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MEXC: USA kappen Zugang wegen 16 Milliarden Dollar

Das US-Finanzministerium hat amerikanischen Finanzinstituten untersagt, Zahlungen im Zusammenhang mit der Kryptobörse MEXC Global abzuwickeln. Es wirft der Plattform vor, illegale Finanzgeschäfte über mindestens 16 Milliarden Dollar (rund 14,3 Milliarden Euro) ermöglicht zu haben, unter anderem zur Umgehung von Sanktionen und im Zusammenhang mit Cyberkriminalität.

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MEXC: USA kappen Zugang wegen 16 Milliarden Dollar

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Die US-Behörde Fincen hat amerikanischen Finanzinstituten untersagt, Zahlungen an die Kryptobörse MEXC Global oder von ihr abzuwickeln, sobald die Anordnung in Kraft tritt.
  • Von Mai 2021 bis Mai 2026 soll MEXC illegale Transaktionen über mindestens 16 Milliarden Dollar (rund 14,3 Milliarden Euro) abgewickelt haben, auch mit Bezug zu Iran, Russland und Nordkorea.
  • Die Anordnung schneidet MEXC weiter vom US-Finanzsystem ab und folgt auf frühere Schritte der USA gegen Kryptoplattformen mit Verbindungen nach Iran und Russland.

MEXC soll Sanktionsumgehung und Cyberkriminalität ermöglicht haben

Das Financial Crimes Enforcement Network (Fincen) des Finanzministeriums gab die Maßnahme am Freitag, dem 6. November, bekannt. Sie ist Teil der „Operation Economic Outcast“, mit der die Regierung von Präsident Donald Trump Iran vom internationalen Finanzsystem abschneiden will. Die Anordnung schneidet MEXC faktisch vom US-Finanzsystem ab und tritt 30 Tage nach ihrer Veröffentlichung im Federal Register, dem Amtsblatt der US-Regierung, in Kraft.

Nach Angaben des Finanzministeriums wickelte MEXC zwischen Mai 2021 und Mai 2026 Zahlungen über diese Summe ab, die mit Sanktionsumgehung, Cyberkriminalität und anderen illegalen Aktivitäten in Verbindung stehen. Dazu zählen Gelder, die mit der Umgehung von Sanktionen gegen Iran, Russland und Nordkorea zusammenhängen, teils in direkten Geschäften mit sanktionierten Akteuren.

„Finanzinstitute können nicht beides haben: Entweder sie unterstützen das iranische Regime, oder sie haben Zugang zum US-Finanzsystem“,

sagte Finanzminister Scott Bessent.

Das Ministerium zählt MEXC zu den 20 größten Kryptobörsen der Welt. Im September 2026 wickelte die 2018 gegründete Plattform täglich Transaktionen über mehr als 1 Milliarde Dollar (rund 897 Millionen Euro) ab und verfügte über Reserven von rund 5 Milliarden Dollar (rund 4,48 Milliarden Euro). Die Börse bietet Handel in mehr als 50 Währungen und Zugang zu mehr als 3.000 Kryptowährungen und tokenisierten Vermögenswerten. Laut der Anordnung ist MEXC auf den Seychellen registriert und besitzt keine Lizenz als Anbieter von Dienstleistungen mit virtuellen Vermögenswerten.

MEXC gibt zwar an, Richtlinien gegen Geldwäsche und zur Identifizierung von Kunden zu haben, und schließt Nutzer aus bestimmten Ländern wie Iran und Nordkorea ausdrücklich aus. Wegen schwerer Mängel bei den Kontrollen gegen Geldwäsche habe die Börse aber Transaktionen für Personen und Organisationen in diesen Ländern abgewickelt, so das Ministerium.

Rund 1,5 Milliarden Dollar (rund 1,35 Milliarden Euro) der Transaktionen standen demnach im Zusammenhang mit der Umgehung von Sanktionen gegen Russland. Darunter waren 232 Millionen Dollar (rund 208 Millionen Euro), die direkt an Einrichtungen flossen oder von ihnen kamen, gegen die die USA, die EU oder Großbritannien Sanktionen verhängt haben.

Noch im Juni 2026 soll MEXC Transaktionen mit der russischen Kryptobörse Garantex abgewickelt haben, gegen die die US-Sanktionsbehörde OFAC im April 2022 Sanktionen verhängt hatte. Das gilt auch für deren Nachfolger Grinex. Zudem soll MEXC mindestens 26 Millionen Dollar (rund 23 Millionen Euro) an Transaktionen zugunsten des sanktionierten russischen A7-Netzwerks abgewickelt haben und fast 200 Millionen Dollar (rund 179 Millionen Euro) im Zusammenhang mit dem Stablecoin A7A5, den das A7-Netzwerk laut US-Behörden nutzt, um Kunden bei der Umgehung von Sanktionen zu helfen.

Ein weiterer großer Teil der Transaktionen entfiel auf Iran. Im selben Fünfjahreszeitraum habe MEXC rund 1 Milliarde Dollar (rund 897 Millionen Euro) in direkten Geschäften mit mehr als 40 iranischen Kryptobörsen gesendet oder empfangen, so das Ministerium. Weitere rund 22 Millionen Dollar (rund 20 Millionen Euro) betrafen laut der Mitteilung die sanktionierte iranische Zentralbank sowie die Islamischen Revolutionsgarden und deren Quds-Einheit.

Finanzministerium nimmt Börsen ins Visier, die Sanktionen umgehen

Die Maßnahme folgt auf ein breiteres Vorgehen der USA gegen Kryptoinfrastruktur, die sanktionierte Regierungen unterstützen soll. Wie Bitcoin.com News berichtete, dehnte das Finanzministerium im August im Rahmen der Operation Economic Outcast seine Sanktionen auf den iranischen Sektor für digitale Vermögenswerte aus. Ausländische Kryptofirmen, die die Finanznetzwerke des Landes unterstützen, müssen seither mit Strafen rechnen.

Im September verhängten die US-Behörden zudem Sanktionen gegen die iranische Kryptobörse Bitbank. Der Financier Babak Zanjani soll über die Plattform Bitcoin im Wert von mehreren hundert Millionen Dollar an die Revolutionsgarden überwiesen haben. MEXC selbst hatte sich bereits aus einzelnen Märkten zurückgezogen. Am 20. Oktober begann die Börse, ihre Dienste für Nutzer in Russland und Weißrussland einzustellen, und verwies dabei auf globale Compliance-Anforderungen, während die EU ihre Sanktionen verschärft hatte. Die Maßnahme vom 6. November geht einen Schritt weiter: Sie schränkt den Zugang von MEXC zu amerikanischen Finanzinstituten ein, statt nur Dienste in einzelnen Ländern zu betreffen.

Fincen erließ die Anordnung nach Abschnitt 9714(a) des Combating Russian Money Laundering Act. Sobald sie in Kraft ist, dürfen US-Finanzinstitute keine Gelder mehr an MEXC überweisen oder von MEXC entgegennehmen. Verstöße können zivil- oder strafrechtliche Strafen nach sich ziehen.

MEXC fehlt auch in der EU die Zulassung

Auch in Europa ist MEXC ins Visier der Aufsicht geraten. Unter den Gesellschaften der Börse nennt Fincen auch die GIDA Technology AG in der Schweiz, laut dem Handelsregister des Kantons Zug befindet sich die Firma in Liquidation. In Deutschland hatte die Bafin bereits im Oktober 2023 vor MEXC gewarnt: Das Unternehmen biete über mexc.com Finanzdienstleistungen ohne die nötige Erlaubnis an.

Eine Lizenz nach der EU-Verordnung MiCA hat MEXC nicht. Im Register der EU-Wertpapieraufsicht Esma ist die Börse nicht als zugelassener Kryptodienstleister eingetragen, sie steht dort aber auf der Liste der Anbieter ohne Zulassung, nach einer Warnung der niederländischen Finanzaufsicht AFM vom September 2025 (Stand 7. November).

Dieser Artikel beruht auf einem Bericht unserer englischsprachigen Redaktion. Er wurde mithilfe von KI übersetzt und von Konstantin Kaiser geprüft, bearbeitet und freigegeben.

Über den Autor

GESCHRIEBEN VONAndrew Hayward

Andrew ist der Managing Editor von Bitcoin.com News.