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Die rekordverdächtige Beschlagnahmung von 127.271 BTC durch das US-Justizministerium rückt im Zuge der Betrugsbekämpfung erneut in den Fokus

Der Rekordfall des US-Justizministeriums zur Einziehung von Bitcoin hat die weltweiten Betrugsnetzwerke, die mit Kryptobetrug, illegalem Handel und organisierter Kriminalität in Verbindung stehen, erneut ins Visier der Behörden gerückt. Die Behörden beantragten die Einziehung von 127.271 BTC im Wert von rund 15 Milliarden US-Dollar.

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Die rekordverdächtige Beschlagnahmung von 127.271 BTC durch das US-Justizministerium rückt im Zuge der Betrugsbekämpfung erneut in den Fokus

Wichtige Erkenntnisse

  • Die Behörden beantragten die Einziehung von 127.271 BTC in einem Fall, der den kambodschanischen Staatsbürger Chen Zhi betraf.
  • Bundesermittler brachten Kryptobetrug mit Menschenhandel, Geldwäsche und Netzwerken der organisierten Kriminalität in Verbindung.
  • Die Maßnahmen des DOJ und des FBI zeigen einen zunehmenden Druck auf Betrugsnetzwerke, die in Südostasien und darüber hinaus operieren.

Rekord-Bitcoin-Fall rückt globale Betrugsnetzwerke wieder in den Fokus

Der Rekordfall des US-Justizministeriums (DOJ) zur Einziehung von Bitcoin ist nach neuen Berichten über weltweite Razzien gegen Betrugsnetzwerke wieder in den Fokus gerückt. Der Fall wurde erstmals am 14. Oktober 2025 vom Justizministerium bekannt gegeben, als die Staatsanwaltschaft Anklage gegen den kambodschanischen Staatsbürger Chen Zhi erhob und eine damit verbundene zivilrechtliche Einziehungsklage einreichte.

Das Justizministerium erklärte, Chen, auch bekannt als Vincent, habe die Prince Holding Group, einen in Kambodscha ansässigen Mischkonzern, gegründet und geleitet. Die Staatsanwaltschaft klagte ihn in Brooklyn wegen Verschwörung zum Telekommunikationsbetrug und Verschwörung zur Geldwäsche an. Das DOJ reichte zudem eine zivilrechtliche Einziehungsklage gegen etwa 127.271 BTC ein, die zum damaligen Zeitpunkt einen Wert von rund 15 Milliarden US-Dollar hatten und sich in US-Gewahrsam befanden. Das DOJ merkte an:

„Die Klage ist die größte Einziehungsklage in der Geschichte des Justizministeriums.“

Die Democratic Karen Benevolent Army (DKBA) ist eine bewaffnete Miliz in Myanmar, der Verbindungen zur chinesischen organisierten Kriminalität nachgesagt werden. Die US-Behörden haben die Gruppe wegen früherer groß angelegter Betrugsoperationen mit Sanktionen belegt und sie mit grenzüberschreitenden kriminellen Aktivitäten in Verbindung gebracht. Das FBI teilte mit, dass die Operation Haochen auf den Tai-Chang-Betrugsstandort in Kyaukhat, Myanmar, abzielte, das von der DKBA kontrolliert wird. Die Ermittlungen konzentrierten sich auf mutmaßliche Betreiber von Betrugszentralen und Finanznetzwerke, die mit Standorten in Verbindung stehen, die US-Opfer ins Visier nahmen. Das FBI gab an, etwa 30 Millionen US-Dollar beschlagnahmt zu haben, die mit Tai Chang und damit verbundenen Betrugsstandorten in Verbindung stehen.

Die FBI-Razzia signalisiert neuen Druck auf globale Betrugsnetzwerke

Die Operation Blackout diente als übergreifende Kampagne des FBI gegen Betrugszentren in Asien, Afrika und dem Nahen Osten. Nach Angaben des FBI vereinte die Aktion Ermittlungen gegen Kryptowährungsbetrug, Menschenhandel, Geldwäsche und Netzwerke der organisierten Kriminalität, denen vorgeworfen wird, Amerikaner zu schädigen. Die Operation vereinte mehrere Ermittlungen, darunter Maßnahmen gegen Betrugsnetzwerke in Kambodscha, Myanmar, Thailand und den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE). Der Fall verdeutlicht den zunehmend globalen Charakter von Betrugsnetzwerken, die Kryptowährungen nutzen. Die Ermittlungen zeigten auch eine zunehmende Zusammenarbeit zwischen Strafverfolgungsbehörden und Technologieanbietern. Das FBI arbeitete mit Starlink zusammen und lieferte Geolokalisierungsdaten, die dabei halfen, Terminals zu identifizieren, die mutmaßlich Betrugsoperationen in Myanmar unterstützten. Starlink sperrte im Rahmen dieser Bemühungen mehr als 7.000 Terminals. Das FBI verwies zudem auf die „Operation Level Up“, eine Initiative zum Opferschutz, die vom FBI und dem US-Geheimdienst ins Leben gerufen wurde, um Opfer von Kryptowährungs-Investitionsbetrug zu identifizieren und zu benachrichtigen. Das Programm hat 8.935 potenzielle Betrugsopfer benachrichtigt und Verluste in Höhe von schätzungsweise 562,7 Millionen US-Dollar verhindert. FBI-Direktor Kash Patel sagte:

„Wir haben dazu beigetragen, fast 2.000 Opfer von Menschenhandel zu befreien, Betrugsaktivitäten im Wert von mehr als 8 Milliarden US-Dollar zu unterbinden und fast 300 Personen festzunehmen.“

Der Einziehungsfall spiegelt auch die umfassenderen Bemühungen des DOJ wider, Netzwerke von Betrugszentren zu zerschlagen, die in ganz Südostasien operieren. In einer separaten, im April angekündigten Aktion klagte die Scam Center Strike Force des DOJ zwei chinesische Staatsangehörige an, beschlagnahmte einen Telegram-Rekrutierungskanal, der dazu diente, Arbeiter für Betrugszentren anzuwerben, und übernahm die Kontrolle über 503 betrügerische Investitionswebsites. Die Initiative, die Ermittlungen, Strafverfolgungen, Vermögenssperren und Maßnahmen zum Opferschutz koordiniert, sperrte zudem Kryptowährungen im Wert von mehr als 700 Millionen US-Dollar, die mutmaßlich mit Geldwäsche durch Betrugszentren in Verbindung stehen.

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