Keel Infrastructure hat seinen gesamten Bitcoin-Mining-Betrieb in den USA eingestellt, um Standorte mit hoher Stromkapazität für KI und Hochleistungsrechner umzurüsten. Die Umstellung geht mit geringeren Gewinnen und anhaltenden Bitcoin-Verkäufen einher, doch das Unternehmen gibt an, dass seine Liquidität in Höhe von 819 Millionen US-Dollar ihm Spielraum für die Finanzierung weiterer Entwicklungen verschafft.
Keel stellt das gesamte Bitcoin-Mining ein und hält 819 Millionen Dollar für den Umstieg auf KI bereit

Die wichtigsten Erkenntnisse
- Keel hat den gesamten Bitcoin-Mining-Betrieb in den USA eingestellt, da der Umsatz im zweiten Quartal im Zuge der Neuausrichtung auf KI um 50 % auf 30,4 Mio. US-Dollar sank.
- Keel verkaufte 1.085 BTC und verfügt nun über eine Liquidität von 819 Mio. US-Dollar, während Mining-Unternehmen höhere Renditen im Bereich der KI-Infrastruktur anstreben.
- Die nächste Herausforderung für Keel besteht darin, nach der 18-monatigen Umstellung KI-Mieter für drei vorrangige Standorte in den USA zu gewinnen.
Keel verkauft 1.085 BTC, während der Umsatz im zweiten Quartal um 50 % zurückgeht
Keel Infrastructure hat die Einstellung seines US-amerikanischen Bitcoin-Mining-Betriebs abgeschlossen und damit einen der bislang deutlichsten Brüche mit der Branche vollzogen, auf der sein Energieportfolio aufgebaut war.
Das Unternehmen bereitet seine amerikanischen Standorte nun auf Workloads im Bereich der künstlichen Intelligenz (KI) und des Hochleistungsrechnens vor. Drei vorrangige Projekte stehen kurz vor dem Erhalt aller Genehmigungen, während Keel laut CEO Ben Gagnon im Bericht des Unternehmens zum zweiten Quartal 2026 in aktiven Gesprächen mit mehreren potenziellen Mietern steht.
„Die Stromversorgung ist der Engpass. Alles andere hängt davon ab“, sagte Gagnon und beschrieb damit die Grundidee hinter einem Wandel, der vor etwa 18 Monaten begann.
Bitcoin-Verkäufe stärken Liquiditätsposition in Höhe von 819 Millionen US-Dollar
Die Neuausrichtung belastet das bisherige Geschäft von Keel. Der Umsatz im zweiten Quartal sank gegenüber dem Vorjahr um 50 % auf 30,4 Millionen US-Dollar, was zum Teil auf niedrigere Bitcoin-Preise und die Einstellung des Mining-Betriebs in Moses Lake im April zurückzuführen ist. Keel verzeichnete einen Nettoverlust von 65 Millionen US-Dollar, während das bereinigte EBITDA bei minus 24 Millionen US-Dollar lag.
Keel baut zudem seine Bitcoin-Bestände ab. Zwischen dem 1. April und dem 7. August verkaufte das Unternehmen 1.085 BTC für 75 Millionen US-Dollar, sodass nun noch 1.861 BTC in der Bilanz verbleiben.
Das Unternehmen schloss diesen Zeitraum mit einer Liquidität von rund 819 Millionen US-Dollar ab, darunter 698 Millionen US-Dollar an frei verfügbaren Barmitteln und 121 Millionen US-Dollar an unbelasteten Bitcoins. Zudem nahm das Unternehmen im Laufe des Quartals 458 Millionen US-Dollar durch Wandelanleihen auf.
Unterdessen expandiert Keel über seine US-Pipeline hinaus. Das Projekt in Sherbrooke, Quebec, umfasst eine Vereinbarung über die bedingte Übertragung und den Betrieb von 96 MW Stromkapazität.
Bitcoin-Miner streben höhere Renditen im KI-Bereich an
Die Strategie von Keel folgt einem allgemeinen Trend unter den Minern, die Netzanschlüsse und Stromverträge zunehmend als wertvoller ansehen als Mining-Ausrüstung. Bitdeer unterzeichnete kürzlich einen 16-jährigen Vertrag über KI-Infrastruktur im Wert von rund 4,7 Milliarden US-Dollar für 121 MW Rechenkapazität auf seinem Tydal-Campus in Norwegen.
MARA-CEO Fred Thiel erklärte kürzlich, das Unternehmen strebe den Aufbau einer groß angelegten KI-Infrastruktur an, da knappe Stromressourcen weitaus höhere Renditen erzielen können, wenn sie für KI genutzt werden statt für das Bitcoin-Mining – wobei das Bitcoin-Mining nur dort rentabel ist, wo Strom weiterhin außergewöhnlich günstig ist.
Keel hat bislang noch keinen vergleichbaren langfristigen KI-Mietvertrag bekannt gegeben. Daher ist der nächste Meilenstein für das Unternehmen von entscheidender Bedeutung. Das Unternehmen hat sich bereits aus dem US-Mining zurückgezogen und das Kapital aufgebracht; nun benötigt es unter Vertrag stehende Kunden, um zu beweisen, dass knapper Strom in nachhaltige KI-Einnahmen umgewandelt werden kann.
Dieser Artikel wurde mithilfe von KI aus dem Englischen übersetzt. Die englische Originalversion ist die maßgebliche Quelle; automatische Übersetzungen können Ungenauigkeiten enthalten, insbesondere bei rechtlicher und regulatorischer Terminologie.












