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FTX-Klage: Binance lädt Kevin O’Leary und Michael Lewis vor

Binance und Gründer Changpeng Zhao haben im Streit um eine Rückforderungsklage von FTX über 1,76 Milliarden Dollar (rund 1,58 Milliarden Euro) Kevin O’Leary und Michael Lewis vorgeladen. Die Vorladungen richten sich an einen Investor, den FTX für Werbung bezahlt hatte, und an einen Autor, der Aufstieg und Fall von FTX-Mitgründer Sam Bankman-Fried beschrieben hat.

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FTX-Klage: Binance lädt Kevin O’Leary und Michael Lewis vor

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Binance und Changpeng Zhao verlangen per Vorladung Unterlagen von Kevin O’Leary, Michael Lewis, dem früheren Forbes-Analysten Steven Ehrlich und der Prüfungsgesellschaft BDO.
  • Der FTX Recovery Trust will von Binance und Zhao mindestens 1,76 Milliarden Dollar (rund 1,58 Milliarden Euro) aus einem Aktienrückkauf vom Juli 2021 zurückholen.
  • Ein Urteil der Insolvenzrichterin Karen B. Owens vom 24. Juli ließ die Ansprüche gegen Zhao und vier Binance-Gesellschaften zu, gegen zwei frühere Manager nicht.

Binance und CZ suchen Beweise über FTX hinaus

Binance und sein Gründer und früherer Chef Changpeng Zhao (CZ) haben den „Shark Tank“-Investor Kevin O’Leary und den Autor Michael Lewis vorgeladen, wie Bloomberg Law am 5. November berichtete. Das Fachportal berief sich auf eine Mitteilung, die am 4. November beim US-Insolvenzgericht für den Bezirk Delaware einging. Die Vorladungen ergingen im Verfahren um diese Rückforderungsklage, mit der Gelder zurückgeholt werden sollen, die vor der Insolvenz von FTX geflossen waren.

Weitere Adressaten der Vorladungen, mit denen Unterlagen und Informationen angefordert werden, sind Steven Ehrlich, früher Forschungsleiter für digitale Vermögenswerte bei Forbes, und die Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft BDO USA PC. Von Ehrlich, O’Leary und BDO verlangen Binance und Zhao laut Bloomberg Law „eine Vielzahl von Unterlagen und Informationen“.

Geführt wird die Klage gegen Binance und Zhao vom FTX Recovery Trust, der Forderungen für die Gläubiger eintreibt, und von FTX Digital Markets Ltd. Der Trust verlangt in einem weiteren Verfahren 1,15 Milliarden Dollar (rund 1,03 Milliarden Euro) von Genesis Digital Assets und verbundenen Unternehmen. Er wirft ihnen vor, dass in von Alameda finanzierte Investitionen veruntreute Kundengelder geflossen seien. Hat eine Rückforderung Erfolg, fließen die Vermögenswerte an die Kläger zurück und werden im Insolvenzverfahren verwaltet.

Für Kunden in Europa läuft ein Teil der Abwicklung getrennt. Wer sich ab dem 7. März 2022 bei FTX registriert hatte, gehörte zur Tochter FTX EU. Deren Guthaben begann die Börse Backpack im Mai 2025 in Euro auszuzahlen, wie das Magazin t3n berichtete. Ansprüche auf Kryptowährungen lassen sich darüber nicht geltend machen, sie können laut dem Bericht möglicherweise im US-Insolvenzverfahren eingereicht werden.

FTX bezahlte O’Leary, Lewis recherchierte bei Bankman-Fried

O’Leary war Investor und bezahlter Werbeträger von FTX, bevor die Börse im November 2022 zusammenbrach. Im Monat darauf machte er eine Werbevereinbarung mit FTX über rund 15 Millionen Dollar (rund 13,5 Millionen Euro) öffentlich und sagte, er habe rund 9,7 Millionen Dollar (rund 8,7 Millionen Euro) in Kryptowährungen investiert. Zudem habe er FTX-Anteile im Wert von mehr als 1 Million Dollar (rund 0,9 Millionen Euro) gehalten, die durch die Insolvenz wertlos geworden seien.

Lewis, als Finanzautor durch „The Big Short“ bekannt, verbrachte für sein Buch „Going Infinite: The Rise and Fall of a New Tycoon“ viel Zeit mit dem FTX-Mitgründer Sam Bankman-Fried (SBF). In dem Buch und in Interviews dazu beschrieb er das geschäftliche und private Leben des früheren Firmenchefs. Er stützte sich dabei auf Informationen, die er vor dem Zusammenbruch der Börse von Bankman-Fried erhalten hatte. Das Buch erschien im Oktober 2023, knapp ein Jahr nach dem Insolvenzantrag von FTX.

Gericht lässt die FTX-Rückforderungsklage weiterlaufen

Im Mittelpunkt der im November 2024 eingereichten Klage steht ein umstrittener Aktienrückkauf, der im Juli 2021 vereinbart wurde. Er umfasste eine Beteiligung von 20 Prozent am internationalen Geschäft von FTX und von 18,4 Prozent an der US-Muttergesellschaft. Die Insolvenzverwalter werfen Bankman-Frieds Handelsfirma Alameda Research vor, die Transaktion finanziert zu haben, obwohl FTX zu diesem Zeitpunkt bereits zahlungsunfähig gewesen sei. Bezahlt wurde mit dem FTX-Token FTT, dem Binance-Token BNB und BUSD, einem an den Dollar gekoppelten Stablecoin.

Die Kläger stufen die Transaktion als anfechtbare Vermögensübertragung ein und fordern mindestens 1,76 Milliarden Dollar (rund 1,58 Milliarden Euro) zurück. Binance und Zhao weisen die Vorwürfe zurück und beantragten, die Klage abzuweisen. Die Entscheidung der Insolvenzrichterin Karen B. Owens vom 24. Juli ließ die Rückforderungsklage dennoch weiterlaufen. Abgewiesen hat sie die Ansprüche wegen anfechtbarer Übertragung gegen die früheren Binance-Manager Samuel Wenjun Lim und Dinghua Xiao sowie gesonderte Ansprüche nach einzelstaatlichem Recht gegen die Binance-Beklagten. Die übrigen Rückforderungsansprüche gegen Zhao und vier Binance-Gesellschaften überstanden die Anträge auf Abweisung, der Streit um die Rückzahlung bleibt damit offen.

Dieser Artikel beruht auf einem Bericht unserer englischsprachigen Redaktion. Er wurde mithilfe von KI übersetzt und von Konstantin Kaiser geprüft, bearbeitet und freigegeben.

Über den Autor

GESCHRIEBEN VONKevin Helms

Kevin Helms ist ein Kryptowährungsjournalist, der sich auf Bitcoin, Blockchain-Regulierung und globale Märkte für digitale Vermögenswerte spezialisiert hat.