Bereitgestellt von
Featured

Der Prognosemarktplatz Kalshi soll in informellen Gesprächen mit Banken einen Börsengang prüfen

Laut einem in dieser Woche veröffentlichten Bericht von „The Information“ hat Kalshi informelle Gespräche mit Investmentbanken über einen möglichen Börsengang aufgenommen.

GESCHRIEBEN VON
TEILEN
Der Prognosemarktplatz Kalshi soll in informellen Gesprächen mit Banken einen Börsengang prüfen

Das Wichtigste im Überblick

  • Laut „The Information“ führte Kalshi erste Gespräche mit Banken über einen Börsengang.
  • Die annualisierte Umsatzrate von Kalshi lag bei über 2 Milliarden US-Dollar und hat sich damit seit November 2025 verdreifacht.
  • Coatue leitete im Mai 2026 die Finanzierungsrunde von Kalshi in Höhe von 1 Milliarde US-Dollar und hob damit die Unternehmensbewertung auf 22 Milliarden US-Dollar an.

Dem Bericht von „The Information“ zufolge befinden sich die Gespräche noch in einem frühen Stadium. Es liegt weder ein S-1-Antrag vor, noch wurde eine Bank ausgewählt, und es gibt keinen öffentlichen Zeitplan. Mit der Angelegenheit vertraute Personen teilten der Reporterin der Publikation, Yueqi Yang, mit, dass ein Börsengang wahrscheinlich erst in einem Jahr oder später stattfinden werde, was einen realistischen Zeitrahmen für Ende 2027 oder 2028 ergibt.

Kalshi stellt an die Banken, mit denen es Gespräche führt, eine ungewöhnliche Forderung. Das Unternehmen möchte, dass potenzielle Berater zunächst ihre eigenen Plattformen mit Kalshi integrieren, um ihren institutionellen Kunden direkten Zugang zum Handel an der Börse zu ermöglichen. Banken, die das IPO-Mandat erhalten möchten, müssen zunächst Handelsvolumen vorweisen, bevor sie die Unterlagen einreichen.

Umsatzwachstum als treibende Kraft der Gespräche

Die Gespräche finden vor dem Hintergrund statt, dass sich die Zahlen von Kalshi rasant entwickeln.

  • Die annualisierte Umsatzrate hat die 2-Milliarden-Dollar-Marke überschritten und sich seit November 2025 etwa verdreifacht.
  • Das nominale Handelsvolumen im Mai 2026 erreichte mit fast 17 Milliarden US-Dollar einen Rekordwert, was vor allem auf Sportverträge im Zusammenhang mit den NBA-Playoffs und der FIFA-Weltmeisterschaft zurückzuführen ist.
  • Das institutionelle Handelsvolumen stieg in den sechs Monaten bis Anfang Mai 2026 um 800 %, wobei das annualisierte institutionelle Volumen 178 Milliarden US-Dollar erreichte.

Kalshi schloss im Mai 2026 eine Finanzierungsrunde in Höhe von 1 Milliarde US-Dollar unter der Führung von Coatue ab, an der sich auch Sequoia, Andreessen Horowitz, Paradigm, Morgan Stanley und Ark Invest beteiligten. Die Runde bewertete das Unternehmen mit 22 Milliarden US-Dollar, gegenüber 11 Milliarden US-Dollar im Dezember 2025.

Von der Privatkunden-App zum Ziel der Wall Street

Kalshi ging im Juli 2021 an den Start, nachdem es zur ersten bundesweit regulierten Börse für Event-Kontrakte in den Vereinigten Staaten geworden war. Die Gründer Tarek Mansour und Luana Lopes Lara bauten die Plattform auf Kontrakten auf, die sich auf Wahlen, Wetter, Wirtschaft und Sport beziehen, wobei der Sport mittlerweile den Großteil des Handelsvolumens ausmacht.

CEO Tarek Mansour bezeichnete Event-Kontrakte als einen „Billionen-Dollar-Markt“, der innerhalb weniger Jahre so groß werden könnte, dass er mit traditionellen Börsen konkurrieren kann.

Die institutionellen Akteure untermauern diese Behauptung mit entsprechender Infrastruktur. Kalshi wickelte im April 2026 seinen ersten institutionellen Blockhandel ab, einen Kontrakt über Emissionszertifikate, der zwischen einem texanischen Hedgefonds und einem Market Maker vermittelt wurde. Das Unternehmen hat zudem Partnerschaften mit Tradeweb, Clear Street, Interactive Brokers und FIS geschlossen, um das Clearing und die Vermittlung für größere Akteure abzuwickeln.

Warum das wichtig ist

Ein Börsengang von Kalshi wäre die erste große Notierung eines von der CFTC regulierten Betreibers von Prognosemärkten. Er würde Banken, Hedgefonds und Vermögensverwaltern einen direkten Einblick darin geben, wie die Wall Street Ereignisverträge als Anlageklasse bewertet.

Rechtliche Auseinandersetzungen auf Bundesstaatenebene bezüglich Sportkontrakten bleiben ein Risiko. Mehrere Bundesstaaten haben argumentiert, dass die Sportmärkte von Kalshi als nicht lizenzierte Sportwetten fungieren – ein Streit, der noch vor Gericht verhandelt wird. Diese Ungewissheit könnte Einfluss darauf haben, wie Banken künftige Angebote bewerten.

Derzeit verschafft Kalshis Wachstum dem Unternehmen jedoch eine starke Verhandlungsposition. Rekordvolumina, eine verdreifachte Umsatzdynamik und eine Bewertung von 22 Milliarden US-Dollar machen das Unternehmen zu einem seltenen Beispiel dafür, wie schnell ein regulierter Prognosemarkt skalieren kann – mit oder ohne die Hilfe der Wall Street.

Dieser Artikel wurde mithilfe von KI aus dem Englischen übersetzt. Die englische Originalversion ist die maßgebliche Quelle; automatische Übersetzungen können Ungenauigkeiten enthalten, insbesondere bei rechtlicher und regulatorischer Terminologie.