Der amtierende Vorsitzende der SEC drängte darauf, Regelsetzung anstelle von Durchsetzung zu nutzen, um die Kryptoregelungen zu klären und Verwirrung vor Gericht zu vermeiden.
Der amtierende SEC-Vorsitzende lehnt Durchsetzung ab—fordert echte Krypto-Regeln
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Amtierender SEC-Vorsitzender fordert Krypto-Neuausrichtung—Klassifikation sollte kein Chaos vor Gericht sein
Der amtierende Vorsitzende der U.S. Securities and Exchange Commission (SEC), Mark T. Uyeda, leitete die erste Sitzung der Krypto-Taskforce der Behörde Rundtischgespräch am 21. März in Washington D.C. Er nutzte die Gelegenheit, um die Kommission dazu zu drängen, von der Regulierung durch Durchsetzung abzurücken, wenn es um Krypto-Assets geht.
Im Gespräch mit Regulierungsbehörden, Rechtsexperten und Marktteilnehmern argumentierte Uyeda, dass die SEC stattdessen formelle Regelsetzungsverfahren annehmen sollte, um Klarheit im Bereich der digitalen Vermögenswerte zu schaffen. Er erklärte:
Diese Herangehensweise, Ankündigungs- und Kommentierungsverfahren oder die Erklärung des Denkprozesses der Kommission durch Veröffentlichungen – anstatt durch Durchsetzungsmaßnahmen – sollte in Betracht gezogen worden sein, um Krypto-Assets gemäß den Bundeswertpapiergesetzen zu klassifizieren.
Seine Bemerkungen setzten den Ton für ein Rundtischgespräch, das sich auf die fragmentierten rechtlichen Interpretationen konzentrierte, die das Kryptolandschaft seit Jahren prägen.
Uyeda untersuchte die inkonsistente Anwendung des Howey-Tests, dem Standard des Obersten Gerichtshofs von 1946 zur Identifizierung von Anlageverträgen, und wie diese Inkonsistenzen die Klassifikation von Krypto-Assets erschweren. Er erwähnte seine eigene Vergangenheit als Chefberater des kalifornischen Securities Commissioners, wo er argumentierte, dass ein Einlagenzertifikat mit einem angehängten Bonus als Anlagevertrag qualifizierte – eine Position, die das Gericht ablehnte.
Laut Uyeda bleibt die Rechtsgemeinschaft gespalten. Einige föderale Kreise, so bemerkte er, verlangen die Zusammenlegung von Investorengeldern und pro-rata Gewinnverteilung, während andere eine breitere Interpretation mit Schwerpunkt auf geteiltem Risiko akzeptieren. Es gibt auch Uneinigkeit darüber, ob der Gewinn des Investors aus nach dem Verkauf durchgeführten Bemühungen des Förderers stammen muss oder ob bedeutende vor dem Verkauf unternommene Maßnahmen ausreichen, um Howeys Schwelle zu erfüllen.
Der amtierende SEC-Vorsitzende bemerkte:
Unterschiede in den Meinungen verschiedener Gerichte sind nicht ungewöhnlich. Schließlich ist eine gerichtliche Meinung auf die besonderen Fakten und Umstände eines bestimmten Falls beschränkt.
“Wenn gerichtliche Meinungen in der Vergangenheit Unsicherheit für Marktteilnehmer geschaffen haben, ist die Kommission und ihr Personal eingesprungen, um Orientierung zu bieten”, stellte er klar. Er wies auf frühere Fälle hin, in denen die SEC Orientierungshilfe bot, um rechtliche Lücken zu füllen – wie bei der Klassifizierung von Whisky-Lagerquittungen und Wohnungsverkäufen – und schlug vor, dass der gleiche Ansatz bei digitalen Vermögenswerten hätte verfolgt werden sollen.




