Die endgültige Umsetzung aller MiCA-Bestimmungen hat zu einer regulatorischen Sandbox geführt, die Europa von den großen Stablecoin-Anbietern abschottet. Patrick Hansen, Senior Director für EU-Strategie und -Politik bei Circle, betonte, dass eine Überprüfung notwendig sei, um den Rechtsrahmen wettbewerbsfähiger zu gestalten und global anzugleichen.
Circle warnt: MiCA-Vorschriften schneiden EU-Nutzer von den führenden Stablecoins ab

Wichtigste Erkenntnisse
- Im Rahmen von MiCA wurden 35 Token lizenziert, große Emittenten wie Tether wurden jedoch ausgeschlossen, wodurch viele EU-Nutzer ungeschützt bleiben.
- Die strengen MiCA-Vorschriften schneiden EU-Nutzer von globalen Stablecoins ab und schränken den Marktzugang für wichtige Token ein.
- Die EU hat eine öffentliche Konsultation bis September eröffnet, um MiCA zu überarbeiten und ausländischen Emittenten entgegenzukommen.
Die derzeitige Umsetzung von MiCA lässt EU-Nutzer „ungeschützt oder abgeschnitten“
Zwar hat die vollständige Umsetzung der MiCA-Bestimmungen (Markets in Crypto Assets) die Lücke hinsichtlich des Betriebs nicht lizenzierter Börsen in Europa geschlossen, doch hat sie aufgrund ihres restriktiven Lizenzierungsansatzes für Emittenten auch erhebliche Störungen im Stablecoin-Ökosystem verursacht.
Patrick Hansen, Senior Director für EU-Strategie und -Politik bei Circle, äußerte Bedenken hinsichtlich des Zustands des regulierten Stablecoin-Ökosystems in Europa und der Tatsache, dass der aktuelle Rechtsrahmen europäische Kunden außerhalb der von MiCA gebotenen Sicherheitsnetze lässt.
Hansen erklärte, dass MiCA zur Zulassung von 35 E-Geld-Token von 21 Emittenten geführt habe, was zeige, dass das Interesse an diesem Bereich vorhanden sei und Unternehmen bereit seien, zu investieren und Stablecoins auf den Markt zu bringen. „Echte Institutionen setzen auf diesen Bereich, und viele große EU-Unternehmen werden in den nächsten 12 Monaten einsteigen. Die Umsetzung verläuft für lokale Emittenten reibungslos. Die Dynamik ist real“, betonte er.
Dennoch haben die strengen Bestimmungen von MiCA dazu geführt, dass die meisten der führenden Stablecoin-Emittenten, darunter Tether, die Betriebsanforderungen nicht erfüllen können; lediglich USDG, USDC und EURC haben die Hürde des Regelwerks genommen.
„Der Rest liegt außerhalb des Geltungsbereichs von MiCA – was bedeutet, dass EU-Nutzer entweder ungeschützt sind oder vom Markt abgeschnitten werden. Für ein Rahmenwerk, das darauf ausgelegt ist, globale Stablecoin-Märkte unter die Aufsicht der EU zu bringen, ist das eine erhebliche Lücke“, urteilte er.
Hansen ist der Ansicht, dass eine bevorstehende Überprüfung von MiCA dieses Problem angehen sollte, da der Rechtsrahmen die weltweiten Stablecoin-Aktivitäten unter seinem Dach vereinen und es lokalen Emittenten von E-Geld-Token ermöglichen sollte, über die Grenzen Europas hinaus zu expandieren. Er schlägt einen pragmatischeren Ansatz vor, um ausländischen Emittenten den Weg zu ebnen, ohne dass sie denselben Regeln unterliegen wie ihre lokalen Konkurrenten.
Am 20. Mai hat die Generaldirektion für Finanzstabilität, Finanzdienstleistungen und Kapitalmarktunion der EU eine öffentliche Konsultation eröffnet, um zu prüfen, ob „der derzeitige Rechtsrahmen weiterhin zweckmäßig ist“. Das Verfahren läuft bis zum 30. September und befasst sich in einem seiner Teile speziell mit E-Geld-Token und deren Emittenten.
Dieser Artikel wurde mithilfe von KI aus dem Englischen übersetzt. Die englische Originalversion ist die maßgebliche Quelle; automatische Übersetzungen können Ungenauigkeiten enthalten, insbesondere bei rechtlicher und regulatorischer Terminologie.












