Die britische Finanzaufsichtsbehörde (FCA) hat am Mittwoch acht Standorte ins Visier genommen, die im Verdacht stehen, illegale Peer-to-Peer-Kryptohandelsgeschäfte zu betreiben. Dies war die erste koordinierte Durchsetzungsmaßnahme dieser Art seitens der Behörde. Die wichtigsten Punkte:
Die FCA führt Razzien an acht Standorten durch – erste britische Razzia gegen illegalen Peer-to-Peer-Handel mit Kryptowährungen

- Die FCA führte am 22. April 2026 Razzien in acht Räumlichkeiten durch und versandte Unterlassungsaufforderungen im Rahmen der ersten britischen Razzia gegen P2P-Kryptohandel.
- DI Ross Flay von der SWROCU verwies auf Geldwäscherisiken, wobei die bei den Razzien gesammelten Beweise mehrere strafrechtliche Ermittlungen stützen.
- Das „Firm Checker“-Tool der FCA bleibt die wichtigste Ressource für Verbraucher, da die Durchsetzung der AML-Vorschriften für Kryptowährungen im Jahr 2026 verschärft wird.
FCA nimmt bei koordinierten Razzien im Vereinigten Königreich nicht registrierte Peer-to-Peer-Kryptohändler ins Visier
Die FCA führte die Inspektionen gemeinsam mit der britischen Steuer- und Zollbehörde (HM Revenue and Customs) und der South West Regional Organised Crime Unit durch. An jedem Standort versandten die Beamten Unterlassungsaufforderungen, in denen sie den Händlern befahlen, ihre Aktivitäten unverzüglich einzustellen.
Beim Peer-to-Peer-Kryptohandel kaufen und verkaufen Einzelpersonen digitale Vermögenswerte direkt untereinander und umgehen dabei eine zentralisierte Börse. Nach britischem Recht erfordert diese Tätigkeit eine Registrierung bei der FCA. Derzeit sind im Land keine registrierten Peer-to-Peer-Kryptohändler oder -Plattformen legal tätig. Die bei den Inspektionen gesammelten Beweise fließen nun in mehrere laufende strafrechtliche Ermittlungen ein.

Steve Smart, Executive Director für Durchsetzung und Marktaufsicht bei der FCA, erklärte, dass nicht registrierte Peer-to-Peer-Händler illegal agieren und Risiken für Finanzkriminalität schaffen. „Wir werden unsere Befugnisse nutzen und mit Partnern zusammenarbeiten, um sie zu unterbinden“, erklärte Smart.
Detective Inspector Ross Flay von der SWROCU nannte Geldwäsche als zentrales Problem. Flay erklärte, das Ziel sei es, illegale Händler daran zu hindern, Kriminellen einen Weg zu bieten, illegale Gelder zu bewegen, zu verstecken und auszugeben.
Die Maßnahme erfolgte im Rahmen der „Money Laundering, Terrorist Financing and Transfer of Funds Regulations 2017“, dem primären Rechtsrahmen für die Einhaltung von Geldwäschevorschriften durch Krypto-Unternehmen im Vereinigten Königreich. Dies ist nicht der erste Schritt der FCA gegen nicht registrierte Krypto-Aktivitäten. Im Juni 2024 arbeitete die Behörde mit dem Metropolitan Police Service zusammen, um zwei Personen festzunehmen, die im Verdacht standen, eine illegale Krypto-Börse zu betreiben. Die FCA hat zuvor auch einen Betreiber strafrechtlich verfolgt, der ein illegales Netzwerk von Krypto-Geldautomaten betrieb. Die nationale Risikobewertung der britischen Regierung zu Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung identifiziert Krypto-Vermögenswerte als ein zunehmend verbreitetes Mittel zur Geldwäsche von Erlösen aus kriminellen Aktivitäten. Die FCA erklärt, dass sie weiterhin mit nationalen und internationalen Partnern zusammenarbeitet, um diesem Risiko zu begegnen.
Smart wies Verbraucher zudem an, vor Geschäften mit Krypto-Unternehmen das „Firm Checker“-Tool der FCA zu nutzen. Er merkte an, dass Kryptowährungen nach wie vor eine risikoreiche Anlageform darstellen und im Vereinigten Königreich – abgesehen von Vorschriften zur Bekämpfung von Geldwäsche und zur Finanzwerbung – weitgehend unreguliert sind.

Die britische Finanzaufsichtsbehörde FCA startet im Vorfeld der Regulierungsfrist im Oktober 2027 eine Konsultation zum Thema Kryptowährungen
Die britische Finanzaufsichtsbehörde FCA veröffentlichte am 15. April 2026 das Konsultationspapier CP26/13, um im Vorfeld der Einführung des FSMA-Regelwerks im Oktober 2027 Rückmeldungen zu den Vorschriften für den Krypto-Perimeter einzuholen. read more.
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Die FCA hat die Namen der Personen oder Unternehmen, gegen die sich die Razzia am Dienstag richtete, nicht genannt. Die Ermittler haben noch nicht mitgeteilt, wann gegebenenfalls Anklage erhoben wird. Für US-Verbraucher und -Anleger, die grenzüberschreitende Regulierungstrends beobachten, signalisiert der Schritt der FCA, dass der Peer-to-Peer-Handel mit Kryptowährungen außerhalb lizenzierter Plattformen in wichtigen Märkten die direkte Aufmerksamkeit der Strafverfolgungsbehörden auf sich zieht. Die Behörde erklärte, sie werde ihre Befugnisse weiterhin nutzen, um gegen nicht registrierte Betreiber vorzugehen.




