Der US-Senat hat einstimmig die Resolution S.Res. 772 verabschiedet, eine parteiübergreifende Resolution, die sich gegen eine Begnadigung oder Strafmilderung durch den Präsidenten für den ehemaligen FTX-CEO Sam Bankman-Fried ausspricht, und damit die Unterstützung des Senats für finanzielle Rechenschaftspflicht bekräftigt, während sein Gnadengesuch weiterhin anhängig ist.
US-Senat lehnt nach dem FTX-Betrugsskandal einstimmig jede Begnadigung für Sam Bankman-Fried ab

Das Wichtigste im Überblick
- Der Senat hat S.Res. 772 einstimmig verabschiedet und sich damit gegen jede Form einer Begnadigung auf Bundesebene für Sam Bankman-Fried ausgesprochen.
- Die parteiübergreifende Resolution wurde von den Senatoren Ruben Gallego (D-AZ) und Cynthia Lummis (R-WY) eingebracht.
- Bankman-Fried hat offiziell eine Begnadigung durch den Präsidenten beantragt, es gibt jedoch keine Anzeichen dafür, dass das Weiße Haus die Gewährung einer solchen in Erwägung zieht.
Senat lehnt Begnadigung für Bankman-Fried einstimmig ab
Der US-Senat hat am 15. Juli einstimmig die Resolution S.Res. 772 verabschiedet, eine parteiübergreifende Resolution, in der erklärt wird, dass der ehemalige FTX-CEO Sam Bankman-Fried keine Begnadigung durch den Präsidenten, keine Strafmilderung oder irgendeine andere Form der Begnadigung durch die Exekutive auf Bundesebene erhalten sollte.
Der am 17. Juni von Senator Ruben Gallego (D-AZ) und Senatorin Cynthia Lummis (R-WY) eingebrachte Antrag wurde an den Justizausschuss des Senats verwiesen. Am 15. Juli wurde der Ausschuss entbunden, woraufhin der Senat die Resolution einstimmig annahm.
In der Resolution wird argumentiert, dass die Gewährung einer Begnadigung durch die Exekutive die Abschreckung gegen groß angelegte Finanzverbrechen schwächen, das Vertrauen in die US-Finanzmärkte untergraben und den Millionen von Opfern, die vom Zusammenbruch von FTX betroffen sind, ein falsches Signal senden würde. Außerdem bekräftigt sie das Bekenntnis des Senats zur Rechtsstaatlichkeit und zur gleichen Rechenschaftspflicht im Justizsystem.
Entschließung bekräftigt die Rechtmäßigkeit der Strafverfolgung im FTX-Fall
Die Gesetzgeber nutzten die Resolution, um die Integrität des strafrechtlichen Verfahrens auf Bundesebene zu bekräftigen, in dessen Folge Bankman-Fried verurteilt wurde. Darin wird auf seine Verurteilung wegen sieben Straftatbeständen verwiesen, darunter Telekommunikationsbetrug, Wertpapierbetrug, Rohstoffbetrug und Verschwörung zur Geldwäsche, sowie auf die im März 2024 verhängte Freiheitsstrafe von 25 Jahren.
Der Senat wies zudem Bankman-Frieds Charakterisierung der Strafverfolgung als „Lawfare“ zurück und erklärte, seine Verurteilung sei das Ergebnis eines einstimmigen Geschworenenurteils und einer Strafzumessung durch einen unabhängigen Bundesrichter gewesen. In der Entschließung wird ferner argumentiert, dass seine mangelnde Reue und das Ausmaß des den Kunden und Anlegern zugefügten Schadens die Aufrechterhaltung seiner Strafe rechtfertigen.
Bankman-Fried hat sich aktiv um Gnade bemüht, doch die Aussichten bleiben gering
Die Entscheidung des Senats folgt auf monatelange Bemühungen Bankman-Frieds um eine Begnadigung durch die Exekutive. Im Juni reichte er laut der öffentlichen Datenbank des Justizministeriums offiziell einen Antrag beim „Office of the Pardon Attorney“ des Justizministeriums ein, in dem er um eine „Begnadigung nach Verbüßung der Strafe“ bat.
Vor Einreichung des Antrags versuchte Bankman-Fried, Unterstützung für eine Begnadigung zu gewinnen, indem er Präsident Donald Trump in den sozialen Medien lobte und Tucker Carlson ein Interview aus dem Gefängnis gewährte. Trotz dieser Bemühungen gibt es keine öffentlichen Anzeichen dafür, dass das Weiße Haus eine Begnadigung aktiv in Erwägung zieht. In Berichten wird der Antrag als aussichtslos bezeichnet, wobei darauf hingewiesen wird, dass Trump zuvor gegenüber der „New York Times“ erklärt hatte, er habe nicht die Absicht, den ehemaligen Krypto-Manager zu begnadigen.
Abgeordnete verweisen auf dauerhaften Schaden für Anleger, während die Überprüfung durch das Justizministerium weitergeht
Der Entschließung zufolge hat Bankman-Fried heimlich Kundenvermögen in Höhe von mehreren Milliarden Dollar von FTX an Alameda Research umgeleitet und damit zu dem beigetragen, was Bundesstaatsanwälte als einen der größten Finanzbetrugsfälle in der Geschichte der USA bezeichneten. Der Senat verwies auf gerichtliche Feststellungen, wonach FTX-Kunden mehr als 8 Milliarden Dollar, Aktienanleger mehr als 1,7 Milliarden Dollar und Kreditgeber von Alameda Research mehr als 1,3 Milliarden Dollar verloren hätten.
Obwohl S.Res. 772 nicht bindend ist und einen Präsidenten nicht daran hindern kann, seine Begnadigungsbefugnisse auszuüben, legt sie eine einstimmige Position des Senats gegen eine Begnadigung von Bankman-Fried fest. Die nächste entscheidende Entwicklung wird sein, ob das Justizministerium oder das Weiße Haus Maßnahmen bezüglich seines anhängigen Gnadengesuchs ergreift, während das FTX-Insolvenzverfahren und die Bemühungen zur Rückzahlung der Opfer fortgesetzt werden.
Dieser Artikel wurde mithilfe von KI aus dem Englischen übersetzt. Die englische Originalversion ist die maßgebliche Quelle; automatische Übersetzungen können Ungenauigkeiten enthalten, insbesondere bei rechtlicher und regulatorischer Terminologie.












