Das Polnische Olympische Komitee hat nach der Festnahme seines Präsidenten Radoslaw Piesiewicz dessen Absetzung beschlossen und Marian Kmita bis April zum amtierenden Präsidenten ernannt.
Polnischer Olympia-Chef wegen Kryptowährungsskandal in Höhe von 94 Millionen Dollar entlassen

Das Wichtigste im Überblick
- Marian Kmita löste am 14. September den wegen Korruptionsvorwürfen abgesetzten Vorsitzenden Radoslaw Piesiewicz beim PKOl ab.
- Zondacrypto entpuppte sich nach der Unterzeichnung eines vielbeachteten Olympia-Sponsoringvertrags als 94-Millionen-Dollar-Ponzi-Schema.
- Das PKOl leitete umgehend eine Finanzprüfung ein, bevor im April ein ständiger Präsident gewählt wird.
Wachsender interner Druck
Das Polnische Olympische Komitee (PKOl) hat seinen Präsidenten nach dessen Festnahme wegen Korruptionsvorwürfen im Zusammenhang mit einem zusammengebrochenen Kryptowährungsunternehmen entlassen, wie der neu ernannte Leiter der Organisation am 14. September bekanntgab. Marian Kmita erklärte gegenüber Reportern, dass der Vorstand beschlossen habe, Radoslaw Piesiewicz abzusetzen und Kmita zum amtierenden Präsidenten zu ernennen.
Lokalen Berichten zufolge wird Kmita das Komitee nun für die restliche Dauer der ursprünglichen Amtszeit von Piesiewicz leiten, die im April endet.
Piesiewicz’ Absetzung erfolgte wenige Wochen, nachdem er wegen des Verdachts auf die Annahme von Schmiergeldern von der inzwischen aufgelösten Kryptowährungsbörse Zondacrypto festgenommen worden war. Der ehemalige Präsident hatte zuvor den umfangreichen Sponsorenvertrag zwischen dem Olympischen Komitee und der Kryptowährungsbörse ausgehandelt und unterzeichnet.
Innerhalb der Organisation hatte sich der Druck für einen Führungswechsel immer weiter verstärkt. Kmita wies darauf hin, dass sich der interne Widerstand gegen Piesiewicz bereits seit Monaten aufgebaut hatte, und verwies auf einen formellen Protest einer Gruppe von 15 Komiteemitgliedern, die den Sponsorenvertrag mit Zondacrypto kurz nach dessen Unterzeichnung im vergangenen Jahr in Frage gestellt hatten.
Die polnischen Behörden leiteten im April Ermittlungen in dieser Angelegenheit ein, was zu weit verbreiteten Forderungen der Sportverbände des Landes nach einem Rücktritt von Piesiewicz führte. Die Ermittlungen folgten auf Medienberichte, in denen behauptet wurde, der ehemalige Zondacrypto-Geschäftsführer Przemysław Kral habe Piesiewicz großzügige Geschenke gemacht, darunter eine Luxusuhr im Wert von 46.605 US-Dollar. Im Gegenzug sollte der Olympia-Chef seinen Einfluss nutzen, um zugunsten der Börse bei der UOKiK, der polnischen Verbraucherschutzbehörde, zu intervenieren.
Regierungsvertreter behaupten zudem, dass Zondacrypto als Schneeballsystem operierte und Verbindungen zu nationalistischen Oppositionsgruppen, der organisierten Kriminalität und russischen Geheimdiensten unterhielt. Nach Schätzungen der Regierung führte der Zusammenbruch des Unternehmens zu finanziellen Verlusten in Höhe von etwa 94 Millionen US-Dollar und betraf rund 30.000 Opfer.
Unterdessen räumte Kmita ein, dass die Folgen des Skandals das Polnische Olympische Komitee in eine „ziemlich schwierige finanzielle Lage“ gebracht hätten. Er kündigte an, dass die Organisation unverzüglich eine Prüfung einleiten werde, um das volle Ausmaß des finanziellen Schadens zu ermitteln.
Dieser Artikel wurde mithilfe von KI aus dem Englischen übersetzt. Die englische Originalversion ist die maßgebliche Quelle; automatische Übersetzungen können Ungenauigkeiten enthalten, insbesondere bei rechtlicher und regulatorischer Terminologie.












