Die französische Glücksspielaufsichtsbehörde hat Internetdienstanbieter angewiesen, den Zugang zur kryptobasierten Prognoseplattform Polymarket vollständig zu sperren.
Frankreich weist Internetdienstanbieter an, Polymarket zu sperren, nachdem die Besucherzahlen aus Frankreich auf 578.000 gestiegen sind

Das Wichtigste auf einen Blick
- Am 17. Juli wies die ANJ französische Internetdienstanbieter an, die Prognoseplattform Polymarket vollständig zu sperren.
- Datenmanipulationen bei Meteo-France haben Schwachstellen in Prognosemärkten aufgedeckt.
- Frankreich schließt sich damit drei EU-Staaten an, darunter Deutschland und Italien, die bereits Vorschriften gegen Websites wie Polymarket erlassen haben.
Traffic von Polymarket über französische IP-Adressen steigt sprunghaft an
Die französische Glücksspielaufsichtsbehörde gab am Freitag bekannt, dass sie Internetdienstanbieter angewiesen hat, den Zugang zu Polymarket vollständig zu sperren, und damit das harte Vorgehen gegen die Prognoseplattform verschärft hat – aus Angst vor grassierender Marktmanipulation und illegalem Glücksspiel.
Laut einem Bericht von France 24 verstärkt die Entscheidung der Autorité nationale des jeux (ANJ) ein Transaktionsverbot, das erstmals im November 2024 eingeführt wurde. Trotz früherer finanzieller Einschränkungen stellte die Aufsichtsbehörde fest, dass der Traffic aus Frankreich auf die Plattform weiter anstieg und allein im letzten Monat 578.000 Besuche von französischen IP-Adressen verzeichnete. Nach französischem Recht stellte die ANJ fest, dass die Echtzeit-Quotenaktualisierungen der Website als eine Form illegaler Werbung fungierten.
„Werbung jeglicher Art zugunsten einer nicht zugelassenen Wett- oder Glücksspiel-Website stellt eine Straftat dar“, erklärte die Regulierungsbehörde und warnte, dass Verstöße zu Unternehmensstrafen in Höhe von bis zu rund 114.000 US-Dollar führen könnten.
Im Mittelpunkt des entschlossenen Vorgehens der Regulierungsbehörde stehen wachsende Bedenken hinsichtlich der Datenintegrität und manipulierter Wetten. Im April reichte die französische Wetterbehörde Météo-France nach einem Sicherheitsvorfall eine Beschwerde gegen die Prognoseplattform ein.
Nach Angaben von Behördenvertretern drangen Hacker in eine der digitalen Wettersonden von Météo-France ein, um Umweltdaten absichtlich zu manipulieren. Die Cyber-Manipulation sollte gezielt bestimmte Ergebnisse bei den wetterbezogenen Prognosepools von Polymarket herbeiführen, wodurch betrügerische Händler garantierte Auszahlungen aus manipulierten Wetten sichern konnten.
Weltweite Bedenken hinsichtlich Insiderhandel
Der Vorfall deckte gravierende strukturelle Schwachstellen bei der Validierung externer Dateneingaben durch Prognoseplattformen auf. Der Vorfall löste eine formelle Untersuchung durch die Abteilung für Cyberkriminalität der Pariser Staatsanwaltschaft aus. Die Ermittler stellten fest, dass der Plattform notwendige Schutzmechanismen und grundlegende Sicherheitsvorkehrungen fehlten – wie beispielsweise eine standardmäßige Identitätsprüfung und die Einhaltung der „Know-Your-Customer“-Vorschriften –, was sie zu einem attraktiven Ziel für ausgeklügelte Datenmanipulationsmaschen machte. Die Manipulation der französischen Wetterstation ist Teil einer breiteren Reihe von Sicherheits- und Insiderhandelsskandalen, die den Prognosemarktsektor weltweit plagen.
In den USA wird gegen einen Soldaten Anklage vor einem Bundesgericht erhoben, nachdem er angeblich geheime militärische Informationen genutzt haben soll, um auf den Ausgang einer Operation im Januar zu wetten, deren Ziel die Festnahme des ehemaligen venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro war. Der Soldat soll durch die Insider-Wetten einen Gewinn von mehr als 400.000 US-Dollar erzielt haben.
Am 16. Juli suspendierte das Weiße Haus einen Teleprompter-Bediener aufgrund von Vorwürfen, er habe gezielte Wetten auf den genauen Wortlaut und Inhalt bevorstehender Reden von US-Präsident Donald Trump platziert.
Die Aufsichtsbehörden haben zudem auf einzelne Händler hingewiesen, die im Alleingang ganze Märkte beeinflussen können, und dabei einen französischen Händler namens „Fredi9999“ angeführt, der Berichten zufolge durch Wetten in Millionenhöhe die Quoten bei politischen Wetten verschoben und schließlich einen Gewinn von rund 50 Millionen Dollar erzielt haben soll.
Zwar erlaubt Frankreich streng regulierte Online-Sportwetten, doch hält der Staat an einem strikten Verbot unregulierter Prognosemärkte fest, die süchtig machende Funktionen ohne Verbraucherschutzgesetze bieten. Frankreich schließt sich nun mehreren anderen europäischen Ländern an, darunter Deutschland, Italien und Spanien, die Schritte unternommen haben, um dezentrale Prognosemärkte systematisch einzuschränken oder zu verbieten.
Dieser Artikel wurde mithilfe von KI aus dem Englischen übersetzt. Die englische Originalversion ist die maßgebliche Quelle; automatische Übersetzungen können Ungenauigkeiten enthalten, insbesondere bei rechtlicher und regulatorischer Terminologie.












