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Coinbase: Prognosemärkte werden immer ausgereifter, CFTC benötigt kein neues Mandat

Coinbase vertritt die Ansicht, dass Prognosemärkte unter der Aufsicht der CFTC bleiben sollten, und argumentiert, dass ereignisbasierte Kontrakte bereits unter das Bundesderivategesetz fallen. Das Unternehmen legte in einer Stellungnahme und einem öffentlichen Beitrag vier Punkte dar. Die wichtigsten Erkenntnisse:

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Coinbase: Prognosemärkte werden immer ausgereifter, CFTC benötigt kein neues Mandat
  • Coinbase forderte die CFTC auf, Prognosemärkte im Rahmen des bestehenden Derivaterechts zu regulieren.
  • Eine Bundesaufsicht könnte eine uneinheitliche Durchsetzung durch die einzelnen Bundesstaaten bei zwischenstaatlichen Prognosemärkten verhindern.
  • Gerichte, Aufsichtsbehörden und Bundesstaaten sind sich nach wie vor uneinig über Zuständigkeit und Durchsetzung.

Coinbase drängt auf CFTC-Aufsicht für Prognosemärkte

Coinbase Global Inc. (Nasdaq: COIN) fordert die US-amerikanische Commodity Futures Trading Commission (CFTC) nachdrücklich auf, Prognosemärkte als Teil des bestehenden Derivate-Rahmens zu behandeln und nicht als separate Kategorie. Faryar Shirzad, Chief Policy Officer bei Coinbase, teilte am 3. Mai auf X die Position des Unternehmens mit und skizzierte ein vier Punkte umfassendes Argument, das mit einem formellen Stellungnahmebrief verbunden ist, der am 30. April 2026 bei der Aufsichtsbehörde eingereicht wurde.

Der erste Punkt von Coinbase lautete, dass ereignisbasierte Kontrakte bereits unter das geltende Recht fallen. Das Unternehmen argumentierte, die CFTC beaufsichtige seit langem Derivate, die an reale Ergebnisse gekoppelt sind, was bedeute, dass Prognosemärkte keine neuen Befugnisse erfordern. Shirzad sagte:

„Prognosemärkte mögen neuartig erscheinen, aber sie fügen sich nahtlos in die bestehende gesetzliche Zuständigkeit ein – es ist kein neues Mandat erforderlich.“

Der zweite Punkt der Kryptobörse konzentrierte sich auf die Funktion und stellte fest, dass diese Instrumente, ähnlich wie Futures, verstreute Informationen zu Preisen aggregieren und es den Teilnehmern ermöglichen, sich gegen Unsicherheiten abzusichern.

Der dritte Punkt betraf die Regulierungsstruktur. Coinbase erklärte, der Kongress habe die Aufsicht über Derivate der CFTC übertragen, um eine einheitliche nationale Aufsicht zu gewährleisten, und warnte, dass Eingriffe auf staatlicher Ebene zu einer Fragmentierung der zwischenstaatlichen Märkte führen könnten. Der vierte Punkt konzentrierte sich auf die Durchsetzungsbefugnisse. Das Unternehmen erklärte, die CFTC habe bereits die Befugnis, Verträge zu prüfen, mit Auflagen zu versehen oder zu verbieten, die dem öffentlichen Interesse zuwiderlaufen, einschließlich solcher, die Manipulationen oder potenziellen Schaden beinhalten.

Staatliche Anfechtungen erhöhen den Druck auf einheitliche Regeln

Diese Position entsteht, während die CFTC ihren Anspruch auf ausschließliche Zuständigkeit für Prognosemärkte verstärkt und argumentiert, dass diese als „Swaps“ im Sinne des Commodity Exchange Act gelten. Unter dem Vorsitz von Michael Selig hat die Behörde geltend gemacht, dass Bundesrecht Vorrang vor der Durchsetzung auf staatlicher Ebene haben sollte, und davor gewarnt, dass eine fragmentierte Aufsicht ein einheitliches Derivate-Regelwerk untergraben würde. Staaten wie Texas, Arizona, Nevada und New Jersey haben sich dagegen gewehrt und argumentieren, dass diese Produkte dem Glücksspiel ähneln und unter ihre Zuständigkeit zur Regulierung solcher Aktivitäten fallen.

Der Zuständigkeitsstreit hat sich zu einem aktiven Rechtsstreit ausgeweitet, an dem sowohl Bundesaufsichtsbehörden als auch staatliche Behörden beteiligt sind. Die CFTC hat Bundesstaaten wie Arizona, Connecticut, Illinois, New York und Wisconsin verklagt, um Durchsetzungsmaßnahmen gegen Plattformen zu blockieren. Gleichzeitig haben Bundesstaaten Maßnahmen gegen Unternehmen ergriffen, darunter die Klage des Staates New York gegen Coinbase Financial Markets und Gemini, das Strafverfahren des Staates Arizona gegen Kalshi sowie Unterlassungsverfügungen in Wisconsin, Connecticut und Illinois, die sich gegen Plattformen wie Kalshi und Polymarket richten. Die Gerichte haben uneinheitliche Urteile gefällt, wobei einige Entscheidungen den Vorrang des Bundesrechts befürworten und andere die Zuständigkeit der Bundesstaaten stützen, was zu einer ungelösten rechtlichen Kluft führt.

Zusammengenommen untermauern diese Entwicklungen das Argument von Coinbase, dass Prognosemärkte unter der bestehenden Aufsicht der CFTC mit klaren, einheitlichen Regeln verbleiben sollten. Das Unternehmen betonte, dass sich die Aufsicht auf etablierte Befugnisse stützen und gleichzeitig die Schutzvorkehrungen im Zuge der Marktentwicklung verfeinern sollte. Shirzad sagte:

„Prognosemärkte werden immer ausgereifter. Die Frage ist nicht, ob sie mit dem Gesetz vereinbar sind – das sind sie –, sondern wie sichergestellt werden kann, dass sie sich mit Integrität, Klarheit und angemessenen Schutzmaßnahmen entwickeln.“

Coinbase signalisierte, dass es den Dialog mit der Kommission fortsetzen werde, während sich der Regulierungsansatz weiterentwickelt.

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