Von den schätzungsweise 200 bis 300 Krypto-Unternehmen, die derzeit in Brasilien tätig sind, würden nur 10 über die erforderliche Struktur und Finanzierung verfügen, um die neuen Vorschriften der Zentralbank zu erfüllen, die in einigen Fällen Kapitalanforderungen von bis zu 37,2 Millionen Reais – fast 7,2 Millionen US-Dollar – vorsehen.
Strenge Kapitalvorschriften lösen Massenabwanderung brasilianischer Krypto-Unternehmen aus

Das Wichtigste auf einen Blick
- Die strengen Vorschriften der brasilianischen Zentralbank könnten 290 von 300 Kryptobörsen zum Marktaustritt zwingen.
- Hohe Kapitalanforderungen von bis zu 7,2 Millionen US-Dollar verdrängen kleinere Plattformen vom Markt und lösen eine Welle von Marktaustritten aus.
- Krypto-Unternehmen müssen bis zum 30. Oktober einen Antrag stellen oder ihren Betrieb einstellen, was zu einer Konsolidierung des Marktes führt und gleichzeitig Innovationen bremst.
Der brasilianische Kryptomarkt dürfte sich nach Inkrafttreten neuer Kapitalvorschriften konsolidieren
Die brasilianische Krypto-Branche steht vor einem tiefgreifenden Wandel, da davon ausgegangen wird, dass die meisten Börsen und Krypto-Institute den Markt verlassen werden.
Analysten sagen, dass die neuen Kapitalanforderungen und Prüfungsverfahren Anbieter dezimieren würden, die nicht alle von der Zentralbank festgelegten Anforderungen erfüllen können.
Von den schätzungsweise 300 Anbietern von Dienstleistungen im Bereich virtueller Vermögenswerte (VASPs), die derzeit in Brasilien tätig sind, würden nur 20 bis 25 über die erforderliche Struktur verfügen, um eine Genehmigung zur Fortsetzung ihres Betriebs zu beantragen, wobei letztlich nur zehn tatsächlich eine Lizenz für die Fortführung ihrer VASP-Aktivitäten erhalten würden.
Die von der Zentralbank auferlegten strengen aufsichtsrechtlichen Kapitalanforderungen würden für kleinere Unternehmen ein Hindernis darstellen, da diese je nach Einstufung Kapital in Höhe von bis zu 37,2 Millionen Reais – fast 7,2 Millionen US-Dollar – vorhalten müssten.
Einige kleinere Firmen haben den Markt bereits verlassen: Bitnuvem, NovaDAX, Digitra und Coinext kündigten alle die Einstellung oder Umstrukturierung ihres Privatkundengeschäfts an, führten diese Entscheidungen jedoch nicht auf diese Vorschriften zurück.
Dennoch sind die Kapitalanforderungen nicht das einzige Compliance-Problem, mit dem Krypto-Unternehmen in Brasilien konfrontiert sind: Es ist die gesamte Compliance-Struktur, einschließlich Wirtschaftsprüfung, AML/CTF-Verfahren, ständiger Berichterstattung und der Bereitstellung von Informationen an die Zentralbank, die laut lokalen Berichten die Kosten in die Höhe treibt und den weiteren Betrieb wirtschaftlich unmöglich macht.
Isabel Longhi, Direktorin für öffentliche und regulatorische Politik für Lateinamerika bei Ripple, betonte, dass dies eine Marktkorrektur darstellen werde, die vorerst die Innovation einschränken werde.
Im Gespräch mit „Valor Investe“ erklärte Longhi, dass mit einer Konsolidierung zu rechnen sei, während der brasilianische Kryptomarkt reife. „Eine Verkleinerung des Marktes ist natürlich und sollte stattfinden. Unnatürlich wäre es hingegen, wenn man die Existenz des Marktes verhindern und kleine Akteure einfach deshalb aus dem Markt drängen würde, weil sie kleine Akteure sind“, betonte sie.
„Man trennt die Spreu vom Weizen, und das war das Ziel aller, die eine Regulierung wollten“, schloss sie.
Das Ausmaß dieses Konsolidierungsprozesses wird sich erst nach dem 30. Oktober zeigen, wenn die Unternehmen eine Zulassung beantragen müssen. VASPs, die keinen Antrag stellen, haben 30 Tage Zeit, ihren Betrieb einzustellen und ihre Kunden über die Schließung zu informieren.
Dieser Artikel wurde mithilfe von KI aus dem Englischen übersetzt. Die englische Originalversion ist die maßgebliche Quelle; automatische Übersetzungen können Ungenauigkeiten enthalten, insbesondere bei rechtlicher und regulatorischer Terminologie.












