Willkommen bei „Latam Insights“, einer Zusammenstellung der wichtigsten Krypto-Nachrichten aus Lateinamerika der vergangenen Woche. In dieser Ausgabe: Die Nachfrage nach Kryptowährungen in Brasilien boomt, argentinische Bankengruppen entwickeln Stablecoins und der IWF fordert eine Überarbeitung der Krypto-Regulierung in Brasilien.
Latam Insights: Stablecoins dominieren Brasiliens Kryptomarkt im Wert von 14,68 Mrd. US-Dollar, während Argentinien auf programmierbares Geld setzt

Das Wichtigste auf einen Blick
- Die Krypto-Käufe in Brasilien stiegen im ersten Halbjahr 2026 um 135 % auf 14,68 Mrd. US-Dollar, was vor allem auf die Nachfrage nach Stablecoins zurückzuführen ist.
- Argentinische Bankengruppen nutzen Tochtergesellschaften, um peso-gebundene Stablecoins für institutionelle Kunden zu entwickeln.
- Der IWF forderte Brasilien nachdrücklich auf, seine Krypto-Vorschriften zu verschärfen, um den wachsenden grenzüberschreitenden Stablecoin-Strömen entgegenzuwirken.
Stablecoins überholen Bitcoin in Brasilien – Nachfrage erreicht 14,68 Mrd. US-Dollar
Laut einem am Dienstag veröffentlichten Bericht zur Außenhandelsstatistik hat sich die Nachfrage nach Kryptowährungs-Assets im ersten Halbjahr 2026 mehr als verdoppelt, wobei das Kaufvolumen 14,68 Mrd. US-Dollar erreichte. Dies entspricht einem Anstieg von 135 % im Vergleich zum ersten Halbjahr 2025, als Brasilianer digitale Vermögenswerte im Wert von 6,24 Mrd. US-Dollar erwarben.
Obwohl die Statistiken der Zentralbank nicht vollständig sind, da sie nur die von registrierten Anbietern virtueller Vermögenswerte (VASPs) abgewickelten Volumina erfassen, deuten sie darauf hin, dass sich die Akzeptanz beschleunigt hat, insbesondere im Juni, als Kryptowährungen im Wert von 2,54 Mrd. US-Dollar gekauft wurden – im Vergleich zu 1,48 Mrd. US-Dollar im Juni 2025.
Im Mai 2026 kauften die Brasilianer Stablecoins im Wert von fast 2,632 Milliarden US-Dollar – ein Anstieg von 158 % im Vergleich zum Mai 2025.
Fernando Rocha, Leiter der Statistikabteilung der Bank, erklärte gegenüber „Valor Econômico“, dass diese Zahlen auf eine Konsolidierung des nationalen Kryptomarktes hindeuten, der seine Anfangsphase bereits hinter sich hat.
Argentinische Bankengruppen entwickeln still und leise Peso-Stablecoins für den institutionellen Markt
Ein aktueller Bericht von Iproup hebt hervor, dass zwei Bankholding-Gruppen Stablecoins entwickeln, die an den argentinischen Peso gekoppelt sind, wobei der Schwerpunkt auf dem Angebot programmierbarer Gelddienstleistungen für Institutionen liegt.
Die BIND-Gruppe, eine Holding mit einem verwalteten Vermögen von über 2 Milliarden US-Dollar, zu der auch die BIND Banco Industrial gehört, soll über BEN, ihren hauseigenen Anbieter von Dienstleistungen für virtuelle Vermögenswerte (VASP), einen Peso-Stablecoin entwickeln. Der Konzern hat zudem eine Partnerschaft mit Circle angekündigt, um BEN-Kunden institutionellen Zugang zu ermöglichen und Zahlungs- sowie Treasury-Anwendungsfälle unter Einhaltung lokaler Vorschriften zu unterstützen.
Die Petersen Group, die ebenfalls mehrere Regionalbanken besitzt, soll die zweite Initiative über eine Tochtergesellschaft mit Unterstützung von Lirium entwickeln, einem Unternehmen, das „Crypto-as-a-Service“-Lösungen für die Banco Galicia und die Brubank bereitstellt. Dieses Angebot mit dem Namen DIPE ist bereits ausgereift und verfügt über ein eigenes Whitepaper.
IWF schlägt Alarm: Warum Brasiliens boomender Kryptomarkt dringend einer Aufsicht bedarf
In seinem jüngsten Bericht zur Bewertung der Stabilität des Finanzsystems, der diesen Monat veröffentlicht wurde, hob der Internationale Währungsfonds (IWF) das massive Wachstum der Krypto-Zahlungswege hervor und forderte die Festlegung eines regulatorischen Rahmens, um deren Aufsicht zu verstärken.
Der Bericht stellte fest, dass kryptobasierte grenzüberschreitende Kapitalflüsse seit 2017 stetig zunehmen und dabei die traditionellen Kapitalströme übertreffen. Der Großteil dieser Ströme wird von Stablecoins angetrieben, die aufgrund ihrer Effizienz und steuerlicher Vorteile bei Unternehmen und Privatkunden sehr beliebt geworden sind.
Die Stablecoin-Ströme hängen weitgehend von internationalen und nationalen Anlageindizes ab, wie beispielsweise dem S&P 500, dem VIX und sogar den Bitcoin-Preisen, was darauf hindeutet, dass sie von den Reaktionen der Anleger auf diese Schwankungen beeinflusst werden. Nationale Faktoren, darunter Wechselkursschwankungen, Zinssätze, politische Unsicherheit und Änderungen in der Steuerpolitik, wirken sich ebenfalls auf die Nachfrage aus.
Zwar erkennt der IWF an, dass die brasilianische Zentralbank Maßnahmen zur Regulierung der Branche der Anbieter von Dienstleistungen im Bereich virtueller Vermögenswerte (VASP) ergriffen hat, doch fehlen nach wie vor angemessene Schutzvorkehrungen in mehreren Schlüsselbereichen, darunter der rechtliche Schutz der Kunden und die Trennung der in Verwahrung befindlichen Vermögenswerte.
Dieser Artikel wurde mithilfe von KI aus dem Englischen übersetzt. Die englische Originalversion ist die maßgebliche Quelle; automatische Übersetzungen können Ungenauigkeiten enthalten, insbesondere bei rechtlicher und regulatorischer Terminologie.











