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Anleihen statt KI-Aktien: Intel und Alphabet brechen ein, Rendite fällt

Anleger haben laut Financial Times nach deutlichen Kursverlusten bei Intel, Alphabet, Meta und Amazon verstärkt Anleihen gekauft, weil sie die Wachstumsaussichten des US-amerikanischen KI- und Technologiesektors neu bewerten. Die Realrendite zehnjähriger US-Staatsanleihen fiel in der Woche bis 30. Oktober auf 2,60 Prozent, obwohl die US-Wirtschaft im dritten Quartal kräftig gewachsen war. Der deutsche Leitindex Dax schloss dieselbe Woche dagegen mit einem Plus.

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Anleihen statt KI-Aktien: Intel und Alphabet brechen ein, Rendite fällt

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Nach Kursverlusten bei Intel, Alphabet, Meta und Amazon wandten sich Anleger laut Financial Times verstärkt Anleihen zu, die Realrendite fiel auf 2,60 Prozent.
  • Ökonomen sehen das Wachstum zu stark an Ausgaben für KI gebunden, Arthur Hayes rechnet nach einem Platzen der KI-Blase mit einer staatlichen Rettung.
  • In Frankfurt legte der Dax in derselben Woche dagegen um 2,5 Prozent zu, der Chipkonzern Infineon gewann 3,9 Prozent, SAP gab leicht nach.

Anleihen gewinnen als Absicherung gegen ein Abflauen des KI-Booms

Die US-Wirtschaft wuchs im dritten Quartal laut dem Statistikamt BEA auf das Jahr hochgerechnet um 3,4 Prozent, nach 2,2 Prozent im Vorquartal. Getragen wurde das Wachstum von Investitionen, Konsum und Staatsausgaben. Anleger sorgen sich jedoch, woher dieses Wachstum stammt und wie lange es anhält.

Laut der Financial Times hat der Handel mit Anleihen nach dem jüngsten Kurseinbruch im Technologie- und KI-Sektor zugenommen. Intel verlor in der Woche bis 30. Oktober 24,4 Prozent, Alphabet 12,6 Prozent, Meta 4,3 Prozent und Amazon 3,1 Prozent. Der Technologieindex Nasdaq Composite gab rund zwei Prozent nach, der breite S&P 500 nur 0,6 Prozent.

Die größten Verluste folgten auf Quartalsberichte. Intel stellte am 29. Oktober für das vierte Quartal einen Umsatz von 15 bis 16 Milliarden Dollar (rund 13,4 bis 14,3 Milliarden Euro) in Aussicht, nach 16,5 Milliarden Dollar (rund 14,8 Milliarden Euro) im dritten Quartal, wie aus dem Quartalsbericht des Konzerns hervorgeht. Die Aktie brach am Folgetag um 28,6 Prozent ein. Alphabet verlor am 29. Oktober, einen Tag nach seinen Quartalszahlen, 12,6 Prozent.

Mit den fallenden Aktienkursen stiegen die Kurse der Anleihen, ihre Renditen sanken. Die Realrendite zehnjähriger inflationsgeschützter US-Staatsanleihen (TIPS) fiel laut den Daten des US-Finanzministeriums von 2,66 Prozent am 23. Oktober auf 2,60 Prozent am 30. Oktober, so niedrig wie zuletzt Mitte September. Die nominale Rendite zehnjähriger Staatsanleihen sank im selben Zeitraum von 5,00 auf 4,94 Prozent. Anleger setzen laut FT darauf, dass sich Anleihen besser entwickeln als Aktien.

Ökonomen sehen das Wachstum zu stark an KI gebunden

Bill Campbell, Portfoliomanager bei Doubleline, sagte der FT, der Markt sei von starkem Wachstum ausgegangen, gestützt durch KI und die Erwartung einer gewissen Entspannung im Nahen Osten. Nun bewerte man einige dieser Wachstumserwartungen neu.

Jason Granet, Chief Investment Officer und Leiter von Credit Services bei BNY, verwies ebenfalls auf Zweifel, ob KI-Unternehmen ihr Wachstum halten können. Da sie im vergangenen Jahr so stark gewachsen seien, werde es schwieriger, diese Zahlen zu übertreffen. Eine Verlangsamung sei aber nicht unbedingt ein Zeichen für eine schwache Konjunktur.

Vincent Reinhart, Chefökonom bei BNY Investments, hält die Lage für besorgniserregend. Das Wachstum hänge stark von Technologieausgaben ab, und das sei kein rein US-amerikanisches, sondern ein globales Phänomen. „Man muss kein Technologie-Pessimist sein, um besorgt zu sein“, sagte Reinhart.

Wie sehr die US-Wirtschaft am KI-Boom hängt, hatte Mitte Oktober auch Blackrock-Chef Larry Fink betont. Er warnte vor einer Rezession, falls der Bau neuer Rechenzentren gestoppt würde, der Investitionsboom sei zu wichtig geworden, um ihn zu unterbrechen.

Arthur Hayes erwartet eine Rettung in Billionenhöhe

Nicht nur klassische Ökonomen warnen vor den Folgen der hohen KI-Ausgaben. Arthur Hayes, Mitbegründer der Kryptobörse Bitmex, die im September den Betrieb eingestellt hat, hält KI für eine Blase. Er erwartet, dass deren Platzen einen Markteinbruch auslöst und die US-Regierung die als zu groß zum Scheitern geltenden KI-Konzerne mit frisch gedrucktem Geld rettet, im Umfang von mehreren Billionen Dollar. Fällig werden könnte die Rechnung laut Hayes 2027 oder 2028, wenn die Schulden für Rechenzentren anstehen. Kryptowährungen könnten von der Geldschöpfung profitieren.

Dax legt trotz der Sorgen um US-Technologiewerte zu

Am deutschen Aktienmarkt zeigte sich in derselben Woche ein anderes Bild. Der Leitindex Dax stieg vom 23. bis 30. Oktober um 2,5 Prozent auf 25.818 Punkte. Der Halbleiterkonzern Infineon gewann 3,9 Prozent, der Softwarekonzern SAP gab 1,5 Prozent nach. An der Frankfurter Börse schlugen sich die Sorgen um die US-Technologiewerte damit vorerst nicht nieder.

Dieser Artikel beruht auf einem Bericht unserer englischsprachigen Redaktion. Er wurde mithilfe von KI übersetzt und von Konstantin Kaiser geprüft, bearbeitet und freigegeben.

Über den Autor

GESCHRIEBEN VONSergio Goschenko

Sergio ist ein in Venezuela ansässiger Journalist für Kryptowährungen mit über 2.000 veröffentlichten Artikeln, die in Dutzenden von Facharbeiten und Berichten zitiert wurden.