Zwei Ökonomen von AMRO warnen davor, dass die amerikanische Vorherrschaft in den Bereichen Energie, Infrastruktur, Produktion und Zahlungssysteme im Zusammenhang mit künstlicher Intelligenz (KI) über Stablecoins zu einer erneuten Phase der Dollar-Hegemonie führen könnte. Zwar gewinnen auch andere Optionen als Triebkräfte dieser Wirtschaft an Bedeutung, doch könnten Stablecoins aufgrund früher Netzwerkeffekte bevorzugt werden.
Die KI-Wirtschaft könnte die Dominanz von Dollar-Stablecoins ankurbeln

Wichtigste Erkenntnisse
- AMRO-Ökonomen argumentieren, dass die Preisgestaltung für KI-Rechenleistung und -Infrastruktur in Dollar einen neuen Dollar-Kreislauf auslösen könnte.
- An den Dollar gekoppelte Stablecoins könnten zum standardmäßigen programmierbaren Zahlungsmittel für automatisierte Zahlungen durch KI-Agenten werden.
- Asiatische Länder werden dazu aufgefordert, lokale digitale Währungen und Rechenzentren zu entwickeln, um die Abhängigkeit vom Dollar zu begrenzen.
AMRO-Ökonomen argumentieren, dass die amerikanische KI-Dominanz die Popularität von Stablecoins festigen könnte
Zwei Ökonomen des ASEAN+3 Macroeconomic Research Office (AMRO) gehen davon aus, dass der Gewinner im Wettlauf um künstliche Intelligenz (KI) nicht das Land mit dem leistungsstärksten Modell sein wird, sondern das Land, dem es gelingt, die Währung zu etablieren, auf der diese Modelle – und die sie umgebende Infrastruktur – basieren werden.
Chengxu Fu und Xiaguo Huang haben kürzlich die These aufgestellt, dass ein verstärkter Wirtschaftskreislauf – bestehend aus Energie für KI-Rechenzentren, KI-Infrastruktur und den in US-Dollar berechneten Kosten für die KI-Nutzung selbst – zu einer verstärkten Dominanz des US-Dollars durch Stablecoins führen könnte.
Die These hinter dieser Prämisse ist einfach: Wenn Unternehmen alle KI-bezogenen Ausgaben mit Dollar begleichen müssen und die KI hinsichtlich Geldvolumen und Relevanz zu einer weitaus größeren Branche wird als heute, wird die weltweite Nachfrage nach Dollar-Liquidität erneut stark ansteigen. Sie identifizieren dieses Element als den ersten Kanal für die Dominanz des Dollars im KI-Bereich.
Der zweite Kanal hängt mit der Verwendung einer bestimmten Währung zusammen, die agentische Zahlungen ermöglicht. Diese könnten allgegenwärtig werden, wenn KI – wie viele Vertreter der Krypto-Branche glauben – menschliche Systeme in den Bereichen Logistik, Bestandsverwaltung und Finanzwesen konsequent verdrängt. „Insbesondere an den Dollar gebundene Stablecoins könnten die programmierbare Abwicklung bieten, die der agentische Handel erfordert“, erklären sie. Die beiden Kanäle könnten sich überschneiden, da agentische Systeme KI-bezogene Rechenleistungen möglicherweise in Stablecoins abrechnen und so einen positiven Dollar-Kreislauf etablieren, dem man nur schwer entkommen kann.
Zwar sind Stablecoins nicht die einzige verfügbare Dollar-Ersatzwährung, doch könnten sie von frühen Netzwerkeffekten profitieren, da sie bereits bereit sind, diese Rolle in der KI-Wirtschaft zu übernehmen, während tokenisierte Einlagen von digitalen Zentralbankwährungen (CBDCs) für diese Aufgabe noch nicht bereit sind.
Dies hätte einen Nebeneffekt, von dem auch die USA profitieren würden: eine steigende Nachfrage nach US-Staatsanleihen, die als Sicherheiten zur Unterlegung der wachsenden Marktkapitalisierung von Stablecoins dienen.
Der Bericht fordert die ASEAN+3-Staaten – darunter Brunei, Kambodscha, Indonesien, Laos, Malaysia, Myanmar, die Philippinen, Singapur, Thailand, Vietnam, China, Japan und Südkorea –, auf, ihre Abhängigkeit von diesem „Dollar-Kreislauf“ zu begrenzen.
Die Einrichtung regionaler Rechenzentren und die Entwicklung tokenisierter Geldformen auf Basis lokaler Währungen könnten dazu beitragen, eine Verstärkung der Stablecoin-KI-Abhängigkeit zu vermeiden und diesen Ländern die Teilnahme an der KI-Wirtschaft zu ermöglichen, ohne indirekt eine neue Ebene der KI-Abhängigkeit zu fördern.
Dieser Artikel wurde mithilfe von KI aus dem Englischen übersetzt. Die englische Originalversion ist die maßgebliche Quelle; automatische Übersetzungen können Ungenauigkeiten enthalten, insbesondere bei rechtlicher und regulatorischer Terminologie.












