Die Steuerpolitiker des Repräsentantenhauses prüften acht Steuervorschläge für digitale Vermögenswerte, um klarere Regeln für Krypto-Zahlungen, Mining, Staking, Spenden und die Einhaltung von Vorschriften zu schaffen. Die Maßnahmen zielen darauf ab, den Verwaltungsaufwand für Nutzer digitaler Vermögenswerte zu verringern und gleichzeitig eine klarere steuerliche Behandlung für wichtige Aktivitäten in der gesamten Branche festzulegen.
Der Kongress prüft acht Steuervorschläge für Kryptowährungen, während der 2-Billionen-Dollar-Markt mit Compliance-Auflagen konfrontiert ist

Wichtige Erkenntnisse
- Die Gesetzgeber prüften acht Steuervorschläge für digitale Vermögenswerte, die Zahlungen, Spenden, Mining, Staking und Compliance abdecken.
- Mehrere Vorschläge würden die Meldepflichten für routinemäßige Transaktionen mit digitalen Vermögenswerten und Zahlungen mit Stablecoins reduzieren.
- Andere Maßnahmen befassen sich mit Staking-Belohnungen, Spendenabzügen, Marktsicherheitszonen und Programmen zur freiwilligen Offenlegung.
Steuerausschuss des Repräsentantenhauses prüft acht Steuervorschläge für digitale Vermögenswerte
Der Steuerausschuss des Repräsentantenhauses, der Steuergesetze entwirft und die Steuerpolitik des Bundes überwacht, hielt letzte Woche eine Anhörung zur Besteuerung digitaler Vermögenswerte ab. Der Vorsitzende Jason Smith argumentierte, dass die aktuellen Vorschriften Krypto-Nutzer, Unternehmen, Miner, Staker und Investoren einer unklaren Behandlung in einem Markt aussetzen, dessen Volumen er auf über 2 Billionen Dollar schätzte.
Laut Smiths Aussage hat der Besitz von Kryptowährungen in den Vereinigten Staaten stark zugenommen. Er erklärte, dass mehr als 67 Millionen Amerikaner, also etwa ein Viertel der Bevölkerung, Kryptowährungen besitzen. Er fügte hinzu, dass viele Besitzer außerhalb der Technologie- und Finanzbranche tätig sind, darunter im Baugewerbe, im verarbeitenden Gewerbe und in der Gastronomie. Vorsitzender Smith sagte:
„Heute hat der Kryptowährungsmarkt eine Marktkapitalisierung von über 2 Billionen US-Dollar. Das ist in jeder Hinsicht eine riesige Branche, und fast alle anderen Branchen ähnlicher Größe verfügen über klare Steuerrichtlinien.“
Der Ausschuss prüfte acht Steuervorschläge für digitale Vermögenswerte. Sechs davon waren Gesetzesentwürfe, darunter der „Less Tax Paperwork for Digital Asset Owners Act“, der „Tax Clarity for Mining and Staking Act“, der „Charitable Deductions for Digital Asset Donations Act“, der „Providing Analogous Rules for Digital Assets Act“, das Gesetz zur Anwendung bestehender steuerlicher Missbrauchsbekämpfungsvorschriften auf digitale Vermögenswerte sowie das Gesetz über das freiwillige Offenlegungsprogramm für digitale Vermögenswerte. Zwei weitere Diskussionsentwürfe konzentrierten sich auf die Vermeidung von Kapitalertragsteuern auf territorialer Basis sowie auf die steuerliche Behandlung von Mining, Staking-Belohnungen und Spendenabzügen.
Gesetzesentwürfe des Ausschusses zielen auf Kleinstzahlungen, Mining, Staking, Spenden und Safe Harbors ab
Ein Gesetzentwurf von Abgeordneten Rudy Yakym würde den Meldeaufwand für Netzwerkgebühren und geringfügige Schwankungen bei Stablecoins verringern. Die Maßnahme, die als „Less Tax Paperwork for Digital Asset Owners Act“ (Gesetz zur Verringerung des Steuerpapieraufwands für Besitzer digitaler Vermögenswerte) bezeichnet wird, würde es häufigen Nutzern digitaler Vermögenswerte zudem ermöglichen, für bestimmte Vermögenswerte eine einzige jährliche Einkommensberechnung vorzulegen.
Ein separater Gesetzentwurf von Abgeordneten Mike Carey, der „Tax Clarity for Mining and Staking Act“, würde Mining- und Staking-Vergütungen als gewöhnliches Einkommen klarstellen. Er würde es Minern und Stakern zudem ermöglichen, Vergütungen als selbst geschaffenes Vermögen zu behandeln, wenn diese Methode zeitlich und charakterlich besser passt. Vorsitzender Smith betonte:
„Andere Länder, wie Singapur und die Schweiz, haben bereits umfassende Steuerregelungen eingeführt, die den Eigentümern digitaler Vermögenswerte Klarheit bieten. Der Kongress muss jetzt handeln und klare Steuerregeln erlassen, um sicherzustellen, dass Amerika weltweit führend im Bereich digitaler Vermögenswerte bleibt.“
Eine weitere Maßnahme von Abgeordneten Mike Kelly, der „Charitable Deductions for Digital Asset Donations Act“, würde die Anforderungen an qualifizierte Bewertungen für Spenden von weit verbreiteten digitalen Vermögenswerten aufheben. Ein Gesetzentwurf von Abgeordneten David Kustoff, der „Providing Analogous Rules for Digital Assets Act“, würde die in traditionellen Finanzmärkten geltenden Safe-Harbor-Regelungen und Rechnungslegungsvorschriften auf digitale Vermögenswerte ausweiten.
Ein Vorschlag zur Missbrauchsbekämpfung von Abgeordneten Jodey Arrington, der „Applying Existing Tax Anti-Abuse Rules to Digital Assets Act“, würde diese Regeln auf digitale Vermögenswerte ausweiten. Ein Gesetzentwurf von Abgeordneten Aaron Bean, der „Digital Assets Voluntary Disclosure Program Act“, würde ein einmaliges Programm für Steuerzahler schaffen, um frühere Steuererklärungen zu korrigieren.
Die letzten beiden Vorschläge sind Diskussionsentwürfe. Der eine zielt auf die Vermeidung von Kapitalertragsteuern auf der Grundlage des Territorialprinzips im Zusammenhang mit digitalen Vermögenswerten ab. Der andere, von Abgeordneten Steven Horsford, befasst sich mit Belohnungen für Mining und Staking sowie mit Fragen zu Spendenabzügen.












