investoren, die WLFI zu 0,05 $ gekauft haben, bleiben bis Mai 2026 von 80 % ihrer Bestände ausgeschlossen.
  • WLFI treibt eine Abstimmung über die Freigabe von 62 Milliarden Token voran, was Bedenken weckt, dass dies Insidern gegenüber frühen Unterstützern Vorteile verschafft.

Privatverkäufe, gesperrte Anleger und ein Rekordtief

Die Verkäufe, die in Governance-Unterlagen bestätigt und von Bloomberg berichtet wurden, wurden als private „White-Glove“-Deals mit akkreditierten Investoren durchgeführt, nachdem bereits zwei öffentliche Finanzierungsrunden über 550 Millionen US-Dollar eingebracht

hatten. World Liberty Financial (WLFI) lehnte es ab, offenzulegen, wer die 5,9 Milliarden Token gekauft hat oder wohin die Erlöse flossen, wobei Quellen vermuten lassen, dass ein Großteil der Mittel an mit den Gründern verbundene Unternehmen floss.

Für frühe Investoren waren diese Enthüllungen ein herber Schlag, da diejenigen, die WLFI-Token während der öffentlichen Runden zu Preisen von nur 0,05 US-Dollar gekauft hatten, derzeit daran gehindert sind, 80 % ihrer Bestände zu verkaufen. Die privaten Käufer erhielten die Token hingegen über einen separaten Kanal zu Bedingungen, die der breiteren Investorenbasis nicht offengelegt wurden. WLFI sank aufgrund dieser Nachrichten auf ein Allzeittief, wobei der Token einbrach, als Privatanleger die Verwässerung verkraften mussten.

Trump's WLFI Sells 5.9 Billion Tokens to Private Buyers, Leaving Early Investors Locked Out
WLFI-Entwicklung nach dem Verkauf von 5,9 Milliarden Token. Daten stammen von coingecko.com.

World Liberty Financial wurde von der Familie Trump und der Familie Witkoff gemeinsam gegründet. Die Familie Trump erhält gemäß der Token-Struktur des Projekts 75 % aller WLFI-Token-Erlöse – eine Zahl, die anhaltende politische Aufmerksamkeit auf sich gezogen hat. Senator Bernie Sanders behauptete, die Familie Trump habe durch die Präsidentschaft 4 Milliarden US-Dollar verdient, wobei 3 Milliarden US-Dollar auf Krypto-Unternehmungen zurückzuführen seien, und führte WLFI als zentrales Beispiel an.

Eine Freigabe von 62 Milliarden Token verschärft die Kontroverse

Die Privatverkäufe sind nicht der einzige Brennpunkt in der Governance, da WLFI mit einer nahezu einstimmigen Governance-Abstimmung auf eine Freigabe von 62 Milliarden Token drängt – ein Schritt, der laut Kritikern zeitlich so gelegt ist, dass er Insidern zugutekommt. Die Freigabe soll nach dem Ende der Amtszeit von Präsident Trump in Kraft treten, ein Detail, das Vorwürfe ausgelöst hat, das Projekt sei so strukturiert, dass Gründungsmitglieder aussteigen können, bevor sich die regulatorischen Auflagen verschärfen.

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Zuvor hatte WLFI 5 Milliarden seiner eigenen Token als Sicherheit verwendet, um 75 Millionen Dollar von Dolomite zu leihen, einer Plattform, die von einem der Berater des Projekts mitbegründet wurde. Der Interessenkonflikt stieß damals auf erhebliche Kritik in der Community und erscheint nun als Teil eines umfassenderen Musters.

Es tauchen weitergehende Fragen zur Transparenz auf

Die Anhäufung von nicht offengelegten privaten Geschäften, Insider-Kreditvereinbarungen und einer Token-Freigabe nach dem Ende der Präsidentschaft ergibt ein Bild, das Kritiker seit Monaten zusammenstellen. Eine aktuelle Aufschlüsselung von Trumps Krypto-Projekten stufte WLFI aufgrund seiner Undurchsichtigkeit und des Umfangs der Gründervergütung im Verhältnis zu öffentlichen Investoren als das umstrittenste der vier Projekte ein. Das Projekt hat bestätigt, dass die privaten Verkäufe stattfanden, hat jedoch die mangelnde Offenlegung gegenüber bestehenden Investoren nicht angesprochen.