Der Coinbase-Bitcoin-Prämienindex ist auf den niedrigsten Stand seit einem Monat gefallen, wobei Analysten warnen, dass verstärkte Verkäufe institutioneller Anleger die kurzfristigen Preisaussichten für BTC erheblich belasten.Key Takeaways
Bitcoin gibt nach, da der Coinbase Bitcoin Premium Index auf einen Rückgang der institutionellen Käufe hindeutet

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- <li><span style="font-weight: 400;"> Der Index fiel laut Coinglass am 22. Mai auf -0,085 % und damit auf sein Monatstief.</span></li>
- <li><span style="font-weight: 400;"> Daten zeigen, dass sich die institutionellen Verkäufe auf Coinbase verstärkt haben, da makroökonomische Unsicherheiten zu Absicherungsgeschäften führen.</span></li>
- <li><span style="font-weight: 400;"> Bitcoin notierte zum Zeitpunkt der Veröffentlichung bei 74.500 US-Dollar, was einem Rückgang von über 4 % im Wochenverlauf entspricht, wobei ETF-Abflüsse in Höhe von 1,3 Mrd. US-Dollar zusätzlichen Druck ausübten.</span></li>
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Was die Daten zeigen
Die Coinbase-Bitcoin-Prämie, ein Index, der die Preisdifferenz zwischen Bitcoin auf Coinbase (vorwiegend von US-institutionellen Anlegern genutzt) und Bitcoin auf Binance (der weltweit größten Börse für Privatanleger) misst, erreichte am 22. Mai -0,085 % und markierte damit ihren tiefsten Stand seit über einem Monat.
Ein negativer Wert des Index bedeutet, dass Bitcoin auf Coinbase günstiger gehandelt wird als auf Binance. Ist die Prämie positiv, signalisiert dies, dass institutionelle Käufer aus den USA aggressiv aufstocken. Wenn sie negativ wird und fällt, deutet dies auf das Gegenteil hin, d. h., professionelles Kapital aus den USA zieht sich zurück, und Verkäufer sind auf der institutionellen Handelsplattform von Coinbase aktiver als Käufer.

Die makroökonomische Unsicherheit scheint von einem bestimmten Auslöser auszugehen, nämlich dem Vorsitzenden der US-Notenbank, Kevin Warsh, der diese Woche vereidigt wurde. In seinen ersten Äußerungen schlug er einen deutlich hawkischen Ton an, woraufhin die Märkte nun beginnen, die Möglichkeit von Zinserhöhungen im Jahr 2026 einzupreisen, anstatt der zuvor erwarteten Zinssenkungen.
Die Indexdaten untermauern ein Muster des institutionellen Rückzugs, das gleichzeitig in mehreren Kennzahlen sichtbar ist, da zuletzt der iShares Bitcoin Trust von Blackrock mehrere Tage in Folge Nettoabflüsse aus US-Spot-Bitcoin-ETFs verzeichnete – eine Serie, die sich inzwischen auf sechs Tage mit Abflüssen von insgesamt über 1,26 Milliarden US-Dollar ausgedehnt hat.
Da Bitcoin zudem bei 74.500 US-Dollar gehandelt wird – fast 38 % unter seinem Allzeithoch –, scheinen sich die Bedingungen weiter zu verschlechtern, wobei gestern in einer einzigen Sitzung Long-Positionen im Wert von 209 Millionen US-Dollar auf den Markt kamen.
Historisch gesehen gingen anhaltend negative Werte des Coinbase-Index entweder tieferen Korrekturen voraus oder markierten die letzte Phase einer Marktbereinigung, bevor institutionelle Käufer bei niedrigeren Preisniveaus zurückkehrten. Ob sich die aktuelle Situation mit einem weiteren Rückgang oder einer Stabilisierung auflöst, hängt stark von makroökonomischen Signalen ab, insbesondere von etwaigen Hinweisen der Fed zum Zinspfad.










