US-Bitcoin-ETFs sind mit Nettoabflüssen von 398,62 Millionen Dollar (rund 356 Millionen Euro) in den November gestartet und haben damit die starken Verkäufe vom Ende Oktober fortgesetzt. Ether-Fonds verloren weitere 139,80 Millionen Dollar (rund 125 Millionen Euro), auch die ETFs auf Zcash, HYPE und XRP begannen den Monat im Minus.
Bitcoin-ETFs: Über 1 Mrd. Dollar Abflüsse in zwei Tagen, IBIT vorn

Das Wichtigste auf einen Blick
- Bitcoin-ETFs verloren am 2. November 398,62 Millionen Dollar (rund 356 Millionen Euro), in zwei Handelstagen flossen damit mehr als 1,04 Milliarden Dollar (rund 929 Millionen Euro) ab.
- Blackrocks IBIT trieb die Verkäufe bei Bitcoin, Ether-ETFs büßten weitere 139,80 Millionen Dollar (rund 125 Millionen Euro) ein.
- Der November beginnt mit geringer Risikobereitschaft institutioneller Anleger, auch von Altcoin-ETFs kommt kaum Unterstützung.
Blackrock treibt die Abflüsse aus Bitcoin-ETFs
Institutionelle Anleger bauten zum Novemberstart weiter Risiken ab. Die börsengehandelten Bitcoin-Fonds (ETFs) verloren am 2. November 398,62 Millionen Dollar (rund 356 Millionen Euro), nachdem am 30. Oktober bereits 643,33 Millionen Dollar (rund 574 Millionen Euro) abgeflossen waren. In diesen beiden Handelstagen zogen Anleger damit mehr als 1,04 Milliarden Dollar (rund 929 Millionen Euro) aus den Produkten ab.
Auf den IBIT von Blackrock entfielen am 2. November Abflüsse von 405,30 Millionen Dollar (rund 362 Millionen Euro). Der FBTC von Fidelity schwamm gegen den Strom und verbuchte einen bescheidenen Zufluss von 6,68 Millionen Dollar (rund 6 Millionen Euro). Das Handelsvolumen sank deutlich von 6,35 Milliarden Dollar (rund 5,7 Milliarden Euro) am 30. Oktober auf 1,99 Milliarden Dollar (rund 1,8 Milliarden Euro), das Nettovermögen lag zum Handelsschluss bei 98,12 Milliarden Dollar (rund 87,6 Milliarden Euro).
Der geringere Umsatz gibt dem 2. November einen anderen Charakter als dem Ausverkauf am 30. Oktober. Die Verkäufe gingen weiter, allerdings bei deutlich geringerer Handelsintensität.
IBIT rückt bei den Abflüssen in den Mittelpunkt
Besonders auffällig ist die Konzentration bei Blackrock. Über weite Teile des Oktobers war IBIT die wichtigste Quelle der Nachfrage nach Bitcoin-ETFs. Auch die Woche vom 26. bis 30. Oktober schloss der Fonds trotz des Ausverkaufs zum Wochenende mit Nettozuflüssen ab.
Nun brachten zwei Handelstage in Folge hohe Abflüsse aus dem größten Bitcoin-Fonds des Marktes. Für den Bitcoin-Kurs ist diese Wende wichtig, denn die jüngsten Erholungen der ETF-Nachfrage hingen oft stark an IBIT. Ein anhaltender Abflusszyklus dort würde einen der stärksten institutionellen Stützpfeiler dieses Jahres wegnehmen.
Der kleine Zufluss bei Fidelity sorgt zwar für etwas Ausgleich. Es fehlten am 2. November aber die breiten Käufe, die die stärkeren Bitcoin-Handelstage der vergangenen Wochen geprägt hatten.
Anleger in Deutschland und Österreich können die US-Fonds selbst nicht direkt kaufen, sie sind in Europa offiziell nicht zum Vertrieb zugelassen. Ein Bitcoin-ETF nach europäischem Fondsrecht scheitert an der Vorgabe der EU-Richtlinie für Investmentfonds (OGAW), Anlagen breit zu streuen, wie das Portal Justetf erklärt. Hierzulande greifen Anleger deshalb zu ETPs, die rechtlich keine Fonds sind.
Bei Ether ist kaum Entlastung in Sicht
Ether-ETFs verloren weitere 139,80 Millionen Dollar (rund 125 Millionen Euro) und verzeichneten damit den sechsten Handelstag mit Abflüssen in Folge.
Blackrocks ETHA führte mit einem Abfluss von 138,31 Millionen Dollar (rund 123,5 Millionen Euro), der ETHB büßte weitere 4,63 Millionen Dollar (rund 4,1 Millionen Euro) ein. Der MSSE von Morgan Stanley verbuchte Zuflüsse von 3,15 Millionen Dollar (rund 2,8 Millionen Euro). Das Handelsvolumen lag bei 577,77 Millionen Dollar (rund 516 Millionen Euro), das verwaltete Vermögen schloss bei 13,18 Milliarden Dollar (rund 11,8 Milliarden Euro).
Ether ging nach fünf Wochen mit Nettoabflüssen in Folge in den November, und am 2. November setzte sich dieser Trend sofort fort. Die anhaltende Entwicklung gibt mehr Anlass zur Sorge als jede einzelne Tagesbilanz. Bitcoin verzeichnete zwischen den Verkaufsphasen immer wieder Tage mit starken Zuflüssen. Bei Ether fehlt eine ähnlich nachhaltige Erholung der institutionellen Nachfrage bislang.
Altcoin-ETFs zeigen kaum Risikobereitschaft
Die kleineren Kategorien der Krypto-ETFs brachten kaum Entlastung. Bei Zcash verlor der ZCSH von Grayscale 3,63 Millionen Dollar (rund 3,2 Millionen Euro). Am 30. Oktober waren bereits 4,57 Millionen Dollar (rund 4,1 Millionen Euro) abgeflossen, nach einer Serie von acht Handelstagen mit Zuflüssen verbuchte der Fonds damit zwei Minustage in Folge.
HYPE-ETFs verloren 2,86 Millionen Dollar (rund 2,6 Millionen Euro), fast gleichmäßig verteilt auf den THYP des Zürcher Anbieters 21Shares und den BHYP von Bitwise. Bei den XRP-ETFs flossen aus dem XRPC von Canary 529.510 Dollar (rund 473.000 Euro) ab.
Solana und NEAR verzeichneten keine Nettoströme. Bemerkenswert ist die Ruhe, weil beide im Oktober Phasen anhaltender Verkäufe erlebt hatten. Ein stiller Handelstag könnte darauf hindeuten, dass Anleger eine klarere Marktrichtung abwarten, bevor sie neue Positionen eingehen.
Der Auftakt im November ist damit von Vorsicht geprägt. Die Verkaufswelle bei Bitcoin hält seit dem 30. Oktober an, Ether steckt weiter in einem anhaltenden Rücknahmezyklus, und die Nachfrage nach Kryptoprodukten mit höherem Beta bleibt gering. Die nächste Bewährungsprobe ist, ob Bitcoin Käufer anzieht, bevor die Abflüsse der beiden Tage das Ausmaß der größten institutionellen Umschwünge vom Oktober erreichen.
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Jetzt lesen: Metaplanet kauft 96,4 Mio. Aktien zurück für mehr Bitcoin je AktieDieser Artikel beruht auf einem Bericht unserer englischsprachigen Redaktion. Er wurde mithilfe von KI übersetzt und von Konstantin Kaiser geprüft, bearbeitet und freigegeben.
Über den Autor
GESCHRIEBEN VONEmmanuel Musa
Emmanuel Musa ist ein Finanzjournalist und Kryptoanalyst mit Sitz in Afrika.


















