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Binance France schließt alle Konten und verlangt bis dahin Gebühren

Binance France schließt zum 31. Dezember 2026 alle Kundenkonten. Schon ab dem 29. November verlangt die französische Tochter der Kryptobörse eine monatliche Gebühr von allen, die dort noch Kryptowerte halten. Das hat Binance nach Angaben des französischen Finanzportals Finance Héros angekündigt.

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Binance France schließt alle Konten und verlangt bis dahin Gebühren

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Binance France schließt laut dem Finanzportal Finance Héros zum 31. Dezember 2026 alle Kundenkonten, nachdem die Börse keine MiCA-Zulassung erhalten hat.
  • Ab dem 29. November verlangt Binance France für Konten mit Restguthaben monatlich 0,025 Prozent des Guthabens, mindestens aber 10 USDC (rund 9 Euro).
  • Rund 2 Millionen französische Nutzer können seit dem 1. Juli nicht mehr handeln, nach dem 31. Dezember verbliebene Kryptowerte können umgewandelt oder übertragen werden.

Countdown für französische Nutzer

Wie Finance Héros am 6. November berichtete, schließt Binance die Konten seiner französischen Kunden zum 31. Dezember 2026. Betroffen sind alle Konten, die bei der Tochtergesellschaft Binance France geführt werden. Den Handel für Kunden in Frankreich hatte die Börse bereits am 1. Juli eingestellt.

Wer seine Kryptowerte bis zum 31. Dezember nicht abhebt, muss mit Folgen rechnen. Nach den Nutzungsbedingungen könnten verbliebene Bestände umgewandelt oder übertragen werden, heißt es in dem Bericht.

Zuerst fallen Gebühren an

Ab dem 29. November erhebt Binance France laut dem Bericht für jedes Konto, auf dem noch Kryptowerte liegen, eine monatliche Verwaltungsgebühr. Sie beträgt 0,025 Prozent des Guthabens, mindestens aber 10 USDC (rund 9 Euro), also den höheren der beiden Beträge.

Wegen dieser Mindestgebühr zahlt jeder, der weniger als 40.000 USDC (rund 35.900 Euro) auf dem Konto hat, den Pauschalbetrag von 10 USDC. Erst bei größeren Guthaben greift der Prozentsatz. Die Gebühr fällt nur für Konten an, auf denen ab dem 29. November noch Kryptowerte liegen. Wer sein Konto vor dem 29. November vollständig leert, zahlt also nichts.

Wie Binance Frankreich verlor

Hintergrund der Schließung ist die EU-Verordnung über Märkte für Kryptowerte (MiCA). Seit dem 1. Juli 2026 brauchen Krypto-Dienstleister in der EU eine Zulassung nach diesen Regeln. Binance hatte im Juni seinen MiCA-Antrag in Griechenland zurückgezogen und seine Dienste in mehreren EU-Ländern ab dem 1. Juli eingeschränkt.

Seitdem können Nutzer in Frankreich keinen Spot-, Margin- oder Terminhandel mehr betreiben, Auszahlungen bleiben aber möglich. Betroffen waren Schätzungen zufolge rund 2 Millionen französische Kunden. Konkurrenten mit MiCA-Zulassung wie Coinbase und OKX blieben dagegen am Markt.

Wie Bitcoin.com News berichtete, haben laut TRM Labs nur 281 von 1.343 Krypto-Dienstleistern, die es vor MiCA in Europa gab, eine Zulassung erhalten. Rund vier Fünftel der Anbieter sind damit aus dem Markt ausgeschieden.

Auch in Deutschland und Österreich fehlt Binance eine MiCA-Zulassung. Im Register der EU-Wertpapieraufsicht Esma ist die Börse nicht als zugelassener Kryptodienstleister eingetragen, Coinbase und OKX dagegen schon, Stand 8. November. Eine Erlaubnis der Bafin hatte die Börse auch vor MiCA nicht. Im Juli 2023 zog Binance Deutschland seinen Antrag bei der Bafin zurück, wie die Börsen-Zeitung berichtete.

Ungünstiger Zeitpunkt nach dem Hack

Die Ankündigung kommt, während Binance mit den Folgen des Hacks vom 29. Oktober kämpft, bei dem Kryptowerte im Wert von rund 6,3 Milliarden Dollar (rund 5,6 Milliarden Euro) betroffen waren. Als die Börse die Auszahlungen am 1. November wieder freigab, zogen Kunden nach Angaben von Binance netto rund 3,64 Milliarden Dollar (rund 3,3 Milliarden Euro) ab, wie die BBC berichtete. Für die verbliebenen Kunden von Binance France kommt nun die Schließung hinzu. Sie können ihre Kryptowerte vor Beginn der Gebühren in eigene Wallets oder zu Börsen mit MiCA-Zulassung übertragen.

Offen ist, ob Binance über eine Lizenz in einem anderen EU-Land auf den europäischen Markt zurückkehrt. Frankreich vertritt in der Überprüfung der MiCA-Verordnung bereits eigene Positionen. Französischen Nutzern bleibt bis zum 28. November Zeit, ihre Guthaben ohne Gebühren abzuziehen.

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Dieser Artikel beruht auf einem Bericht unserer englischsprachigen Redaktion. Er wurde mithilfe von KI übersetzt und von Konstantin Kaiser geprüft, bearbeitet und freigegeben.

Über den Autor

GESCHRIEBEN VONShiraz JagatiCrypto Reporter

Shiraz ist Journalist und Analyst, dessen Arbeit seit 2016 den Bereich digitaler Vermögenswerte und blockchainbezogene Entwicklungen abdeckt.