Vor dem High Court in Auckland wurden drei separate Klagen gegen bet365, Super Group und Skycity wegen Online-Glücksspielangeboten für Einwohner Neuseelands eingereicht. Die wichtigsten Punkte:
Bet365, Super Group und Skycity sehen sich wegen Offshore-Glücksspiels einer gemeinsamen Klage vor dem neuseeländischen High Court gegenüber

- Drei Verfahren vor dem neuseeländischen High Court gegen bet365, Super Group und Skycity.
- Die Sammelklage gegen Skycity umfasst Spielerverluste im Zeitraum Februar 2020 bis 2026.
- bet365 legt formell Einspruch gegen die Zuständigkeit des neuseeländischen Gerichts in dieser Sache ein.
Die Kläger erheben Rückerstattungsansprüche gegen Betreiber, die derzeit neuseeländische Lizenzen beantragen
Die Fälle werden als koordinierte Sammelklage verfolgt, wurden jedoch noch nicht offiziell zur gemeinsamen Verfahrensführung zusammengefasst. Für die Kläger wurde eine vorläufige Anordnung zur Unterdrückung der Namen erlassen. Die Klagen stützen sich auf eine Kombination neuseeländischer Gesetze, wie aus einem vom Richter Ian Gault am 17. April erlassenen Gerichtsprotokoll hervorgeht.
In dem Skycity-Verfahren werden die Skycity Entertainment Group, Skycity Auckland Holdings Limited und die in Malta ansässige Silvereye Entertainment Limited als Beklagte genannt. Silvereye ist eine Tochtergesellschaft der Gaming Innovation Group und betreibt die Skycity Online-Casino-Plattform unter einer Lizenz der Malta Gaming Authority. Skycity hatte das Verfahren erstmals am 6. März gegenüber der NZX offengelegt und erklärt, dass die Klage darauf abziele, „die Rechtmäßigkeit der von Silvereye im Auftrag einer ausländischen Tochtergesellschaft von Skycity betriebenen Online-Glücksspielaktivitäten zu prüfen“.
Die Klage umfasst einen Antrag auf Zulassung als finanzierte Sammelklage, die die Verluste neuseeländischer Spieler zwischen Februar 2020 und Februar 2026 abdeckt. Skycity bestreitet jegliche Haftung und hat angekündigt, sich in dem Verfahren aktiv zu verteidigen. BusinessDesk hat berichtet, dass die Sammelklage Online-Einnahmen in Höhe von mindestens 64,5 Millionen NZ$ abdecken könnte.
Die Klage gegen Skycity weist strukturelle Parallelen zu einem wenige Tage zuvor ergangenen Urteil des Gerichtshofs der Europäischen Union auf, in dem festgestellt wurde, dass in Malta lizenzierte Betreiber sich nicht auf ihre Zulassung in ihrem Heimatland berufen können, um zivilrechtliche Rückerstattungsansprüche von Spielern in EU-Mitgliedstaaten abzuwehren, in denen ihre Tätigkeit verboten war. Dieses Urteil des EuGH ist zwar nur für europäische Gerichte bindend, stellt jedoch einen strukturellen Präzedenzfall für ähnliche Klagen an anderer Stelle gegen MGA-lizenzierte Plattformen dar.
In dem Verfahren gegen bet365 werden Hillside (Gaming) ENC, Hillside (Sports) und die bet365-CEO Denise Coates persönlich als Beklagte genannt. Das Unternehmen hat formell Einspruch gegen die Zuständigkeit der neuseeländischen Gerichte für die Verhandlung dieser Angelegenheit erhoben.
In dem Verfahren gegen die Super Group wird der CEO der Super Group, Neal Menashe, persönlich genannt, neben Unternehmen wie Bayton, DigiMedia, Digamma, GM Gaming, Baytree Alderney und Baytree Interactive. Die Super Group betreibt weltweit die Marken Betway und Spin sowie das Online-Casino Kiwi's Treasure, das direkt an neuseeländische Spieler vermarktet wurde.
Die Klage folgt auf Änderungen des Racing Industry Act 2020 vom Juni 2025, durch die es für Offshore-Anbieter mit Ausnahme von TAB NZ illegal wurde, Renn- oder Sportwetten von neuseeländischen Einwohnern anzunehmen. Ab dem 1. Mai soll der Online Casino Gambling Bill das Verbot auf Online-Casino-Werbung ausweiten und einen Lizenzrahmen für bis zu 15 Betreiber schaffen, wobei für nicht lizenzierte Anbieter eine Frist zum Marktaustritt bis zum 1. Dezember gilt.

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Bet365, Super Group und Skycity haben alle öffentlich ihr Interesse bekundet, sich bei Beginn der Auktion um neuseeländische Lizenzen zu bewerben. Das bedeutet, dass alle drei Betreiber nun vor der Aussicht stehen, sich vor neuseeländischen Gerichten gegen historische Haftungsansprüche zu verteidigen und gleichzeitig den regulierten Marktzugang in derselben Gerichtsbarkeit anzustreben. Insbesondere der Ausgang der Rechtsstreitigkeit von bet365 könnte Einfluss darauf haben, wie sich die umfassendere Frage der Haftung von Offshore-Betreibern entwickelt, da andere Gerichtsbarkeiten ähnliche Klagen gegen in Malta lizenzierte Plattformen prüfen.




