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Die Europäische Kommission leitet eine Überprüfung des MiCA-Gesetzes ein, die sich auf Stablecoins, DeFi und Staking-Regeln konzentriert

Die Europäische Kommission hat eine umfassende Überprüfung der wegweisenden EU-Krypto-Verordnung MiCA eingeleitet, was auf mögliche Änderungen der Vorschriften für Stablecoins, dezentrale Finanzen (DeFi), Staking und tokenisierte Vermögenswerte hindeutet. Die Konsultation spiegelt wider, wie schnell sich die Märkte für digitale Vermögenswerte seit Inkrafttreten des Rechtsrahmens im Jahr 2024 entwickelt haben.

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Die Europäische Kommission leitet eine Überprüfung des MiCA-Gesetzes ein, die sich auf Stablecoins, DeFi und Staking-Regeln konzentriert

Wichtige Erkenntnisse

  • Die EU hat eine MiCA-Überprüfung eingeleitet, die bis zum 31. August läuft, da sich die Kryptomärkte über die Vorschriften von 2024 hinaus weiterentwickelt haben.
  • Die MiCA-Überprüfung zielt auf Stablecoins, DeFi, Staking und tokenisierte Vermögenswerte in ganz Europa ab.
  • Die EU-Regulierungsbehörden arbeiten im Vorfeld des Juli 2026 an möglichen „MiCA 2“-Reformen.

Europa überprüft Krypto-Rahmenwerk angesichts weltweit beschleunigter Krypto-Akzeptanz

Die Europäische Union überprüft ihr Flaggschiff unter den Krypto-Regulierungsrahmen weniger als zwei Jahre nach dessen Einführung, da die politischen Entscheidungsträger mit raschen Veränderungen auf den Märkten für digitale Vermögenswerte und zunehmendem Druck zur Anpassung der Vorschriften konfrontiert sind.

Die Europäische Kommission hat am Mittwoch, dem 20. Mai, eine öffentliche Konsultation zur Verordnung über Märkte für Krypto-Vermögenswerte (MiCA) gestartet und lädt Branchenakteure, Finanzinstitute, Wissenschaftler, Verbrauchergruppen und die breite Öffentlichkeit ein, Feedback dazu abzugeben, ob der Rahmen für die sich entwickelnde Krypto-Wirtschaft weiterhin geeignet ist. Die Konsultation läuft bis zum 31. August und könnte der erste Schritt in Richtung dessen sein, was einige Branchenbeobachter bereits als „MiCA 2“ bezeichnen.

MiCA wurde 2024 eingeführt und schuf den ersten einheitlichen Rechtsrahmen der Europäischen Union für Krypto-Assets, Stablecoins, Emittenten und Krypto-Dienstleister. Die Verordnung sollte klarere Anlegerschutz- und Compliance-Standards in der gesamten Union etablieren und gleichzeitig die Fragmentierung zwischen den Mitgliedstaaten verringern. Doch seit der Ausarbeitung der Vorschriften hat sich die Krypto-Branche rasch in Bereiche vorgewagt, die MiCA nur teilweise abdeckte oder gänzlich ausklammerte.

Stablecoins stehen bei der MiCA-Überprüfung im Fokus

Die Kommission erklärte, dass sich die globalen Märkte und internationalen Regulierungsstandards seit der Einführung von MiCA erheblich weiterentwickelt hätten, was die Behörden dazu veranlasst habe, zu prüfen, ob Aktualisierungen erforderlich seien. Einer der am meisten beachteten Bereiche, der derzeit überprüft wird, sind Stablecoins.

Die Kommission überprüft derzeit das umstrittene MiCA-Verbot von Zinszahlungen im Zusammenhang mit Stablecoins – eine Einschränkung, die nach Ansicht vieler Branchenvertreter die Wettbewerbsfähigkeit von auf den Euro lautenden digitalen Vermögenswerten gegenüber US-Dollar-Stablecoins geschwächt hat. Die Regulierungsbehörden prüfen zudem Mindestreserveanforderungen, Standards für das Liquiditätsmanagement und Rückkaufrechte für Stablecoins.

Text on stablecoin interest in MiCA review document
EU bittet um Stellungnahmen zur Verzinsung von Stablecoins

Die Konsultation hebt zudem die wachsende Besorgnis hinsichtlich Klassifizierungsproblemen bei Wrapped Tokens, synthetischen Vermögenswerten und tokenisierten Fondsprodukten hervor, die die Grenze zwischen Krypto-Vermögenswerten und traditionellen Finanzinstrumenten zunehmend verwischen. Dezentrale Finanzen sind ein weiterer Schwerpunkt. Obwohl DeFi weitgehend außerhalb des derzeitigen Anwendungsbereichs von MiCA liegt, bittet die Kommission nun um Stellungnahmen zu Staking, Kreditvergabe, tokenisierten Vermögenswerten und dezentralen Protokollen, da die Regulierungsbehörden versuchen zu bestimmen, wie diese Märkte in den breiteren europäischen Finanzrahmen passen sollten. Die Überprüfung kommt zudem zu einem kritischen Zeitpunkt für in Europa tätige Krypto-Unternehmen. Bis Juli 2026 müssen Krypto-Asset-Dienstleister entweder eine vollständige Zulassung nach MiCA erhalten oder ihren Betrieb innerhalb der EU einstellen.

Questionnaire on DeFi in MiCA review document
MiCA-Überprüfung bittet um Stellungnahmen zu Risiken im Zusammenhang mit DeFi

Über technische Compliance-Fragen hinaus untersucht die Kommission auch das Vertrauen der Öffentlichkeit in digitale Vermögenswerte. Konsultationsdokumente zeigen, dass die Regulierungsbehörden prüfen, ob Verbraucher Krypto-Produkte im Rahmen von MiCA verstehen und welche zusätzlichen Schutzmaßnahmen das Vertrauen in regulierte Dienste stärken könnten.

Das Ergebnis könnte nicht nur den europäischen Kryptomarkt prägen, sondern auch umfassendere globale Regulierungsstandards. MiCA hat sich bereits zu einem der weltweit am meisten beachteten Krypto-Rahmenwerke entwickelt und beeinflusst politische Diskussionen weit über die Europäische Union hinaus. Nun scheinen die europäischen Regulierungsbehörden zu signalisieren, dass die Kryptogesetzgebung möglicherweise genauso schnell weiterentwickelt werden muss wie die Technologie selbst.

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