Strive hat Bitcoin für 10 Millionen Dollar (rund 8,9 Millionen Euro) gekauft und seinen Bestand damit auf 43.124 BTC erhöht, wie Firmenchef Matt Cole am 2. November mitteilte. Investmentchef Ben Werkman mahnte dabei zur Zurückhaltung. Erstmals nutzte das Unternehmen sein Verkaufsprogramm für die Vorzugsaktie SATS, den Großteil des Kaufs finanzierte es aber aus vorhandenen Barmitteln.
Strive kauft 124 BTC und nutzt erstmals SATS-Vorzugsaktien

Das Wichtigste auf einen Blick
- Strive kaufte zuletzt 124 BTC zu einem Durchschnittspreis von 80.526 Dollar (rund 71.900 Euro) je Coin und hält damit nun 43.124 BTC.
- Die SATS-Vorzugsaktien lieferten erstmals Erlöse aus dem Verkauf zum Marktpreis, und zwar den gesamten Wochenerlös dieser Programme.
- Investmentchef Ben Werkman betonte Zurückhaltung und den langfristigen Wert für die Aktionäre, Strive steht in der Rangliste der Bitcoin-Halter auf Platz vier.
Bitcoin-Bestand steigt nach kleinerem Kauf auf 43.124 BTC
Strive Inc. (Nasdaq: ASST) hat seinen Bitcoin-Bestand um 10 Millionen Dollar (rund 8,9 Millionen Euro) aufgestockt, schrieb Cole, der Verwaltungsrat und Geschäftsführung von Strive leitet, auf X. Gegenüber dem bisherigen Stand von 43.000 BTC wuchs der Bestand damit um rund 0,29 Prozent. Die meisten Käufe seien aus vorhandenen Barmitteln finanziert worden, so Cole. Er schrieb:
„Strive hat 124 BTC für 10 Millionen Dollar zu durchschnittlich 80.526 Dollar je Bitcoin erworben, der Gesamtbestand steigt damit auf 43.124 BTC.“
Zugleich setzte Strive erstmals sein At-the-Market-Programm (ATM) für SATS ein, die Vorzugsaktie des Unternehmens mit fester Dividende. Auf die SATS-Verkäufe entfiel der gesamte Erlös, den Strive in der Berichtswoche über seine ATM-Programme erzielte.
Zuvor hatte Strive am 26. Oktober einen Kauf von 6.182 BTC für rund 511,4 Millionen Dollar (rund 456,7 Millionen Euro) gemeldet, der den Bestand auf 43.000 BTC brachte. Der Durchschnittspreis lag damals bei 82.732 Dollar (rund 73.900 Euro) je Bitcoin. Der neue Kauf umfasste also weniger Coins zu einem niedrigeren Durchschnittspreis.
Werkman zwischen stetigen Käufen und Zurückhaltung
Investmentchef Ben Werkman betonte auf X das Gleichgewicht zwischen Angriffslust und Zurückhaltung. „Es gibt Zeiten, in denen man aggressiv sein muss, und Zeiten, in denen man Zurückhaltung zeigen muss“, schrieb er. „Aber wir werden immer danach streben, weiter voranzukommen.“
Mit Blick auf die Folgen der Strategie für die Aktionäre verwies Werkman auf den langfristigen Ansatz, mit dem Strive seine Bitcoin-Reserve aufbaut:
„Dies ist ein Marathon, und wir werden weiterhin das tun, was wir für das Beste halten, um langfristigen, nachhaltigen Wert für unsere Aktionäre zu schaffen.“
Vorzugsaktien bringen Kapital und Zahlungspflichten
Über ATM-Programme können Unternehmen neu ausgegebene Aktien nach und nach über die Börse verkaufen. In Coles Update stand zudem ein Amplification Ratio von 62,7 Prozent. Die Kennzahl teilt die Schulden zuzüglich des Nennbetrags der ausstehenden Vorzugsaktien durch den Marktwert der Bitcoin-Bestände.
Im Oktober kombinierte Strive verschiedene Kapitalquellen, um seine Reserve auszubauen. Einen am 13. Oktober gemeldeten Bitcoin-Kauf für 280 Millionen Dollar (rund 250 Millionen Euro) finanzierte das Unternehmen größtenteils über ausgeübte Optionsscheine und Vorzugsaktien. Die Optionsscheine erlaubten ihren Inhabern, Aktien zu einem festgelegten Preis zu kaufen. Durch die Käufe vom 5. bis 9. Oktober stieg der Bestand auf 32.773 BTC.
Laut einer am 13. Oktober eingereichten Meldung an die US-Börsenaufsicht SEC stieg die Zahl der ausstehenden Stammaktien der Klassen A und B in diesem Zeitraum von rund 100,94 Millionen auf 110,39 Millionen. Als Risiko für Anleger nennt die Meldung die Verwässerung durch die Ausgabe weiterer Stammaktien oder SATA-Aktien. SATA ist die Vorzugsaktie von Strive mit variabler Dividende.
Neben dem Kapital für Bitcoin-Käufe bringen Vorzugsaktien laufende Dividendenpflichten mit sich. Die Erstemission von SATS wurde am 20. Oktober abgeschlossen und brachte einen Bruttoerlös von 630 Millionen Dollar (rund 562,6 Millionen Euro) aus 7 Millionen Aktien zu je 90 Dollar (rund 80 Euro). Beim Finanzierungsmodell für SATA koppelt Strive die Ausgabe neuer Aktien an deren Börsenkurs und damit an die Nachfrage. Im Oktober legte das Unternehmen fest, dass SATA nicht unter 100 Dollar (rund 89 Euro) je Aktie ausgegeben werden dürfen.
Mit deutschen Vorzugsaktien haben diese Papiere wenig gemein. Nach § 139 des Aktiengesetzes sind das hierzulande Aktien mit einem Vorzug bei der Gewinnverteilung, für die das Stimmrecht ausgeschlossen werden kann. SATA führt Strive in der SEC-Meldung dagegen als unbefristete Vorzugsaktie mit variablem Satz (Variable Rate Series A Perpetual Preferred Stock).
Strive vor dem Sprung auf Platz zwei
Laut Bitcoin Treasuries ist Strive derzeit der viertgrößte börsennotierte Bitcoin-Halter. Mit wenigen weiteren Käufen könnte das Unternehmen Twenty One Capital (43.514 BTC) und Metaplanet (44.000 BTC) überholen und auf Platz zwei vorrücken. Selbst dann läge Strive aber weit hinter Strategy, das 849.327 BTC hält, beim Kurs vom 3. November mehr als 65 Milliarden Dollar (rund 58 Milliarden Euro) wert. Strategy hatte am 2. November weitere 811 Bitcoin gemeldet.
Größter deutscher Halter in der Rangliste ist die Bitcoin Group SE aus Herford. Mit 3.605 BTC liegt sie auf Platz 24.
Die SATA-Vorzugsaktien von Strive brachten diese Woche schätzungsweise 55 Millionen US-Dollar ein – genug für 638 BTC –, während Saylors Strategy laut seiner letzten Meldung keine STRC-Aktien verkauft hat.
Jetzt lesen: Strive folgt Saylors Strategie und sammelt Mittel für 638 BitcoinDieser Artikel beruht auf einem Bericht unserer englischsprachigen Redaktion. Er wurde mithilfe von KI übersetzt und von Konstantin Kaiser geprüft, bearbeitet und freigegeben.
Über den Autor
GESCHRIEBEN VONKevin Helms
Kevin Helms ist ein Kryptowährungsjournalist, der sich auf Bitcoin, Blockchain-Regulierung und globale Märkte für digitale Vermögenswerte spezialisiert hat.


















