Charles Schwab steigt in den Markt für Prognosemärkte ein, allerdings nur zu seinen eigenen Bedingungen.
Bericht: Charles Schwab nimmt mit neuem Cboe-Deal die Märkte von Kalshi und Polymarket ins Visier

Das Wichtigste auf einen Blick
- Schwab wird in den kommenden Monaten im Rahmen einer Partnerschaft mit Cboe Global Markets binäre S&P-500-Optionen anbieten.
- Schwab verwaltet zum Stand des ersten Quartals 2026 Kundenvermögen in Höhe von 11,8 Billionen US-Dollar auf 47,2 Millionen Konten.
- CEO Rick Wurster revidierte seine im Dezember 2025 geäußerte Zurückhaltung, nachdem er Prognosemärkte im April noch als „kritisch zu betrachten“ bezeichnet hatte.
Der Broker Charles Schwab hat sich Berichten zufolge mit Cboe Global Markets zusammengetan, um binäre Optionskontrakte auf den S&P 500 anzubieten, wie das „Wall Street Journal“ (WSJ) unter Berufung auf „mit der Angelegenheit vertraute Personen“ berichtet. Mit diesen Kontrakten können Kunden darauf wetten, ob der Index über oder unter einem festgelegten Ausübungspreis schließen wird. Bei einer richtigen Prognose wird ein fester Betrag ausgezahlt. Bei einer falschen Prognose verfällt der Kontrakt wertlos. Dies ist Schwabs erster konkreter Schritt in den Bereich der Prognosemärkte. Er folgt auf monatelanges öffentliches Zögern von CEO Rick Wurster.
Eine Abkehr von der früheren Zurückhaltung
Im Dezember 2025 erklärte Wurster gegenüber dem WSJ, Schwab plane, sich von Prognosemärkten und komplexen Hebelprodukten fernzuhalten. Er verwies auf die verschwommene Grenze zwischen Investieren und Glücksspiel sowie auf die Botschaft, die dies an jüngere Anleger sendet, die auf schnelle Gewinne aus sind.
Im April hatte sich sein Ton geändert. Bei der Telefonkonferenz zu den Ergebnissen des ersten Quartals erklärte Wurster, das Unternehmen würde Prognosemärkte „genau unter die Lupe nehmen“, allerdings nur solche, die mit finanziellen Ereignissen wie Inflationsdaten oder der Entwicklung von Indizes verbunden seien. Er zog eine klare Grenze zu Märkten rund um Sport, Politik und Popkultur.
Nun sind diesen Überlegungen Taten gefolgt.
So funktionieren die Kontrakte
Schwab und Cboe Global Markets sollen das Produkt auf der bestehenden, regulierten Optionsinfrastruktur aufbauen und nicht auf einer eigenständigen Prognoseplattform. Cboe hat bereits damit begonnen, „Mini S&P 500 Index Binary Options“ zu notieren – bar abgerechnete Kontrakte, bei denen je nach Stand des Index im Verhältnis zum Ausübungspreis entweder 100 Dollar oder 0 Dollar ausgezahlt werden.
Berichten zufolge prüfen die beiden Unternehmen zudem die „Plus Zone“-Funktion von Cboe, die bei knappen Ergebnissen Teilauszahlungen anstelle eines „Alles-oder-Nichts“-Ergebnisses bietet. Schwab plant, das Angebot eng zu fassen, wie der WSJ-Bericht feststellt. Die Kontrakte werden ausschließlich objektiv überprüfbare Finanzindizes abbilden, beginnend mit dem S&P 500. Das Unternehmen hat Sport, Wahlen und andere nicht-finanzielle Ergebnisse ausgeschlossen – eine Unterscheidung, die Wurster bereits seit Dezember betont. Die Kontrakte sollen in den kommenden Monaten für Kunden verfügbar sein.
Warum das wichtig ist
Schwab verwaltet nach Zahlen aus dem ersten Quartal 2026 Kundenvermögen in Höhe von rund 11,8 Billionen US-Dollar auf 47,2 Millionen Konten. Jede Produkteinführung in dieser Größenordnung erreicht einen Kundenstamm, über den die meisten Plattformen in diesem Bereich nicht verfügen.
Prognosemärkte sind seit dem Wahlzyklus 2024 rasant gewachsen und haben sich auf Sport, Wirtschaft und politische Ereignisse ausgeweitet. Kalshi und Polymarket haben in diesem Jahr Rekordvolumina verzeichnet, und die FIFA-Weltmeisterschaft 2026 hat das Volumen der sportbezogenen Wetten auf diesen Plattformen auf insgesamt weit über 3 Milliarden US-Dollar getrieben.
Auch andere Broker beobachten denselben Trend. Robinhood hat sein Geschäft mit Ereignisverträgen ausgebaut, und Interactive Brokers hat den Zugang zu Kalshi gebündelt. Mit dem Einstieg von Schwab kommt ein weiterer großer Name hinzu, auch wenn der Umfang bewusst begrenzt bleibt.
Indem Schwab das Produkt über das regulierte Optionssystem der Cboe abwickelt, anstatt eine neue Plattform aufzubauen, umgeht das Unternehmen einen Großteil der regulatorischen Unsicherheiten, die mit eigenständigen Prognosemärkten verbunden sind. Außerdem bleibt das Produkt so innerhalb der Struktur der Brokerage-Konten, die die Kunden bereits nutzen.
Dieser Artikel wurde mithilfe von KI aus dem Englischen übersetzt. Die englische Originalversion ist die maßgebliche Quelle; automatische Übersetzungen können Ungenauigkeiten enthalten, insbesondere bei rechtlicher und regulatorischer Terminologie.










