Der Makrostratege Raoul Pal sagt, die Wahrscheinlichkeit eines Bitcoin-Superzyklus sei deutlich gestiegen, und führt als Gründe den Druck zur Geldschöpfung durch Schulden, einen historischen weltweiten Boom bei den Investitionsausgaben sowie strukturelle Veränderungen im Umgang der Regierungen mit Staatsschulden an.Key Takeaways
Raoul Pal sagt, ein Bitcoin-Superzyklus sei 2026 wahrscheinlicher denn je

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- <li><span style="font-weight: 400;"> Raoul Pal sieht steigende Chancen für einen Superzyklus, angetrieben durch die Monetarisierung von Schulden und den größten Investitionsboom der Geschichte.</span></li>
- <li><span style="font-weight: 400;"> Die 90-prozentige Korrelation von Bitcoin mit dem globalen M2 deutet auf erhebliches Aufwärtspotenzial hin, sollte sich die Liquidität wie von Pal erwartet ausweiten.</span></li>
- <li><span style="font-weight: 400;"> Pals Kursziel von 450.000 USD pro BTC hängt davon ab, dass die Zentralbanken bis Ende 2026 Liquidität in den Markt pumpen.</span></li>
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Was stützt Pals Superzyklus-These?
Raoul Pal, Gründer von Real Vision und eine der meistbeachteten Makro-Stimmen in der Kryptowelt, schrieb am Sonntag auf X, dass er eine „steigende Wahrscheinlichkeit“ dafür sehe, dass die Märkte in einen Superzyklus eintreten – einen nachhaltigen und mehrjährigen Bullenlauf, wie man ihn noch nie zuvor gesehen hat. Der Auslöser, so argumentiert er, sei nicht das Bitcoin-Halving oder die Stimmung der Privatanleger, sondern die strukturellen Mechanismen der globalen Schuldenmärkte.

Laut Pal stützen sich Regierungen zunehmend auf die Emission kurzfristiger Schuldverschreibungen, um ihre Schuldenlast zu bewältigen, was die Zyklizität traditioneller Umschuldungsfenster verringert. Wenn diese Schuldverschreibungen fällig werden, sind die Zentralbanken praktisch gezwungen, Liquidität in das System zu pumpen, um systemischen Stress zu vermeiden. Diese Liquidität fließt historisch gesehen in Risikoanlagen, wobei Bitcoin die Vorreiterrolle einnimmt.
„Alle vier Jahre werden die globalen Schulden refinanziert, und die Zentralbanken sind gezwungen, Liquidität zu pumpen, um einen systemischen Zusammenbruch zu vermeiden“, erklärte Pal zuvor. Dieser Zyklus, den er von vier auf fünf Jahre ausgedehnt hat, scheint nun mit dem größten Boom bei den Investitionsausgaben (Capex) in der modernen Geschichte zusammenzufallen.Warum Pal glaubt, dass dieser Zyklus anders verlaufen könnte
Investitionen in Infrastruktur, künstliche Intelligenz und die Energiewende, so Pal, heizen das makroökonomische Feuer rasch an. Darüber hinaus argumentiert er seit langem, dass der Bitcoin-Preis zu 90 % mit der globalen M2-Geldmenge korreliert, was bedeutet: Wenn die Gelddruckmaschine läuft, tendiert Bitcoin dazu, noch stärker zu steigen.
Beim letzten Sui Basecamp setzte er ein Kursziel von 450.000 US-Dollar für Bitcoin an, falls sich die Superzyklus-These bewahrheiten sollte, obwohl er diese stets als wahrscheinliche Szenarien und nicht als Gewissheiten dargestellt hat. Bitcoin wird derzeit bei rund 81.000 US-Dollar gehandelt, was zwar unter seinem Höchststand von über 124.000 US-Dollar im Jahr 2025 liegt, aber immer noch komfortabel über der 80.000-Dollar-Marke. Pals Superzyklus-Argument würde, sofern es zutrifft, bedeuten, dass der aktuelle Preis eher eine Kaufgelegenheit als einen Zyklushöhepunkt darstellt. Das allgemeine makroökonomische Umfeld stützt seine Ansicht. Die Zinszahlungen der USA für die Staatsverschuldung sind auf ein seit Jahrzehnten nicht mehr gesehenes Niveau gestiegen, und die Federal Reserve steht unter zunehmendem Druck, die finanziellen Bedingungen zu lockern. Unterdessen deuten die von Analysten verfolgten globalen Liquiditätsindikatoren darauf hin, dass M2 wieder wächst, was mit früheren Bitcoin-Haussephasen übereinstimmt.
Bitcoin.com News hat bereits zuvor über Pals Ansicht berichtet, dass Kryptowährungen nun als Frühindikator für die finanzielle Belastung der USA fungieren – eine These, die an Bedeutung gewinnt, da traditionelle Finanzinstitute zunehmend digitale Vermögenswerte in ihren Bilanzen halten. Ob sich Pals Superzyklus tatsächlich materialisiert, bleibt abzuwarten. Doch angesichts der sich verschärfenden Staatsschuldenentwicklung, der auf Rekordhöhen liegenden Investitionsausgaben und der sich angleichenden Liquiditätszyklen gewinnt das Argument selbst unter Skeptikern an Glaubwürdigkeit.










