Grayscale hat sich dazu geäußert, ob Bitcoin nach dem jüngsten Rückgang des BTC-Kurses unter 60.000 US-Dollar günstig ist. Das Unternehmen verweist Anleger auf zwei entscheidende Faktoren, die darüber entscheiden könnten, ob der Markt die Talsohle erreicht hat.
Ist Bitcoin endlich günstig? Grayscale nennt zwei Faktoren, die über die nächste Entwicklung von BTC entscheiden könnten

Die wichtigsten Erkenntnisse
- Grayscale sagt, der jüngste Rückgang von Bitcoin habe BTC unter das langfristige Bewertungsniveau gedrückt.
- Fortschritte beim CLARITY Act könnten die Stimmung am Bitcoin-Markt beeinflussen.
- Händler mit Hebelwirkung könnten darüber entscheiden, ob der Verkaufsdruck nachlässt oder die Volatilität zurückkehrt.
Bewertungskennzahlen für Bitcoin deuten darauf hin, dass BTC unterbewertet sein könnte
Der jüngste Rückgang von Bitcoin auf ein neues Zyklustief unter 60.000 US-Dollar hat bei Anlegern eine zentrale Frage aufgeworfen: Ist Bitcoin endlich wieder günstig? Die Antwort könnte die Stimmung für den Rest des Zyklus beeinflussen.
Laut einem Forschungsbericht vom 9. Juni von Zach Pandl, dem Forschungsleiter bei Grayscale Investments, deutet ein zusammengesetzter On-Chain-Bewertungsindikator darauf hin, dass Bitcoin derzeit unter seiner langfristigen Durchschnittsbewertung gehandelt wird. Ob BTC die Talsohle erreicht hat, könnte von den Fortschritten bei der Regulierung und den gehebelten Anlegern abhängen, doch die Daten deuten im Vergleich zu historischen Trends auf eine Unterbewertung hin.
„Die Antwort – gemäß den Signalen einer Reihe von On-Chain-Bewertungsindikatoren – lautet ja, aber nicht in demselben Maße wie bei früheren zyklischen Tiefstständen“, schrieb Pandl als Antwort auf die Frage „Ist Bitcoin schon günstig?“ Die neuesten Werte zeigen, dass BTC unter seinem langfristigen Bewertungsdurchschnitt liegt, jedoch nicht annähernd so stark wie die tieferen Abschläge, die nach dem Zusammenbruch von FTX zu beobachten waren.
Der Forschungsleiter von Grayscale erklärte:
„Wir glauben, dass dieser Bärenmarkt flacher ausfallen könnte als in der Vergangenheit, angesichts eines zuvor gedämpfteren Bullenmarkts sowie Verbesserungen der Marktstruktur durch die Verfügbarkeit von ETPs, den Einsatz von Vermögensplattformen und andere Formen der institutionellen Akzeptanz.“
Pandl argumentiert, dass sich die Marktstruktur von Bitcoin in den letzten Jahren erheblich verändert hat. Börsengehandelte Produkte, der Zugang zu Vermögensverwaltungsplattformen und die institutionelle Akzeptanz könnten erklären, warum Bitcoin möglicherweise nicht erneut die früheren Extreme des Bärenmarktes erreichen muss, um Käufer anzuziehen.
Das Bewertungsmodell kombiniert drei On-Chain-Indikatoren. Der Net Unrealized Profit and Loss (NUPL) misst, ob Inhaber Gewinne oder Verluste verzeichnen. Das Preis-Cumulative-Value-Days-Destroyed-Verhältnis (CVDD) vergleicht den Bitcoin-Preis mit einer langfristigen Wertbenchmark, die auf der Bewegung von langfristig gehaltenen Coins basiert. Das Marktkapitalisierung-Thermo-Cap-Verhältnis vergleicht den Marktwert von Bitcoin mit den kumulierten Einnahmen der Miner.
Der CLARITY Act und gehebelte Händler könnten die nächste Bewegung von BTC bestimmen
Trotz der ermutigenden Bewertungssignale sagt Grayscale, dass zwei wichtige Faktoren die nächste Entwicklung von Bitcoin bestimmen könnten. Der erste ist das Schicksal des CLARITY Act im US-Senat. Grayscale sieht die Gesetzgebung als kurzfristigen Katalysator, der beeinflussen könnte, wie Investoren das regulatorische Risiko bei digitalen Vermögenswerten einschätzen.
Der CLARITY Act würde eine bundesweite Marktstruktur für digitale Vermögenswerte schaffen, einschließlich Regeln für die Klassifizierung von Token, Börsen, Broker, Verwahrung und Offenlegungspflichten. Das US-Repräsentantenhaus verabschiedete den Gesetzentwurf im Jahr 2025, und der Bankenausschuss des Senats brachte ihn im Mai in einer parteiübergreifenden Abstimmung voran. Der Gesetzentwurf muss noch vom gesamten Senat gebilligt werden. Der zweite Faktor ist, ob Bitcoin-Inhaber mit Hebelwirkung dem aktuellen Marktdruck standhalten können, ohne zusätzliche Verkäufe auszulösen. Sollten stark gehebelte Anleger gezwungen sein, ihre Positionen aufzulösen, könnte Bitcoin erneut einer Abwärtsvolatilität ausgesetzt sein. Der Forschungsleiter von Grayscale erklärte:
„Wir bleiben optimistisch in Bezug auf CLARITY, aber die Prognosemärkte sagen, dass es ein Kopf-an-Kopf-Rennen ist.“
Anleger beobachten beide Entwicklungen aufmerksam. Fortschritte bei der Regulierung könnten das Vertrauen stärken, während eine stabilisierte Verschuldung die Sorgen über Zwangsverkäufe mindern könnte.
Derzeit ist Grayscale der Ansicht, dass die aktuelle Bewertung von Bitcoin eine attraktive Chance für langfristige Anleger bieten könnte. Das Unternehmen geht nicht von einem definitiven Markttief aus, doch seine Untersuchungen deuten darauf hin, dass BTC im Vergleich zu historischen Normen mit einem Abschlag gehandelt wird. Ob dieser Abschlag zu einem dauerhaften Tiefpunkt wird, könnte von den Fortschritten im Senat, den Hebelbedingungen und den Marktspannungen abhängen.












