Der Finanzmarktausschuss der russischen Staatsduma hat die endgültige Fassung des wegweisenden Krypto-Gesetzesentwurfs des Landes gebilligt, dabei die Meldepflicht für Wallet-Adressen gestrichen und den Weg für eine zweite Lesung geebnet.
Russland streicht die Meldepflicht für Wallets aus seinem endgültigen Krypto-Gesetz: Das sieht das Gesetz nun vor

Das Wichtigste im Überblick
- Der Duma-Ausschuss hat den endgültigen Entwurf des Krypto-Gesetzes gebilligt; die zweite und dritte Lesung sind für den 21. Juli vorgesehen.
- Der überarbeitete Text sieht keine Meldepflicht für Wallet-Adressen mehr vor; lediglich Guthaben und Transaktionsflüsse müssen gemeldet werden.
- Die Bank von Russland plant, den Kauf von Kryptowährungen durch Privatkunden ab 2026 auf etwa 4.000 US-Dollar pro Jahr zu begrenzen, wobei dies auf BTC, ETH und USDT beschränkt ist.
Eine umfassende Reform ist im Gange
Der russische Parlamentsausschuss für Finanzmärkte hat die endgültige Fassung des umfassenden Gesetzentwurfs zu digitalen Währungen gebilligt und damit den Weg für die zweite Lesung in der Staatsduma geebnet. Der Ausschuss unter dem Vorsitz des Abgeordneten Anatoly Aksakov hat ein Paket von Änderungsanträgen verabschiedet, das einige der umstrittensten Überwachungsbestimmungen des Entwurfs abschwächt, während der Staat weiterhin die strenge Kontrolle darüber behält, wer Krypto-Vermögenswerte kaufen und verkaufen darf.

Die bemerkenswerteste Änderung betrifft die Aufhebung der Meldepflicht für Krypto-Wallet-Adressen. Nach dem überarbeiteten Text müssen Inhaber nur noch Guthaben und Transaktionsflüsse angeben, nicht jedoch die Adressen selbst – eine Änderung, die auf monatelangen Druck von Abgeordneten und Branchenverbänden zurückgeht, die argumentierten, die ursprünglichen Anforderungen gingen zu weit. Die Änderungen erlauben zudem ausdrücklich den legalen Kauf digitaler Währungen und verankern damit ein Recht, das in früheren Entwürfen unklar geblieben war. Der Gesetzentwurf Nr. 1194918-8 mit dem Titel „Über digitale Währungen und digitale Rechte“ wurde in erster Lesung mit 327 von 340 Stimmen angenommen. Die zweite und dritte Lesung sind nun vorläufig für den 21. Juli angesetzt, so Aksakov, der erklärt hat, dass das Gesetz voraussichtlich am 1. September in Kraft treten wird.
Was das Gesetz bewirken würde
Der Gesetzentwurf legt einen umfassenden Rahmen fest, der regelt, wie Kryptowährungen in Russland ausgegeben, gehandelt und aufbewahrt werden dürfen, und stellt damit den bislang ehrgeizigsten Versuch des Landes dar, einen weitgehend im Graubereich befindlichen Markt unter staatliche Aufsicht zu bringen. Digitale Währungen und Stablecoins würden als Geldwerte anerkannt, die gekauft und verkauft werden können, obwohl ihre Verwendung für inländische Zahlungen weiterhin untersagt bleibt.
Der Rahmen passt zu den Vorschriften der Bank von Russland, der Zentralbank des Landes, die plant, Privatanleger auf Bitcoin, Ether und den Stablecoin USDT zu beschränken. Normale Russen müssten sich an eine jährliche Kaufobergrenze von 300.000 Rubel (weniger als 4.000 US-Dollar) halten und eine obligatorische Risikoprüfung absolvieren, bevor sie handeln dürfen. Weitere Vorschriften, die für eine vollständige Legalisierung von Kryptowährungstransaktionen erforderlich sind, werden bis November erwartet, wobei die ersten regulierten Krypto-Geschäfte voraussichtlich Anfang 2027 beginnen sollen.
Schließlich haben sich die Gesetzgeber dafür eingesetzt, Auszahlungen digitaler Vermögenswerte in nicht-verwahrende Wallets zuzulassen, was die aktuelle Fassung des Gesetzentwurfs nicht vorsieht. Ohne diese Möglichkeit, so lautet ein Argument, „wird das Recht des Eigentümers, über sein Eigentum zu verfügen, faktisch eingeschränkt.“
Eine zweigleisige digitale Strategie
Der Krypto-Gesetzentwurf schreitet parallel zu Russlands anderem Vorzeigeprojekt im Bereich digitales Geld voran: Die Bank von Russland bestätigte die Einführung des digitalen Rubels, ihrer digitalen Zentralbankwährung (CBDC), zum 1. September. Zu dieser Entwicklung erklärte Gouverneurin Elvira Nabiullina, dass „alles bereit“ sei und alle 12 großen Pilotbanken angeschlossen seien. Große Einzelhändler mit einem Jahresumsatz von über 120 Millionen Rubel müssen ab demselben Datum Zahlungen im digitalen Rubel akzeptieren.
Die parallelen Zeitpläne sind kein Zufall, da Moskau eilig daran arbeitet, sein Finanzsystem zu modernisieren, während Sanktionen den Zugang zu westlichen Zahlungsnetzwerken weiterhin einschränken, und frühere Entwürfe des Krypto-Rahmenwerks durch Bestimmungen zur Unterstützung grenzüberschreitender Krypto-Zahlungen Aufmerksamkeit erregten.
Der legalisierte und beaufsichtigte Kryptohandel bietet dem Staat einen Kanal für den Zahlungsverkehr mit dem Ausland, während der digitale Rubel die Kontrolle über inländische Geldströme ausweitet – auch wenn Berichte darauf hindeuten, dass die öffentliche Nachfrage nach der CBDC bislang gering ist.
Dieser Artikel wurde mithilfe von KI aus dem Englischen übersetzt. Die englische Originalversion ist die maßgebliche Quelle; automatische Übersetzungen können Ungenauigkeiten enthalten, insbesondere bei rechtlicher und regulatorischer Terminologie.












