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Botanix stellt Bitcoin-L2-Dienst nach vier Jahren ein, da die Gebühreneinnahmen hinter den Erwartungen zurückbleiben

Das Bitcoin-Layer-2-Netzwerk (L2) Botanix stellt nach vier Jahren seinen Betrieb ein und hat den 9. Juli 2026 als endgültigen Stichtag festgelegt, bis zu dem Nutzer ihre Bitcoins und Vermögenswerte abheben müssen, bevor die verbleibenden Guthaben endgültig von der Netzwerkvereinigung eingezogen werden.

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Botanix stellt Bitcoin-L2-Dienst nach vier Jahren ein, da die Gebühreneinnahmen hinter den Erwartungen zurückbleiben

Das Wichtigste im Überblick

  • Das Bitcoin-L2-Netzwerk Botanix stellt nach vierjähriger Arbeit am Aufbau der Blockchain seinen gesamten Betrieb ein.
  • Das Team stellt fest, dass der Kryptomarkt zentralisierte Plattformen wie Hyperliquid gegenüber dezentralen L2-Strukturen bevorzugt.
  • Nutzer müssen Bitcoin und andere digitale Vermögenswerte vor dem 9. Juli 2026 aus dem Spiderchain-Netzwerk abheben.

Das Playbook, das Botanix nicht befolgen wollte

Das Bitcoin-Layer-2-Netzwerk (L2) Botanix hat angekündigt, den Betrieb einzustellen – eine Entscheidung, die das Ende der vierjährigen Bemühungen markiert, native Smart-Contract-Funktionen für Bitcoin zu entwickeln. Das Team gab bekannt, dass das Mainnet des Netzwerks diesen Sommer den Betrieb einstellen wird, und forderte alle Nutzer auf, ihre Bitcoin und andere digitale Vermögenswerte vor dem 9. Juli 2026 abzuheben.

In einer Erklärung teilte Botanix mit, dass nach Ablauf der Frist die verbleibenden Gelder von der Netzwerkföderation eingezogen werden, wodurch alle verbleibenden Vermögenswerte dauerhaft unwiederbringlich verloren gehen. Trotz des offensichtlichen Erfolgs seiner Spiderchain hob die Erklärung eine Reihe tiefgreifender systemischer Frustrationen hinsichtlich des aktuellen Zustands des Kryptowährungsmarktes hervor, die Botanix letztendlich zum Handeln zwangen.

Das 2022 gestartete Projekt hatte sich zum Ziel gesetzt, eine Bitcoin-basierte Blockchain aufzubauen, die eine organische Produkt-Markt-Passung finden könnte. Das Team strebte dies an, ohne künstliche Token-Anreize zu nutzen, um Wachstum zu erzeugen, während konkurrierende Netzwerke zunehmend genau auf dieses Vorgehen setzten.

Zwar erzielte das Projekt technischen Erfolg – es wickelte 25 Millionen organische Transaktionen ab und integrierte wichtige Branchenakteure wie Chainlink und OKX –, doch erkannte das Team, dass der Markt sich schlichtweg weigerte, seinen prinzipientreuen Ansatz zu belohnen. Stattdessen, so argumentiert das Team, bleibe der Markt vollständig auf Bitcoin als passiven Reservewert und politisches Instrument fixiert. Botanix räumte ein, dass es, sollte sich die Rolle von Bitcoin lediglich als digitales Gold festigen, „niemals einen Markt für das geben wird, was wir aufgebaut haben“.

Obwohl Botanix ursprünglich vorhatte, irgendwann einen Token als legitime Form von Eigenkapital auf den Markt zu bringen, betont das Team, dass gescheiterte Token-Einführungen in der gesamten Branche beweisen, dass das traditionelle Token-Anreizmodell keine nachhaltigen Ergebnisse mehr liefert.

In einer der schärfsten Kritiken der Ankündigung stellte Botanix fest, dass Krypto-Nutzer zwar in Gesprächen die Dezentralisierung loben, ihr tatsächliches Verhalten jedoch etwas anderes aussagt. Nutzer haben sich in Netzwerken für allgemeine Zwecke wie Ethereum überwiegend für Wrapped Bitcoin (WBTC) entschieden, weil es billiger und einfacher ist.

„Bequemlichkeit gewinnt, jedes Mal“, stellte das Team fest und räumte ein, dass die Sicherheit eines dedizierten Bitcoin-L2 nur für einen engen Anwendungsbereich von Bedeutung ist.

Wirtschaftlicher Wandel und Konsolidierung

Zudem fließt das On-Chain-Wachstum nicht mehr in dezentrale Basis-Layer. Stattdessen konzentriert sich die wirtschaftliche Aktivität stark auf zentralisierte Plattformen und große Anwendungen, die die Nutzerbeziehung besitzen, wie zentralisierte Börsen, Hyperliquid und traditionelle Finanzriesen.

Da organische Nutzer Botanix in erster Linie als ruhigen Wertspeicher nutzten, um Erträge zu erzielen, fehlte dem Netzwerk das für nachhaltige Transaktionsgebühren erforderliche hohe Transaktionsvolumen. Letztendlich machte die Dezentralisierung des Netzwerks dessen Betrieb und Wartung teurer als die erzielten Einnahmen.

„Wenn Nutzer die bequeme Option wählen und die wirtschaftliche Schwerkraft in Richtung Zentralisierung zieht, bleibt auf einer dezentralen Infrastruktur-Ebene nur eine Nutzerbasis übrig, deren Betreuung mehr kostet, als sie einbringt“, schrieb das Team. „Die Gebühreneinnahmen reichten bei weitem nicht aus, um [infrastructure costs].“ Anstatt das Projekt in die Länge zu ziehen oder es in eine hohle Marketingkampagne umzuwandeln, beschloss Botanix, sich aus dem Bereich zurückzuziehen, wobei die Integrität des Unternehmens gewahrt blieb und das verbleibende Kapital zur Verfügung stand, um für das Team und die Partner zu sorgen.

Als Abschiedsdemonstration dessen, was hätte sein können, hob das Team BINK hervor, seine kürzlich gestartete Bitcoin-Neobank, die auf iOS und Android verfügbar ist. Mit selbstverwahrtem E-Mail-Login und nativem Ertrag sollte BINK das tägliche Transaktionsvolumen der Verbraucher ankurbeln, das Botanix so dringend benötigte. Allerdings kam die App erst vor wenigen Wochen in die App-Stores – zu spät, um den finanziellen Kurs des Netzwerks noch zu ändern. „Wir könnten weitermachen“, schloss die Ankündigung. „Wir haben uns jedoch dagegen entschieden, denn über den Punkt hinaus weiterzumachen, an dem zusätzliche Zeit keine zusätzlichen Erkenntnisse mehr bringt, ist keine Überzeugung … wir ziehen es vor, jetzt aufzuhören.“

Teilnehmer des Ökosystems, Entwickler und Privatanwender haben nun weniger als einen Monat Zeit, ihre Vermögenswerte vor dem Stichtag am 9. Juli aus der Spiderchain zu migrieren.

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