Bei einer Pressekonferenz betonte José Gabriel Espinoza, der bolivianische Minister für Wirtschaft und öffentliche Finanzen, dass die Regierung die Einbindung und den Umlauf der Stablecoin USDT im nationalen Zahlungssystem prüfe, um deren Verwendung zur Begleichung von Schulden zu ermöglichen.
Bolivien prüft die Einbindung von USDT in sein nationales Finanzsystem nach der Aufhebung des Krypto-Verbots

Das Wichtigste auf einen Blick
- Bolivien prüft die Einbindung von USDT neben seiner Fiat-Währung, um die Devisenkrise zu bekämpfen.
- Das Krypto-Handelsvolumen stieg im Jahr 2025 um über 600 %, doch der Status auf der „Grauen Liste“ erfordert nun strenge Vorschriften zur Bekämpfung der Geldwäsche.
- Die Regierung hat den Wechselkurs freigegeben und plant, Stablecoins direkt in das Bankensystem zu integrieren.
Bolivien prüft die Einbindung von USDT in sein Zahlungssystem
Bolivien ist bestrebt, als eines der ersten Länder weltweit Kryptowährungen – insbesondere Stablecoins – in sein Finanzsystem zu integrieren.
Am Freitag erklärte José Gabriel Espinoza, der bolivianische Minister für Wirtschaft und öffentliche Finanzen, dass die bolivianische Regierung die Einbindung von USDT – dem nach Marktkapitalisierung größten Stablecoin – prüfe und den Weg aufzeigte, den sie einschlagen müsse, um dieses Ziel sicher zu erreichen.
Während einer Pressekonferenz stellte Espinoza klar, dass Bolivien über keinen regulatorischen Rahmen verfüge, der diese Änderungen sofort ermöglichen würde, obwohl die Zentralbank ein Verbot von Geschäften mit digitalen Vermögenswerten aufgehoben habe. Espinoza bewertete diese Maßnahme als aus der Not heraus und ohne weitere Planung ergriffen, da USDT eine zentrale Rolle als Dollar-Ersatz spielte, um Bolivien bei der Bewältigung einer Devisenknappheitskrise zu unterstützen.
Tatsächlich schossen die Handelsvolumina nach der Aufhebung des Verbots von 2020 im Juni 2024 in die Höhe, wobei die Zahlen in den ersten sechs Monaten des Jahres 2025 um über 600 % stiegen.
Espinoza erklärte, dass ein System, in dem USDT neben dem US-Dollar und dem bolivianischen Boliviano im Umlauf ist, in Erwägung gezogen werde. Dennoch müssten zunächst mehrere Voraussetzungen erfüllt sein, damit dies im Einklang mit internationalen Standards geschehen könne.
Komplikationen würden sich daraus ergeben, dass Bolivien seit dem 13. Juni 2025 auf der grauen Liste der Financial Action Task Force (FATF) steht, was bedeutet, dass es einer verstärkten Überwachung durch die Organisation unterliegt.
„Diese Krypto-Assets müssen gut reguliert sein, um zu verhindern, dass sie zu einer Quelle für Geldwäsche oder zur Verschleierung illegaler Aktivitäten werden“, betonte Espinoza.
Espinoza hatte sich bereits zuvor zu diesem Thema geäußert. Im November erklärte er, dass Kryptowährungen in das nationale Bankensystem integriert und zu gesetzlichem Zahlungsmittel werden sollen, was eine positive Haltung der Regierung unter Rodrigo Paz gegenüber digitalen Vermögenswerten signalisiert. Die Bisa Bank, die viertgrößte Privatbank Boliviens, bietet bereits USDT-Umtauschdienste an.
Dieser Schritt könnte dazu beitragen, dass die bolivianische Wirtschaft wieder an Dynamik gewinnt, da die Regierung kürzlich die Devisenkontrollen aufgehoben hat und den Dollar nach 15 Jahren fester Wechselkurse nun frei schwanken lässt.
Dieser Artikel wurde mithilfe von KI aus dem Englischen übersetzt. Die englische Originalversion ist die maßgebliche Quelle; automatische Übersetzungen können Ungenauigkeiten enthalten, insbesondere bei rechtlicher und regulatorischer Terminologie.












