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SEC-Kommissar mahnt zur Zurückhaltung bei Krypto-Vorschriften angesichts des wachsenden Privatkundenhandels

SEC-Kommissarin Hester Peirce erklärte, die Aufsichtsbehörden sollten zunächst die Rolle von Kryptowährungen im Privatkundenhandel untersuchen, bevor sie entscheiden, ob neue Vorschriften erforderlich sind. In ihren Ausführungen stellte sie einen Zusammenhang zwischen Kryptowährungen und ETFs, Optionen, Prognosemärkten sowie unbefristeten Futures her.

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SEC-Kommissar mahnt zur Zurückhaltung bei Krypto-Vorschriften angesichts des wachsenden Privatkundenhandels

Key Takeaways

  • Peirce sagte, die Regulierungsbehörden sollten die sich entwickelnden Märkte verstehen, bevor sie entscheiden, ob neue Vorschriften erforderlich sind.
  • Privatanleger handeln weiterhin mit Kryptowährungen, Edelmetallen, ETFs und Perpetual Futures über vereinfachte digitale Plattformen.
  • Zuständigkeitsgrenzen könnten die künftige Aufsicht der SEC beeinflussen, da kryptowährungsbezogene Anlageprodukte weiter zunehmen.

ETF-Zugang und SEC-Befugnisse prägen die Krypto-Debatte

Hester Peirce, Kommissarin der Securities and Exchange Commission (SEC), stellte Kryptowährungen am 8. Mai 2026 als Teil eines umfassenderen Wandels im Privatanlegerhandel dar, der sich über börsengehandelte Fonds (ETFs), Optionen, Prognosemärkte und unbefristete Futures erstreckt. In ihrer Rede auf der 13. Jahreskonferenz zur Finanzmarktregulierung forderte die Kommissarin die Regulierungsbehörden auf, die sich wandelnden Marktaktivitäten zu verstehen, bevor sie entscheiden, ob eine Reaktion erforderlich ist.

Die Privatanlegeraktivitäten seien auch über den Handelsboom der COVID-19-Ära hinaus stark geblieben, so Peirce. Anleger handelten nun Kryptowährungen, Gold, Silber, Perpetual Futures und aktive ETFs über benutzerfreundlichere Schnittstellen. Sie wies zudem auf KI-Bots und neue Technologien hin, die eine Ausweitung des Marktzugangs über traditionelle Handelsmuster hinaus ermöglichten. Viele Vermögenswerte seien keine Wertpapiere, sagte sie, würden aber dennoch in ETF-Strukturen aufgenommen. Peirce erklärte:

„Privatanleger handeln gerne mit all diesen Anlageklassen und mehr, darunter Kryptowährungen, Gold, Silber und unbefristete Futures.“

Rechtliche Grenzen standen im Mittelpunkt der Botschaft der Kommissarin. Peirce erklärte, die SEC müsse sich bei der Reaktion auf neue Produkte und Technologien an die vom Kongress festgelegten Gesetze halten. Diese rechtlichen Grenzen könnten sich darauf auswirken, wie Krypto-Unternehmen, ETF-Sponsoren und andere Marktteilnehmer einen regulierten Marktzugang anstreben. Sie verband diese Fragen zudem mit Untersuchungen zu Marktverhalten, Anlegerströmen und Krypto-Regulierung.

Rechtliche Grenzen bestimmen den Ansatz der SEC gegenüber Kryptomärkten

Die Zuständigkeit kann einschränken, wie weit die SEC gehen kann, wenn sich die Märkte schnell entwickeln. Die Kommissarin merkte an, dass die Behörde ohne einen klagbaren Tatbestand nach dem Wertpapierrecht keine Betrugsfälle verfolgen kann. Sie sagte auch, dass die SEC einen ETF nicht blockieren kann, wenn die Sponsoren die Regeln befolgen, angemessene Offenlegungen vornehmen und eine Börsennotierung sichern.

Regulatorische Zurückhaltung sollte nicht als Zustimmung verstanden werden, warnte Peirce. Die Einführung eines Produkts auf SEC-regulierten Märkten bedeutet nicht, dass die Behörde es als nützlich oder nachhaltig ansieht. Diese Unterscheidung könnte von Bedeutung sein, da kryptobasierte Produkte, aktive ETFs und andere für Privatanleger bestimmte Instrumente weiterhin über regulierte Börsen und Anlageprodukte gehandelt werden. Sie sagte außerdem, dass die SEC nicht vorschreibt, wie oft Privatanleger handeln dürfen. Die Kommissarin erklärte:

„Erwarten Sie keine Flut von präskriptiven Regulierungsmaßnahmen.“

Peirce schloss mit einer Befürwortung von Innovationen, die Anleger, Unternehmer und wachsende Unternehmen unterstützen. Sie hob Instrumente hervor, die Menschen dabei helfen, widerstandsfähige Portfolios aufzubauen, Investitionskosten zu verstehen und mit geringeren Kosten zu handeln. In der Rede wurden keine Krypto-Regeln angekündigt, aber sie bekräftigte eine Haltung der begrenzten Intervention, die für Kryptomärkte, ETF-Emittenten und Plattformen für Privatanleger relevant ist.

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