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Credit Bank PLC geht Partnerschaft mit Anzens ein, um in Kenia einen Stablecoin des US-Landwirtschaftsministeriums (USDA) zu testen

Die kenianische Credit Bank ist eine Partnerschaft mit Anzens eingegangen, um die Stablecoin „USDA“ im Rahmen eines Pilotprojekts einzuführen. Damit könnte sie die erste lizenzierte Geschäftsbank in einem Schwellenland werden, die eine Stablecoin direkt prägt und vertreibt. Die wichtigsten Erkenntnisse:

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Credit Bank PLC geht Partnerschaft mit Anzens ein, um in Kenia einen Stablecoin des US-Landwirtschaftsministeriums (USDA) zu testen
  • Die Credit Bank PLC und Anzens haben ein Pilotprojekt gestartet, um die Gebühren für grenzüberschreitende Zahlungen auf einen Pauschalsatz von 1,5 % zu senken.
  • Stablecoins machen mittlerweile 43 % der afrikanischen Kryptoaktivitäten aus, da Nutzer das langsame SWIFT-basierte Bankwesen umgehen.
  • Die Credit Bank und Yeshara werden als Nächstes bis 2024 den USDA als Zahlungsoption für tokenisierte Vermögenswerte testen.

Senkung der Kosten für internationale Überweisungen

Die kenianische Geschäftsbank Credit Bank PLC ist eine explorative Partnerschaft mit Anzens, dem Emittenten des USD-gedeckten Stablecoins USDA, eingegangen, um zu testen, wie eine regulierte Blockchain-Infrastruktur in das Bankensystem des Landes integriert werden könnte. Die Initiative, die einer laufenden Abstimmung mit der kenianischen Zentralbank (CBK) unterliegt, könnte die Credit Bank zu einer der ersten lizenzierten Geschäftsbanken in einem Schwellenmarkt machen, die eine Stablecoin direkt über ihre Dienste prägen, einlösen und vertreiben.

Nach dem vorgeschlagenen Modell könnten Kunden der Credit Bank Fiat-Währung in USDA umtauschen und wieder zurück, wobei internationale Zahlungen gegen eine Pauschalgebühr von 1,5 % abgewickelt würden. Transaktionen würden innerhalb von Minuten abgewickelt und am Zielort automatisch in die Landeswährung umgerechnet. Die Credit Bank würde als Verwahrer sowohl für kenianische Schillinge als auch für US-Dollar fungieren, um die Einhaltung der Vorschriften zu gewährleisten und gleichzeitig die Nutzer vor den Komplexitäten der Blockchain-Technologie zu schützen.

Shantnoo Saxsena, CEO von Anzens, unterstrich die potenziellen Auswirkungen: „Ein Unternehmen in Nairobi, das mit Lieferanten in Mumbai oder Dubai handelt, sollte keine 8 % Gebühren zahlen und eine Woche auf die Abwicklung der Zahlung warten müssen. Mit der Credit Bank wird dieselbe Transaktion innerhalb von Minuten zu 1,5 % abgewickelt. Genau das ist die Aufgabe einer Infrastruktur.“ Kenyas grenzüberschreitende Zahlungsströme nehmen rapide zu. Die Überweisungen der Diaspora erreichten 2024 einen Rekordwert von 5 Milliarden US-Dollar und überholten damit Tee und Gartenbau als wichtigste Deviseneinnahmequellen. Doch das SWIFT-basierte Korrespondenzbankwesen bleibt langsam und teuer, oft mit mehreren Zwischenhändlern und Abwicklungsverzögerungen von bis zu fünf Tagen. Die Weltbank schätzt die durchschnittlichen Überweisungskosten auf 6,45 %, in Subsahara-Afrika steigen sie auf fast 8 %.

Diese Ineffizienz hat bereits zur Einführung von Alternativen geführt: Kenianer wickelten im Jahr bis Juni 2024 Transaktionen mit Stablecoins im Wert von 3,3 Milliarden US-Dollar ab, während Stablecoins mittlerweile 43 % der Kryptoaktivitäten in ganz Afrika ausmachen. Regulierte Bankkanäle für die Umwandlung von Fiat-Währungen in Stablecoins sind jedoch nach wie vor rar.

Betty Korir, CEO der Credit Bank, sagte, die Partnerschaft spiegele den Fokus der Bank auf Wettbewerbsfähigkeit wider. „Stablecoins sind in diesem Zusammenhang keine spekulativen Vermögenswerte; sie sind Abwicklungsinfrastruktur“, so Korir. „Indem wir als Verwahrer für USDA fungieren, binden wir diese Funktion in eine regulierte Bankbeziehung ein, wo sie hingehört.“

Die Zusammenarbeit erstreckt sich auch auf tokenisierte Vermögenswerte. Yeshara, das im Rahmen der Sandbox der kenianischen Kapitalmarktaufsicht tätig ist, arbeitet mit Anzens und der Credit Bank zusammen, um USDA als Zahlungsoption für tokenisierte Immobilien und Rohstoffe zu ermöglichen. Anzens ist insofern einzigartig, als es sowohl über einen regulierten Stablecoin als auch über ein globales Zahlungsnetzwerk verfügt. USDA ist vollständig durch US-Dollar und US-Staatsanleihen gedeckt, wobei die Verwahrung durch Bitgo Trust erfolgt. Das Netzwerk erstreckt sich über 80 Länder und 41 Währungen und bezieht Liquidität über regulierte Institutionen. Das Unternehmen verfügt über eine doppelte Lizenz in Litauen und Dubai, wobei die Compliance-Infrastruktur die Bereiche Know Your Customer (KYC), Know Your Transaction (KYT) und institutionelle Verwahrung abdeckt.

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