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Der WTI-Rohölpreis fällt von 95 auf 89 Dollar, nachdem Iran und Israel einen Waffenstillstand vereinbart haben

Am Dienstag fiel der Preis für Rohöl der Sorte West Texas Intermediate um über 5 % auf rund 89,13 US-Dollar pro Barrel, und Brent-Rohöl gab auf 93 US-Dollar pro Barrel nach, womit sich die durch die jüngsten Spannungen im Nahen Osten ausgelösten Preisspitzen wieder umkehrten.

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Der WTI-Rohölpreis fällt von 95 auf 89 Dollar, nachdem Iran und Israel einen Waffenstillstand vereinbart haben

Wichtige Erkenntnisse

  • Israel und der Iran haben am 5. Juni die direkten militärischen Auseinandersetzungen ausgesetzt und damit eine gefährliche Eskalation vorübergehend gestoppt.
  • Der WTI-Ölpreis fiel um 5 % unter 90 US-Dollar, während globale Aktienmärkte wie der Kospi-Index aufgrund des Waffenstillstands um 8 % zulegten.
  • Kommentatoren warnen, dass die USA und der Iran Gefahr laufen, erneut in einen Krieg zu geraten, sollten sich die diplomatischen Verhandlungen hinziehen.

Rohölpreise geben nach jüngsten Kurssprüngen nach

Der US-Referenzpreis für Rohöl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel am Dienstag unter die Schwelle von 90 Dollar pro Barrel, da sich die Energiemärkte nach einer Pause in den jüngsten Feindseligkeiten zwischen Israel und dem Iran erholten. Marktdaten zeigten, dass WTI-Rohöl bei rund 89,13 $ pro Barrel gehandelt wurde, was einem Rückgang von mehr als 5 % gegenüber den 95 $ entspricht, die kurz nach den Vergeltungsschlägen Israels gegen den Iran zu verzeichnen waren. Ähnlich verhielt es sich mit Brent-Rohöl, das angesichts der Spannungen im Nahen Osten auf knapp unter 98 US-Dollar pro Barrel gestiegen war und nun auf 93 US-Dollar pro Barrel fiel – ein Niveau, das zuletzt am 5. Juni erreicht worden war.

WTI Crude Drops From $95 to $89.68 as Iran and Israel Halt Fire
Ölpreis-Chart: https://oilprice.com/

Diese explosiven Auseinandersetzungen brachen eine angespannte, monatelange Ruhe und markierten den ersten direkten Konflikt zwischen israelischen und iranischen Streitkräften seit ihrem Waffenstillstand im April. Die plötzliche Eskalation traf die laufenden Hintertür-Verhandlungen zwischen Washington und Teheran, die darauf abzielten, den regionalen Konflikt dauerhaft zu entschärfen, völlig unvorbereitet. Teheran machte Israel umgehend für die Eskalation verantwortlich und behauptete, seine Angriffe seien eine notwendige Vergeltungsmaßnahme für die israelische Aggression im Libanon – Handlungen, die nach Ansicht des Iran einen eklatanten Verstoß gegen den bestehenden Waffenstillstand darstellen.

Kurz nachdem beide Seiten Feuergefechte ausgetragen hatten, forderte US-Präsident Donald Trump jedoch eine Einstellung der Feindseligkeiten. Stunden später gab der Iran eine Erklärung ab, in der er mitteilte, die Angriffe auszusetzen. Ebenso erklärte Israel, seine Offensive zu beenden, warnte jedoch vor einer härteren Reaktion im Falle eines erneuten Angriffs.

Dennoch warnen einige Kommentatoren vor weiteren und noch tödlicheren Auseinandersetzungen zwischen Israel und dem Iran aufgrund ihrer unterschiedlichen Auslegung der Waffenstillstandsbedingungen. Je länger sich zudem die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran hinziehen, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich die Falken auf beiden Seiten durchsetzen und die beiden Länder erneut in den Krieg treiben.

Das Ende der Feindseligkeiten und die Rückkehr auf den diplomatischen Weg brachten Erleichterung für die globalen Märkte, die am frühen Montag stark eingebrochen waren. In Südkorea stieg der Kospi-Index, der auf eines seiner schlimmsten Tages-Tiefststände gefallen war, um über 600 Punkte oder 8 %, während der Nikkei 225 um 2 % zulegte. In Europa legten der DAX und der CAC 40 leicht zu, während der FTSE 100 zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels um 0,36 % nachgab.

Die Reaktionen auf dem Kryptowährungsmarkt fielen gemischt aus: Bitcoin fiel unter 63.000 US-Dollar, wodurch ein Teil der Gewinne vom Montag wieder zunichte gemacht wurde. Viele Altcoins mit hoher Marktkapitalisierung verzeichneten hingegen Tagesgewinne von 1 % bis 2 %, während einige wenige, darunter die Privacy-Coins Zcash und Monero, Zuwächse von über 5 % erzielten. Mehrere Coins schlossen ebenfalls im Minus, angeführt von LAB, das um 17,6 % einbrach.

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