Der Goldpreis kletterte diese Woche wieder über die Marke von 4.400 Dollar pro Unze und erreichte damit den höchsten Stand seit rund zwei Monaten, da die ernüchternden US-Arbeitsmarktdaten, die unerbittlichen Käufe der chinesischen Zentralbank und die plötzlich gedämpften Erwartungen hinsichtlich der US-Notenbank die Händler dazu veranlassten, wieder in Gold zu investieren.
Gold erreicht mit über 4.400 Dollar ein Zweimonatshoch, während China weiter aufkauft

Das Wichtigste im Überblick
- Gold überschritt am 11. August die 4.400-Dollar-Marke, bevor die Spotpreise bis zum Mittag (EDT) auf 4.378,50 Dollar nachgaben.
- Chinas Zentralbank (PBOC) stockte ihre Goldreserven im Juli um 20 Tonnen auf und verlängerte damit ihre Kaufserie auf 21 Monate.
- Die US-Verbraucherpreisindexdaten sind der nächste Test, während Goldhändler die 4.500-Dollar-Marke im Blick behalten.
Der Goldpreis stieg bis auf rund 4.434 bis 4.435 US-Dollar, bevor schließlich Verkäufer auf den Plan traten. Am Dienstag, dem 11. August, um 13:00 Uhr EDT notierte der Spotpreis bei 4.382,43 US-Dollar, womit der Markt nun genau auf einen möglichen Ausbruch hin beobachtet wird.
Schlechter Arbeitsmarktbericht dreht den Fed-Trade
Der Auslöser kam direkt aus dem US-Arbeitsmarktbericht für Juli. Die Wirtschaft baute 23.000 Arbeitsplätze ab, während Ökonomen mit rund 80.000 neuen Stellen gerechnet hatten; zudem ließen kräftige Abwärtskorrekturen die Vormonate deutlich schwächer erscheinen.
Diese Enttäuschung am Arbeitsmarkt führte zu einer raschen Neuausrichtung der Erwartungen hinsichtlich der Politik der Federal Reserve. Händler reduzierten ihre Wetten auf eine weitere kurzfristige Zinserhöhung, was die Renditen von US-Staatsanleihen nach unten drückte und dem Gold neue Argumente gegenüber verzinslichen Anlagen lieferte.
Gold bringt keine Rendite, weshalb steigende Renditen einer der zuverlässigsten Druckfaktoren für den Goldpreis sind. Wenn die Renditen zurückgehen, schwindet dieser Nachteil, und es gibt weniger Gründe, Kapital in Anleihen und Bargeld zu parken.

Der Kursanstieg katapultierte Gold zudem deutlich über seinen gleitenden 100-Tage-Durchschnitt, eine technische Linie, die Händler genau im Auge behalten. Das Durchbrechen dieser Barriere lockte weitere Käufer aus der Reserve, nachdem Gold während seiner Sommerkorrektur in Richtung 3.966 US-Dollar abgestürzt war.
China häuft weiterhin Gold an
China sorgte für weiteren starken Rückenwind. Die People’s Bank of China setzte ihre Goldkaufkampagne im Juli auf 21 Monate in Folge aus und kaufte dabei etwa 20 Tonnen oder rund 640.000 Unzen auf.
Die offiziellen chinesischen Reserven stiegen bis Ende Juli auf rund 76,08 Millionen Unzen. Auch chinesische Gold-ETFs verzeichneten neue Zuflüsse, wodurch die Nachfrage der Anleger direkt zu den anhaltenden Aufstockungen der Zentralbank hinzukam.
Zentralbanken schätzen Gold, weil es keine Abhängigkeit von einer anderen Regierung oder einem anderen Währungsemittenten mit sich bringt. Diese stetige institutionelle Nachfrage hat den Preisen wiederholt eine Untergrenze gesetzt, selbst wenn ein stärkerer US-Dollar den Goldpreis eigentlich stärker hätte unter Druck setzen müssen.
Geopolitische Risiken halten Käufer auf Trab
Die anhaltenden Spannungen zwischen den USA und dem Iran haben einen weiteren Grund geliefert, Gold im Auge zu behalten – insbesondere, weil Unruhen rund um die Straße von Hormus die weltweite Ölversorgung stören und Inflationsängste wieder schüren könnten.
Damit befindet sich Gold in einem bekannten Spagat. Teures Öl kann die Inflation und eine straffere Geldpolitik wiederbeleben und damit den Goldpreis unter Druck setzen, während geopolitische Instabilität gleichzeitig dazu führt, dass defensives Kapital direkt in das Edelmetall fließt. Der Goldbefürworter und Ökonom Peter Schiff geht davon aus, dass sich dieser Trend fortsetzen wird.
„Gold und Silber legten heute zu, parallel zum 5-prozentigen Anstieg des Ölpreises“, schrieb Schiff auf der Social-Media-Plattform X. „Die Edelmetalle lösen sich aus der kürzlich entstandenen negativen Korrelation mit Öl. Gold und Öl sollten gemeinsam steigen, da die Inflation den Verbraucherpreisindex und die Anleiherenditen in die Höhe treibt, während die US-Wirtschaft schwächer wird, da immer mehr Arbeitsplätze verloren gehen.“
In einem weiteren Beitrag auf X fuhr Schiff fort und erklärte:
„Gold liegt nun über 4.400 Dollar. Silber nähert sich der 66-Dollar-Marke. Der Markt will Ihnen etwas sagen. Hören Sie zu?“
Inflationsdaten könnten über Erfolg oder Misserfolg der Rally entscheiden
Die nächste entscheidende Prüfung sind die US-Inflationsdaten. Ein schwächerer Verbraucherpreisindex (VPI) könnte die Argumente für eine Straffung der Geldpolitik durch die Fed weiter schwächen und Gold eine weitere Chance geben, seine jüngste Ausbruchszone in eine dauerhafte Unterstützung zu verwandeln.
Ein höher ausfallender Wert könnte diese Konstellation schnell zunichte machen, indem er die Renditen von US-Staatsanleihen und den Dollar nach oben treibt. Händler beobachten nun die 4.500-Dollar-Marke und den gleitenden 200-Tage-Durchschnitt von Gold, um zu sehen, ob diese Erholung noch eine weitere Phase durchläuft oder nach einem rasanten Aufschwung zu einem weiteren gescheiterten Ausbruch wird.
Dieser Artikel wurde mithilfe von KI aus dem Englischen übersetzt. Die englische Originalversion ist die maßgebliche Quelle; automatische Übersetzungen können Ungenauigkeiten enthalten, insbesondere bei rechtlicher und regulatorischer Terminologie.











