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Luxemburg weitet FIU-Warnmeldungen auf Krypto-Börsen aus

Luxemburg verabschiedet derzeit ein neues Gesetz, das seine Finanzermittlungsstelle dazu befugt, institutsübergreifende Betrugswarnungen sowohl an traditionelle Banken als auch an Kryptowährungsbörsen herauszugeben.

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Luxemburg weitet FIU-Warnmeldungen auf Krypto-Börsen aus

Das Wichtigste im Überblick

  • Der Gesetzentwurf 8722 wurde im Juli verabschiedet, nachdem Betrüger im Jahr 2024 70 Millionen US-Dollar von der Wohltätigkeitsorganisation Caritas gestohlen hatten.
  • Im Jahr 2024 verzeichnete die luxemburgische Polizei 6.382 Betrugsfälle, während die Zahl der bei der FIU gemeldeten Betrugsfälle um 32 % anstieg.
  • FIU-Direktor Max Braun leitete am 6. August eine Schulung, bevor das Gesetz zwei Tage später in Kraft trat.

Kryptowährungs-Lücken im Visier

Luxemburg nimmt im Rahmen eines neuen Gesetzes zur Betrugsbekämpfung, das am 8. August in Kraft tritt, Kryptowährungsbörsen in sein Notfall-Finanzwarnsystem auf und weitet damit umfassende Vermögenssperren über traditionelle Banken hinaus aus – als Teil eines harten Vorgehens gegen hochkarätige Unternehmensbetrugsfälle.

Einem Bericht zufolge verleiht das Gesetz (Gesetzentwurf 8722) der nationalen Finanzermittlungsstelle (FIU) beispiellose Befugnisse, landesweit im gesamten Finanzsektor Schnellwarnungen auszugeben, sobald betrügerische Konten identifiziert werden. Entscheidend ist, dass die Maßnahme vorschreibt, dass in Luxemburg tätige Krypto-Börsen die Warnungen ebenso erhalten wie traditionelle Banken und Zahlungsinstitute – wodurch eine kritische Lücke geschlossen wird, die es Betrügern ermöglichte, gestohlenes Geld schnell in digitale Vermögenswerte umzuwandeln.

Luxemburg hat sich nach den jüngsten regulatorischen Veränderungen in der Europäischen Union zu einem wichtigen europäischen Knotenpunkt für Kryptowährungsplattformen entwickelt, wodurch Anbieter digitaler Geldbörsen zu einem Hauptziel für Kriminelle geworden sind, die illegale Gelder in Kryptowährungen umwandeln wollen. Die Gesetzesinitiative folgt auf einen verheerenden „CEO-Betrug“ im Jahr 2024, bei dem etwas mehr als 70 Millionen US-Dollar von der humanitären Hilfsorganisation Caritas gestohlen wurden.

Nach den bisherigen Vorschriften konnten Banken Transaktionen auf markierte Konten nur innerhalb ihrer eigenen internen Systeme sperren. Sobald Gelder zu einem anderen Finanzdienstleister oder einer Krypto-Börse weitergeleitet wurden, verfügten die Behörden über keinen gesetzlichen Mechanismus, um das empfangende Institut zu benachrichtigen und eingehende oder ausgehende Überweisungen zu stoppen.

Max Braun, Direktor der FIU, erklärte, die Einbeziehung von Kryptobörsen in das sektorübergreifende Warnsystem werde es internationalen Betrugsringe „erschweren, Gelder von den Konten abzuheben“.

„Dies eröffnet der FIU eine neue Möglichkeit, CEO-Betrug zu verhindern“, erklärte Braun gegenüber Reportern und wies darauf hin, dass die Maßnahme einen wichtigen Haftungsschutz für Betreiber von Krypto-Wallets biete, deren Kundenstamm überwiegend außerhalb des Großherzogtums ansässig sei.

Der im März von Justizministerin Elisabeth Margue eingebrachte Gesetzentwurf wurde im Juli einstimmig vom Parlament verabschiedet und am 4. August im Amtsblatt des Großherzogtums, dem „Journal officiel“, veröffentlicht.

Braun wies darauf hin, dass die Warnmeldungen über eine sichere, datenschutzkonforme IT-Infrastruktur direkt an autorisierte Finanz- und Krypto-Anbieter in Luxemburg übermittelt werden. Die Behörde hielt am 6. August eine Informationsveranstaltung mit Compliance-Beauftragten ab, um die sofortige Umsetzung nach Inkrafttreten des Gesetzes zwei Tage später sicherzustellen.

Braun bezeichnete die erweiterten, auch den Kryptobereich einbeziehenden Warnmeldungen zwar als einen großen Schritt nach vorne, mahnte jedoch, dass die Maßnahme „nicht das gesamte Problem“ des ausgeklügelten Unternehmensbetrugs lösen werde. Laut Statistiken des Justizministeriums verzeichnete die luxemburgische Polizei im Jahr 2024 6.382 Betrugsfälle, was einem Anstieg von fast 4 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Die von Finanzfachleuten eingereichten Meldungen über Betrug und Betrugsversuche stiegen im gleichen Zeitraum um 32 % auf über 18.000 Fälle. Die 75-köpfige FIU, die der luxemburgischen Staatsanwaltschaft unterstellt ist, ist die zentrale Behörde, die mit der Bekämpfung von Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung und Finanzkriminalität beauftragt ist.

Dieser Artikel wurde mithilfe von KI aus dem Englischen übersetzt. Die englische Originalversion ist die maßgebliche Quelle; automatische Übersetzungen können Ungenauigkeiten enthalten, insbesondere bei rechtlicher und regulatorischer Terminologie.