Die Ethikkommission des britischen Parlaments ermittelt gegen den Vorsitzenden von Reform UK, Nigel Farage, wegen einer zuvor nicht offengelegten Spende in Höhe von 6,3 Millionen Dollar durch den Kryptowährungsinvestor Christopher Harborne.
Nigel Farage von Reform UK steht nach einer Zahlung von 6,3 Millionen Dollar durch einen Krypto-Investor im Fokus der Öffentlichkeit

Das Wichtigste in Kürze
- Das Parlament ermittelt gegen Nigel Farage wegen einer Spende in Höhe von 6,3 Millionen Dollar vom Krypto-Mogul Christopher Harborne.
- Ein für 2025 geplantes Verbot politischer Kryptospenden in Großbritannien spiegelt die zunehmende Kontrolle der Branche gegenüber Reform UK wider.
- Nigel Farage droht eine mögliche Suspendierung aus dem Unterhaus, sollte ein Verstoß gegen den Kodex von 2024 festgestellt werden.
Farage beruft sich auf „persönliche Sicherheit“ als Verteidigung
Die Ethikkommission des britischen Parlaments hat eine Untersuchung gegen den Vorsitzenden von Reform UK, Nigel Farage, wegen einer Spende in Höhe von 6,3 Millionen Dollar (5 Millionen Pfund) von einem milliardenschweren Kryptowährungsinvestor eingeleitet, wodurch sich der Streit darüber verschärft, ob der Politiker gegen die Transparenzvorschriften des Unterhauses verstoßen hat.
Laut einem Bericht der BBC prüft der parlamentarische Kommissar für Standards, ob Farage es versäumt hat, die Zahlung von Christopher Harborne, einem in Thailand ansässigen Geschäftsmann und Großspender für rechtsgerichtete Zwecke, anzugeben. Nach den Regeln des Unterhauses müssen neue Abgeordnete alle finanziellen Interessen oder Vorteile in Höhe von mehr als etwa 380 US-Dollar angeben, die sie in den 12 Monaten vor ihrer Wahl erhalten haben.
Farage, der im Juli 2024 ins Parlament gewählt wurde, bestreitet jegliches Fehlverhalten. Er behauptet, das Geld sei ein „persönliches, bedingungsloses Geschenk“ gewesen, das ihm Anfang 2024 gewährt wurde, bevor er sich entschloss, für das Amt zu kandidieren. „Das Büro von Herrn Farage steht in Kontakt mit dem parlamentarischen Kommissar für Standards“, sagte ein Sprecher von Reform UK. „Er hat stets klargestellt, dass keine Regeln verletzt wurden. Wir hoffen, dass diese Angelegenheit ein für alle Mal geklärt wird.“ Zwar nimmt der Verhaltenskodex des britischen Unterhauses „rein persönliche Geschenke“ von Familienangehörigen oder übliche gewerbliche Darlehen aus, doch legt er fest, dass Abgeordnete das „Motiv des Schenkenden“ und den „Verwendungszweck des Geschenks“ berücksichtigen müssen. Die Regeln besagen, dass im Zweifelsfall der Vorteil gemeldet werden muss.
Gegner sowohl aus der Konservativen Partei als auch aus der Labour-Partei haben Transparenz gefordert. „Nigel Farage muss erklären, wie er daran gekommen ist, warum er es erhalten hat und warum er es nicht angegeben hat“, sagte ein Sprecher der Konservativen Partei und merkte an, dass die Summe „mehr ist, als die meisten Menschen in ihrem ganzen Leben verdienen werden“.
Die Untersuchung findet vor dem Hintergrund einer verstärkten Überprüfung von Farages Verbindungen zum Kryptowährungssektor statt. Oppositionsführer forderten kürzlich die Aufsichtsbehörden auf, Farages Werbeaktivitäten für verschiedene Krypto-Unternehmen zu untersuchen, und stellten die Frage, ob seine politische Plattform dazu genutzt wird, volatile digitale Märkte zu beeinflussen.
Zudem kommt die Kontroverse zu einem Zeitpunkt, an dem das Vereinigte Königreich Schritte unternimmt, um die Schnittstelle zwischen digitaler Finanzwelt und Politik zu straffen. Das Vereinigte Königreich hat kürzlich ein Verbot aller Kryptowährungsspenden an politische Parteien eingeführt und dabei Bedenken hinsichtlich „Dark Money“ sowie die Schwierigkeit der Überprüfung der Herkunft von Geldern in digitalen Ledgern angeführt. Während die Zuwendung an Farage von seinem Lager als persönliche und nicht als politische Spende beschrieben wird, argumentieren Kritiker, dass die Unterscheidung angesichts Harbornes Vergangenheit verschwommen sei.
Harborne ist ein großzügiger Spender, der im vergangenen Jahr rund 11,4 Millionen Dollar (9 Millionen Pfund) an Reform UK gespendet hat – die größte Einzelspende einer lebenden Person an eine britische politische Partei. Insgesamt stellte Harborne der Partei im Jahr 2024 rund 15,2 Millionen Dollar (12 Millionen Pfund) zur Verfügung.
Farage erklärte, die separate Spende in Höhe von 6,3 Millionen Dollar sei zur Deckung seiner persönlichen Sicherheitskosten bestimmt gewesen und „in keiner Weise politisch“.
Dies ist nicht Farages erster Konflikt mit dem Normenbeauftragten. Im Januar wurde festgestellt, dass er Einkünfte in Höhe von 485.000 Dollar (384.000 Pfund) nicht rechtzeitig gemeldet hatte. Er durfte die Angaben ohne Sanktionen korrigieren, nachdem der Beauftragte den Verstoß als „unbeabsichtigt“ eingestuft hatte.
Sollte diesmal ein Verstoß gegen den Kodex festgestellt werden, drohen Farage Strafen, die von einer formellen Entschuldigung über eine Suspendierung bis hin zum Ausschluss aus dem Unterhaus in extremen Fällen reichen können. Die Wahlkommission, die britische Aufsichtsbehörde für Wahlkampffinanzierung, bestätigte, dass sie nach einer formellen Beschwerde der Konservativen Partei ebenfalls „Informationen“ bezüglich der Zahlung prüfe.

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