Das erste Halbjahr 2026 war die bisher aktivste Phase in Bezug auf Sicherheitsbedrohungen in der Blockchain – Blockaid verzeichnete 212 Exploits mit hohem Schweregrad, was einem 3,4-fachen Anstieg gegenüber dem gesamten Jahr 2025 entspricht.
Das Sicherheitsunternehmen Blockaid gibt an, dass durch 212 On-Chain-Exploits 1,1 Mrd. US-Dollar gestohlen wurden, während Angriffe mittels KI und auf Wallets zunehmen

Wichtigste Erkenntnisse
- Blockaid verifizierte im ersten Halbjahr 2026 eine Rekordzahl von 212 Krypto-Exploits.
- OpSec-Verstöße und der Diebstahl von Schlüsseln verursachten 74 % der Verluste, wobei Drift und KelpDAO 577 Mio. US-Dollar verloren.
- Blockaid rechnet für das zweite Halbjahr 2026 mit einer Zunahme von EIP-7702- und KI-Prompt-Injection-Angriffen.
Nordkoreanische Hacker erbeuten gestohlene Gelder in Höhe von 600 Mio. US-Dollar
Das erste Halbjahr 2026 war die bisher aktivste Phase für On-Chain-Sicherheitsbedrohungen seit Beginn der Aufzeichnungen. Das Sicherheitsunternehmen Blockaid verzeichnete einen 3,4-fachen Anstieg bei Exploits mit hoher Schwelle im Vergleich zum gesamten Jahr 2025. Laut dem On-Chain-Sicherheitsbericht von Blockaid für das erste Halbjahr 2026 beliefen sich die Verluste in US-Dollar auf insgesamt 1,1 Milliarden US-Dollar und lagen damit hinter dem ersten Halbjahr 2025 zurück, da es keinen einzelnen Mega-Raubzug in Höhe von mehreren Milliarden US-Dollar gab.
Allerdings nahmen das Ausmaß und die technische Raffinesse der Angriffe dramatisch zu. Die Daten der Studie zeigen, dass Angreifer in den sechs Monaten 212 bestätigte Exploits durchführten, wobei im Juni mit 57 einzelnen Vorfällen ein Höhepunkt erreicht wurde. Allein vier größere Vorfälle machten 707 Millionen US-Dollar oder 64 % der insgesamt gestohlenen Gelder aus. Nordkoreas Hacking-Cluster „Trader Traitor“, der mit der Lazarus-Gruppe in Verbindung steht, war laut Blockaid für etwa 609 Millionen US-Dollar der Gesamtverluste verantwortlich. Ein Großteil der finanziellen Verluste konzentrierte sich auf eine Handvoll hochkarätiger Sicherheitsverletzungen, die von staatlich geförderten nordkoreanischen Akteuren verursacht wurden. Die beiden größten Angriffe des Berichtszeitraums – das Restaking-Protokoll KelpDAO (292 Millionen US-Dollar) und die Solana-Perpetual-DEX „Drift Protocol“ (285 Millionen US-Dollar) – wurden beide „Trader Traitor“ zugeschrieben. Anstatt sich auf Fehler in Smart Contracts zu verlassen, zielten diese Angriffe auf menschliche und operative Schwachstellen ab. Beim Drift-Angriff verschafften sich die Angreifer durch wochenlanges gezieltes Social Engineering die administrative Multisig-Kontrolle, was dazu führte, dass in weniger als 12 Minuten 285 Millionen US-Dollar gestohlen wurden. Beim KelpDAO-Exploit setzten die Angreifer Social Engineering gegen einen LayerZero-Entwickler ein, um die RPC-Infrastruktur zu manipulieren und Attestationen für Cross-Chain-Brücken zu fälschen.
Gleichzeitig hob der Bericht drei wichtige Sicherheitslücken hervor, die in der ersten Hälfte des Jahres 2026 zutage traten – Bereiche, die bisher außerhalb des üblichen Prüfungsumfangs lagen: EIP-7702-Angriffe auf Wallet-Delegationen, AI-Prompt-Injection und die Off-Chain-Brücken-Infrastruktur. Um die Bedrohung durch KI-Schwachstellen zu verdeutlichen, verwies der Bericht auf einen Vorfall im Mai, bei dem ein Angreifer „mittels Prompt-Injection den KI-Agenten von Bankr dazu brachte, eine nicht autorisierte Transaktion zu genehmigen, wodurch 216.000 US-Dollar entwendet wurden“. Die Rückgewinnungsquoten fielen je nach Angriffsvektor weiterhin sehr unterschiedlich aus. Gestohlene Gelder, die aus der Kompromittierung von Schlüsseln stammten, verschwanden fast sofort in Mixern oder kettenübergreifenden Brücken. Umgekehrt ermöglichten Protokollfehler gelegentlich eine teilweise oder vollständige Rückgewinnung durch schnelle Koordination mit White-Hat-Hackern oder das Anhalten von Smart Contracts. Mit Blick auf die Zukunft warnt Blockaid, dass sich Web3-Ökosysteme auf anhaltenden Druck in der zweiten Jahreshälfte einstellen sollten. Zu den wichtigsten Problembereichen zählen anhaltende Social-Engineering-Kampagnen durch sanktionierte staatliche Akteure, skalierbare Exploits rund um die Wallet-Delegationsfunktionen von EIP-7702 sowie ein rascher Anstieg von Prompt-Injection-Angriffen auf autonome KI-Handelsagenten, da die Akzeptanz im Bereich der dezentralen Finanzen zunimmt.
Dieser Artikel wurde mithilfe von KI aus dem Englischen übersetzt. Die englische Originalversion ist die maßgebliche Quelle; automatische Übersetzungen können Ungenauigkeiten enthalten, insbesondere bei rechtlicher und regulatorischer Terminologie.












