Raoul Pal, CEO von Real Vision, erklärte, Bitcoin weise eine Korrelation von 87 % zur globalen Liquidität auf, und argumentierte, der Vermögenswert folge eher dem Geldfluss durch das Finanzsystem als den Unternehmensgewinnen oder dem Nachrichtenzyklus.
Raoul Pal: Bitcoins Korrelation von 87 % zur globalen Liquidität übertrifft Unternehmensgewinne und Schlagzeilen

Das Wichtigste auf einen Blick
- Raoul Pal erklärte, Bitcoin weise eine Korrelation von 87 % zur globalen Liquidität auf.
- Pal bezifferte die Korrelation des Nasdaq auf 97 % und argumentierte, dass Geldströme mehr Gewicht hätten als Gewinne oder Nachrichten.
- Pals Prognose für Mai 2026 sieht einen Bitcoin-Kurs von 450.000 US-Dollar vor, sofern die Liquidität der Zentralbanken bis zum Jahresende zunimmt.
Eine detaillierte Erklärung
Pal, Gründer der Finanzmedienplattform Real Vision und ehemaliger Hedgefonds-Manager bei Goldman Sachs, ist einer der meistbeachteten Makro-Experten im Kryptobereich. Er hat einen Großteil der letzten sieben Monate damit verbracht, zu argumentieren, dass die Liquiditätsbedingungen – und nicht die Fundamentaldaten – die Preise digitaler Vermögenswerte bestimmen. In einem Beitrag auf X erklärte Pal:
„Bitcoin weist eine Korrelation von 87 % zur globalen Liquidität auf. Der Nasdaq weist eine Korrelation von 97 % auf. Das verrät etwas, was den meisten Menschen nie bewusst wird. Diese Vermögenswerte werden nicht wirklich auf der Grundlage von Gewinnen, Nachrichten oder dem aktuellen Thema der Woche gehandelt. Sie orientieren sich am Geldvolumen im System.“

Unter globaler Liquidität versteht man den gesamten Geldpool, der in die Finanzmärkte fließen kann; dieser wird typischerweise anhand der Bilanzen der Zentralbanken, der globalen M2-Geldmenge (weite Geldmenge) und des Kreditwachstums der Banken gemessen.
Analysten des Krypto-Market-Makers Keyrock haben ein Modell mit achtmonatiger Verzögerung entwickelt, das nachverfolgt, wie sich die Emission von Schatzwechseln auf die Bitcoin-Renditen auswirkt – ein Rahmenkonzept, das Pals Korrelationsbehauptung bestätigt. Der Netto-Liquiditätsindikator des Unternehmens, definiert als Bilanz der Federal Reserve abzüglich der Kassenbestände des Finanzministeriums und der Reverse-Repo-Salden, soll aufzeigen, wie viel Kaufkraft zu einem bestimmten Zeitpunkt tatsächlich in die Märkte fließt.
Eine bekannte These, aktualisierte Zahlen
Pals Zahlen bauen auf einer Position auf, die er im Mai ausführlicher dargelegt hatte, als er den Zuschauern von Real Vision erklärte, dass Bitcoin eine Korrelation von etwa 90 % mit der globalen Geldmenge aufweise, und argumentierte, dass die Abhängigkeit der Regierungen von der Emission kurzfristiger Schuldtitel die Zentralbanken dazu zwinge, in wiederkehrenden Zyklen Liquidität zuzuführen.
„Alle vier Jahre werden die weltweiten Schulden refinanziert, und die Zentralbanken sind gezwungen, Liquidität zuzuführen, um einen systemischen Zusammenbruch zu vermeiden“, sagte Pal damals. Diese These untermauert sein Kursziel von 450.000 US-Dollar für Bitcoin, das seiner Aussage nach davon abhängt, dass die Zentralbanken die Liquidität noch vor Jahresende deutlich ausweiten.
Die noch engere Korrelation des Nasdaq
Die vielleicht auffälligste Zahl in Pals Beitrag ist die Korrelation von 97 %, die er dem Nasdaq, dem technologieorientierten US-Aktienindex, zuordnete. Eine derart enge Korrelation würde darauf hindeuten, dass Bitcoin und Mega-Cap-Tech-Aktien mittlerweile als nahezu identische Stellvertreter für dieselben Liquiditätsbedingungen gehandelt werden und nicht als separate Anlageklassen, die auf unterschiedliche Auslöser reagieren. Diese Sichtweise widerspricht der Vorstellung, dass Bitcoin in erster Linie aufgrund seiner eigenen Angebotsdynamik, Halving-Zyklen oder Schlagzeilen zur Akzeptanz gehandelt wird.
Pal ist nicht der Einzige, der dieses Argument vorbringt, wie auch der Vorstandsvorsitzende von Strategy Inc. (Nasdaq: MSTR) Executive Chairman Michael Saylor Anfang dieses Monats erklärte, der traditionelle vierjährige, von Halvings getriebene Zyklus von Bitcoin sei „nicht mehr das dominierende Modell“, und verwies stattdessen auf ETF-Zuflüsse, den Aufbau von Beständen in Unternehmenskassen, staatliche Reserven und globale Liquiditätsbedingungen als die wichtigeren Treiber. Er fügte hinzu:
In den nächsten zehn Jahren wird die Entwicklung von Bitcoin weniger von der Ausgabe durch Miner als vielmehr von Kapitalströmen bestimmt werden.
Allerdings liegen weder für Pal noch für die Korrelationszahlen in seinem Beitrag zugrunde liegende Datensätze oder eine veröffentlichte Methodik vor, und die Stärke des Zusammenhangs zwischen Bitcoin und Liquidität schwankte im Laufe des Jahres 2026, als die Liquiditätsimpulse stiegen und fielen. Keyrocks eigene Beobachtungen ergaben, dass die Reaktion von Bitcoin auf die Emission von US-Staatsanleihen um etwa acht Monate verzögert eintritt, was bedeutet, dass aktuelle Korrelationswerte wahrscheinlich eher die Liquiditätsbedingungen widerspiegeln, die Monate zuvor herrschten, als die aktuelle Situation in Echtzeit.
Der nächste entscheidende Faktor für die These des Real-Vision-Gründers wird sein, ob die Zentralbanken die Bilanzausweitung fortsetzen, die seiner Meinung nach erforderlich ist, um sein Kursziel von 450.000 US-Dollar im Spiel zu halten.
Dieser Artikel wurde mithilfe von KI aus dem Englischen übersetzt. Die englische Originalversion ist die maßgebliche Quelle; automatische Übersetzungen können Ungenauigkeiten enthalten, insbesondere bei rechtlicher und regulatorischer Terminologie.












