Die dezentrale Prognosemarkt-Plattform Polymarket hat Japan ins Visier genommen, einen lokalen Vertreter ernannt und eine offizielle Lobbykampagne gestartet, um bis 2030 eine behördliche Genehmigung zu erhalten.Key Takeaways
Polymarket strebt den Markteintritt in Japan an und ernennt einen Vertreter, um die Zulassung bis 2030 voranzutreiben

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- <li><span style="font-weight: 400;"> Polymarket hat Mike Eidlin zum Vertreter für Japan ernannt und strebt bis 2030 eine behördliche Genehmigung für Prognosemärkte an.</span></li>
- <li><span style="font-weight: 400;"> Polymarket erreichte im März ein monatliches Handelsvolumen von 10 Mrd. US-Dollar und verzeichnete im April 678.342 Nutzer gegenüber dem Konkurrenten Kalshi.</span></li>
- <li><span style="font-weight: 400;"> Die Genehmigung in Japan hängt davon ab, dass die FSA Prognosemärkte als neue Produktklasse nach lokalem Recht einstuft.</span></li>
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Markteintritt in Japan mit starker Lobbyarbeit
Polymarket, der Blockchain-basierte Prognosemarkt, der im März 2026 erstmals ein monatliches Handelsvolumen von 10 Milliarden US-Dollar erreichte, drängt gezielt in einen der größten und am stärksten regulierten Finanzmärkte Asiens vor. Bloomberg berichtete am 22. Mai, dass das Unternehmen Mike Eidlin zum Vertreter für Japan ernannt hat und sich darauf vorbereitet, bei Regulierungsbehörden und Gesetzgebern für die Genehmigung zum Betrieb von Prognosemärkten vor Ort zu werben, wobei die Genehmigung bis 2030 angestrebt wird.

Japan ist seit langem ein Vorreiter bei der Krypto-Regulierung in Asien. Nach dem Zusammenbruch von Mt. Gox im Jahr 2014 gehörte es zu den ersten Ländern weltweit, die einen formellen Lizenzrahmen für Krypto-Börsen einführten, der alle Plattformen zur Registrierung bei der Finanzaufsichtsbehörde (FSA) verpflichtet. Und obwohl dieser Rahmen stetig erweitert wurde, wurden Prognosemärkte als eigenständige Produktklasse bisher noch nicht berücksichtigt.
Polymarket setzt nach einem Handelsmonat mit 10 Mrd. US-Dollar auf Japan
Der Zeitplan für die Genehmigung bis 2030 ist bewusst gewählt, da Japans Regulierungsprozess in jeder Hinsicht äußerst akribisch ist und neue Produktkategorien, insbesondere solche, die mit der DeFi-Infrastruktur (Decentralized Finance) und kryptogesicherten Märkten verbunden sind, in der Regel längere Prüfungsfristen erfordern (die sich manchmal über Jahre erstrecken).
Die Entscheidung von Polymarket, bereits jetzt einen Vertreter zu ernennen und frühzeitig mit Lobbyarbeit zu beginnen, signalisiert, dass das Unternehmen Japan als langfristiges institutionelles Projekt und nicht als opportunistische Expansion betrachtet. Dieser Schritt folgt auf eine Reihe von Meilensteinen der Plattform, die das Profil von Polymarket in letzter Zeit deutlich gestärkt haben. Anfang dieses Jahres erhielt das Unternehmen die Genehmigung der Commodity Futures Trading Commission (CFTC), in den USA als Designated Contract Market (DCM) zu agieren – ein Meilenstein, der es ihm ermöglichte, den Handel mit Perpetual-Futures aufzunehmen. Anschließend führte es im April Polymarket USD ein, einen neuen Stablecoin, der bridged USDC.e als primäre Sicherheit ablöste, sowie ein Upgrade der Smart-Contract-Infrastruktur, das die Gasgebühren senkte.
Dank dieser Angebote verzeichnete die Plattform allein im April 678.342 Unique User – mehr als das Achtfache der geschätzten Nutzerbasis des Konkurrenten Kalshi. Zudem befand sich das Unternehmen in Verhandlungen über eine Kapitalbeschaffung von 400 Millionen US-Dollar bei einer Bewertung von 15 Milliarden US-Dollar, was das allgemeine Vertrauen der Investoren in das kommerzielle Potenzial des Prognosemarktsektors widerspiegelt.










