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Metaplanet kauft 96,4 Mio. Aktien zurück für mehr Bitcoin je Aktie

Metaplanet hat in etwas mehr als zwei Wochen 96,4 Millionen eigene Aktien für 25,27 Milliarden Yen (rund 143 Millionen Euro) zurückgekauft. Das Bitcoin-Treasury-Unternehmen setzt sein Kapital damit ein, um die Zahl seiner Aktien zu verringern. Fast die Hälfte des genehmigten Rückkaufs hat das in Tokio notierte Unternehmen bereits ausgeschöpft, zugleich sind mehr Mittel für künftige Bitcoin-Käufe vorgesehen.

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Metaplanet kauft 96,4 Mio. Aktien zurück für mehr Bitcoin je Aktie

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Metaplanet hat 96,4 Millionen eigene Aktien für 25,27 Milliarden Yen (rund 143 Millionen Euro) zurückgekauft und damit fast die Hälfte der genehmigten Aktienzahl genutzt.
  • Mit dem Rückkauf will Metaplanet den Bitcoin-Bestand je Aktie erhöhen und sich zugleich Spielraum für künftige Bitcoin-Käufe bewahren.
  • Für Bitcoin-Käufe sind nun rund 33,4 Milliarden Yen (rund 189 Millionen Euro) vorgesehen, Metaplanet kann damit zwischen Bitcoin und eigenen Aktien wählen.

Metaplanet macht die eigene Aktie zur Frage der Kapitalverteilung

Metaplanet zeigt, dass eine Bitcoin-Treasury-Strategie nicht immer bedeutet, weitere Bitcoin zu kaufen.

Zwischen dem 14. und 31. Oktober kaufte das japanische Unternehmen 96.447.400 eigene Aktien für 25,27 Milliarden Yen (rund 143 Millionen Euro) über die Tokioter Börse zurück. Das entspricht rund 7,1 Prozent der ausgegebenen Aktien und etwa 48 Prozent der höchstens 200 Millionen Aktien, die das laufende Programm erlaubt. Insgesamt sieht es bis zum 13. Oktober 2027 Rückkäufe für bis zu 60 Milliarden Yen (rund 340 Millionen Euro) vor.

Der Schritt steht für einen flexibleren Weg, das Bitcoin-Engagement der Aktionäre zu erhöhen. Metaplanet werde Kapital weiterhin „diszipliniert“ einsetzen und dabei Aktienkurs, mNAV und Marktbedingungen berücksichtigen, erklärte Firmenchef Simon Gerovich auf X. Der mNAV setzt den Börsenwert ins Verhältnis zum Wert der gehaltenen Bitcoin. Ziel bleibe, den Bitcoin-Bestand je Aktie zu maximieren, so Gerovich.

Die Unterscheidung ist wichtig. Notiert ein Bitcoin-Treasury-Unternehmen unter einem Niveau, das das Management für attraktiv hält, verkleinert ein Rückkauf den Nenner, mit dem der Bitcoin-Bestand je Aktie berechnet wird, ohne dass weitere BTC gekauft werden müssen. So erhält Metaplanet neben der Ausgabe von Wertpapieren und dem Aufbau von Kryptobeständen einen weiteren Hebel.

Fast die Hälfte der genehmigten Aktien ist bereits zurückgekauft

Bemerkenswert ist das Tempo. In weniger als drei Wochen kaufte Metaplanet fast 96,45 Millionen der 200 Millionen genehmigten Aktien zurück und schöpfte damit rund 42 Prozent des maximalen Volumens von 60 Milliarden Yen aus.

Zum 31. Oktober meldete das Unternehmen rund 1,27 Milliarden ausgegebene Stammaktien ohne eigene Aktien sowie rund 96,47 Millionen eigene Aktien. Der rasche Rückkauf deutet darauf hin, dass Metaplanet die Genehmigung als aktives Instrument der Kapitalsteuerung nutzt und nicht als Reserve.

Mehr Mittel für Bitcoin vorgesehen

Zugleich hält sich Metaplanet den Kauf weiterer Bitcoin offen.

Getrennt davon zahlte das Unternehmen am 2. November eine Anleihe über 8 Milliarden Yen (rund 45 Millionen Euro) vorzeitig aus eigenen Mitteln zurück. Von den Erlösen, die Metaplanet über die Ausübung der 27. Serie von Aktienbezugsrechten einnimmt, sollten 8 Milliarden Yen ursprünglich die Anleihe tilgen. Nun sind daraus wieder rund 33,4 Milliarden Yen (rund 189 Millionen Euro) für Bitcoin-Käufe bis April 2028 vorgesehen. Daraus ergibt sich eine ungewöhnliche zweigleisige Strategie.

Metaplanet kann Bitcoin kaufen, wenn BTC die bessere Gelegenheit bietet, oder eigene Aktien, wenn diese attraktiv bewertet sind. Für Aktionäre wird damit der Maßstab deutlicher, der beide Entscheidungen verbindet: Es geht nicht allein darum, wie viele Bitcoin Metaplanet besitzt, sondern darum, wie viele Bitcoin auf jede Aktie entfallen.

Auch in Deutschland handelbar

Die Metaplanet-Aktie wird auch in Deutschland gehandelt, etwa im Freiverkehr der Tradegate Exchange unter der WKN A0DNH7. Dort kostete sie am 2. November zuletzt rund 1,40 Euro.

Für deutsche Aktiengesellschaften gelten bei Rückkäufen andere Regeln. Nach § 71 des Aktiengesetzes brauchen sie etwa eine höchstens fünf Jahre geltende Ermächtigung der Hauptversammlung, die den Anteil am Grundkapital auf höchstens zehn Prozent festlegt. Zusammen mit anderen eigenen Aktien dürfen auf solche Rückkäufe nicht mehr als zehn Prozent des Grundkapitals entfallen. Metaplanet hat sein Programm dagegen per Beschluss des Board of Directors auf Grundlage des japanischen Gesellschaftsrechts und der eigenen Satzung aufgelegt, mit einer Obergrenze von 14,7 Prozent der ausgegebenen Aktien.

Dieser Artikel beruht auf einem Bericht unserer englischsprachigen Redaktion. Er wurde mithilfe von KI übersetzt und von Konstantin Kaiser geprüft, bearbeitet und freigegeben.

Über den Autor

GESCHRIEBEN VONEmmanuel Musa

Emmanuel Musa ist ein Finanzjournalist und Kryptoanalyst mit Sitz in Afrika.