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JPMorgan: Die Dividendenbelastung von Strategy in Höhe von 1,7 Milliarden Dollar könnte zu weiteren Bitcoin-Verkäufen führen

JPMorgan warnte, dass die Fähigkeit von Strategy, jährliche Dividenden in Höhe von rund 1,7 Milliarden US-Dollar zu finanzieren, die zweite Jahreshälfte des Kryptomarktes prägen könnte, nachdem das Unternehmen zum ersten Mal seit 2022 Bitcoin verkauft hatte.

Key Takeaways

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JPMorgan: Die Dividendenbelastung von Strategy in Höhe von 1,7 Milliarden Dollar könnte zu weiteren Bitcoin-Verkäufen führen
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  • <li><span style="font-weight: 400;">JPMorgan bezeichnete die jährlichen Dividendenzahlungen von Strategy in Höhe von rund 1,7 Mrd. US-Dollar als einen entscheidenden Faktor für die Entwicklung des Kryptomarktes im zweiten Halbjahr 2026. </span></li>
  • <li><span style="font-weight: 400;">Strategy verkaufte Ende letzten Monats 32 BTC für 2,5 Mio. US-Dollar – der erste Verkauf seit 2022 –, um Vorzugsdividenden zu finanzieren.</span></li>
  • <li><span style="font-weight: 400;">Die Bank schätzt die Wahrscheinlichkeit, dass der CLARITY Act in diesem Jahr verabschiedet wird, auf unter 50 %, was einen wichtigen Katalysator abschwächt.</span></li>
  • </ul>
  • <p><span style="font-weight: 400;">

Eine 1,7-Milliarden-Dollar-Frage

JPMorgan erklärte, die Entwicklung des Kryptomarktes in der zweiten Jahreshälfte werde zum Teil davon abhängen, wie Strategy Inc. (Nasdaq: MSTR) seine jährlichen Dividendenverpflichtungen in Höhe von rund 1,7 Mrd. USD finanziert, und bezeichnete den Finanzierungsplan (neben dem Schicksal der US-Kryptogesetzgebung) als zentrale Variable für die kommenden Monate.

Die Besorgnis folgt auf einen symbolischen, aber aufmerksam beobachteten Schritt, als Strategy zwischen dem 26. und 31. Mai 32 BTC verkaufte und dabei etwa 2,5 Millionen US-Dollar zu einem Durchschnittspreis von 77.135 US-Dollar erzielte – der erste offengelegte Bitcoin-Verkauf des Unternehmens seit 2022. JPMorgan bezeichnete die Transaktion als geringfügig und freiwillig, merkte jedoch an, dass sie die Frage aufwerfe, ob das Unternehmen weiterhin Bitcoin verkaufen könnte, um Ausschüttungen zu decken.

Tweet discussing JP Morgan's views on Strategy's recent BTC offloading activities.
Bildquelle: X

Analysten von JPMorgan sagten, Strategy müsse möglicherweise seine Dollarreserven auffüllen, um Bedenken hinsichtlich künftiger Bitcoin-Verkäufe im Zusammenhang mit Dividendenverpflichtungen zu zerstreuen. Der Vorstandsvorsitzende Michael Saylor hatte lange Zeit eine „Never Sell“-Philosophie gepredigt, sodass selbst eine symbolische Veräußerung einen symbolischen Bruch darstellt. Bei der Bekanntgabe der Ergebnisse des ersten Quartals hatte er

diesen Schritt bereits angekündigt und erklärt, Strategy werde „wahrscheinlich einige Bitcoin verkaufen, um eine Dividende zu zahlen, nur um den Markt zu beruhigen und die Botschaft zu senden, dass wir es getan haben“.

Der Betrag war im Verhältnis zur Bilanz unbedeutend, da die 32 BTC etwa 0,0038 % der Bestände des Unternehmens ausmachten. Zum 31. Mai hielt Strategy 843.706 BTC, die für etwa 63,87 Milliarden US-Dollar erworben worden waren, was einem Durchschnittspreis von 75.699 US-Dollar pro Coin entspricht. Bitcoin.com News berichtete, dass die MSTR-Aktie nach dem Verkauf um etwa 7 % fiel, während die Krypto-Community über dessen Bedeutung stritt.

Für Saylor bestand die Logik darin, Ratingagenturen und Investoren zu zeigen, dass der Bitcoin-Bestand als nutzbares Kapital für Dividenden dienen kann, ohne einen Notverkauf erzwingen zu müssen. Für Skeptiker durchbricht selbst ein winziger Verkauf die „Diamanthände“-Erzählung und wirft Fragen darüber auf, was passiert, wenn die Dividendenrechnung weiter knapper wird.

Gesetzgebung und das Gesamtbild

JPMorgan verband die Situation von Strategy mit einer breiteren, vorsichtigeren Sichtweise auf digitale Vermögenswerte. Die Bank senkte ihren Ausblick und schätzt die Wahrscheinlichkeit, dass der Digital Asset Market Clarity (CLARITY) Act noch in diesem Jahr in Kraft tritt, nun auf unter 50 %. Als Gründe nannte sie das sich vor den Zwischenwahlen verengende Zeitfenster im Kongress und einen ungelösten Streit darüber, ob Stablecoins Renditen zahlen dürfen.

Das ist von Bedeutung, da klare Bundesvorschriften weithin als potenzieller Katalysator für die nächste Phase der institutionellen Akzeptanz angesehen wurden. Ein ins Stocken geratener CLARITY Act beseitigt eines der optimistischeren kurzfristigen Szenarien, wodurch unternehmensspezifische Risiken wie der Finanzierungsplan von Strategy die Marktstimmung stärker belasten.

Dennoch rechnet JPMorgan nicht damit, dass Strategy einen Rückzug antritt; die Bank prognostiziert, dass die Bitcoin-Käufe des Unternehmens im Jahr 2026 etwa 32 Milliarden US-Dollar erreichen werden, was darauf hindeutet, dass sie den Verkauf Ende Mai eher als Ausnahme denn als Beginn eines Trends betrachtet.

Die unmittelbare Bewährungsprobe in der Zukunft besteht darin, wie Strategy seine nächste Dividendenrunde finanziert, denn wenn das Unternehmen auf Dollarreserven oder neue Kapitalbeschaffungen zurückgreift, verblasst die Frage: „Werden sie mehr Bitcoin verkaufen?“ Sollte das Unternehmen mit einem weiteren Verkauf – selbst einem kleinen – auf den Markt zurückkehren, ist mit einer erneuten genauen Prüfung des Modells zu rechnen, das Strategy zum größten Unternehmensinhaber von Bitcoin gemacht hat.