Wintermute erklärte, der jüngste Kursrückgang von Bitcoin sei hauptsächlich auf Verkäufe institutioneller Anleger aus den USA und Abflüsse aus ETFs zurückzuführen, nicht auf den geringen BTC-Verkauf von Strategy. Das Unternehmen warnte, dass die Kapitalzuflüsse noch nicht zurückgekehrt seien, weshalb es zu früh sei, von einem Markttief zu sprechen.
Wintermute warnt: Der Tiefpunkt von Bitcoin ist unklar, da die Abflüsse aus ETFs bei fast 3 Mrd. US-Dollar liegen

Wichtige Erkenntnisse
- Wintermute erklärte, dass Abflüsse aus börsengehandelten Fonds (ETFs) und nicht der Verkauf von 32 BTC durch Strategy den Bitcoin-Kurs unter 62.000 US-Dollar gedrückt hätten.
- US-Spot-Bitcoin-ETFs verzeichneten innerhalb von 10 Tagen Verluste in Höhe von 2,97 Mrd. US-Dollar, was auf eine schwächere institutionelle Nachfrage hindeutet.
- Wintermute sieht eine Akkumulation nahe 62.000 $, sagt jedoch, dass neue Zuflüsse zurückkehren müssen, um einen Tiefpunkt zu bestätigen.
Wintermute sieht erste Bitcoin-Akkumulation, sagt aber, dass eine Erholung noch nicht bestätigt ist
Der starke Rückgang von Bitcoin unter 62.000 US-Dollar wurde laut Wintermute weniger durch den symbolischen Verkauf von 32 BTC durch Strategy als vielmehr durch nachlassende institutionelle Zuflüsse verursacht. Der Market Maker erklärte, Bitcoin sei im Laufe der Woche um etwa 14 % gefallen und habe damit Niveaus erreicht, die zuletzt im September 2024 zu beobachten waren. Während der Verkauf von Strategy die erste Bitcoin-Veräußerung seit 2022 darstellte, bezeichnete Wintermute das Volumen als unerheblich. Das Signal war wichtiger als das Volumen, da es in einem Markt landete, der bereits an Unterstützung verlor. Der eigentliche Druck, so Wintermute, ging von US-Instituten und Rücknahmen bei Spot-Bitcoin-ETFs aus. Das Unternehmen erklärte, sein OTC-Desk habe beobachtet, wie Privatanleger Kryptowährungen verkauften, um Aktienrenditen nachzugehen. Auch institutionelle Kunden aus den USA seien in den letzten Tagen bärisch geworden, während Asien und Europa ausgeglichener blieben. ETF-Daten untermauerten dieses Bild. Bitcoin-Spotfonds verzeichneten vom 15. bis zum 29. Mai zehn Handelstage in Folge mit Abflüssen – die längste Serie seit ihrer Auflegung. Die Gesamtrücknahmen beliefen sich in diesem Zeitraum auf rund 2,97 Milliarden US-Dollar, sodass der Mai mit Nettoabflüssen von 2,43 Milliarden US-Dollar als schwächster Monat des Jahres 2026 zu Buche schlug.

Arbeitsmarktbericht belastet die Märkte zusätzlich
Wintermute erklärte, die jüngste Schwäche sei darauf zurückzuführen, dass die allgemeine Risikobereitschaft auf die Probe gestellt werde. Ein besser als erwarteter US-Arbeitsmarktbericht trieb die Renditen von US-Staatsanleihen in die Höhe und dämpfte die Erwartungen hinsichtlich kurzfristiger Zinssenkungen durch die Federal Reserve. In den USA wurden im Mai 172.000 neue Arbeitsplätze geschaffen, verglichen mit Erwartungen von etwa 80.000, während die Zahlen für April von 115.000 auf 179.000 nach oben korrigiert wurden.
Auch andere Daten deuteten auf anhaltenden Inflationsdruck hin. Die Zahl der offenen Stellen stieg auf 7,6 Millionen, den höchsten Stand seit fast zwei Jahren, und die ISM-Dienstleistungspreise erreichten ihren höchsten Stand seit August 2022. Die Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen kletterte auf 4,55 %.
Dennoch zeigt der Arbeitsmarkt hinter den Schlagzeilen Anzeichen von Belastung. Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe stieg auf 225.000, den höchsten Stand seit Februar, und die angekündigten Entlassungen nahmen den dritten Monat in Folge zu, wobei Unternehmen KI als einen der Hauptfaktoren nannten.
Aktien verstärkten den Druck. Der Nasdaq fiel um 4,7 %, während der S&P 500 seinen ersten Wochenverlust seit März verzeichnete. Wintermute erklärte, der KI-Handel scheine an Schwung zu verlieren, nachdem überzogene Bewertungen, steigende Emissionen und die Volatilität des Ölpreises die Stimmung belasteten.
Das Unternehmen bezeichnete zudem den Börsengang von SpaceX am 12. Juni als entscheidenden Test für die Risikobereitschaft. Eine starke Platzierung könnte die Märkte stabilisieren, während eine schwache Nachfrage auf eine allgemeine Erschöpfung hindeuten könnte.
Wintermute erklärte, dass einige langfristige Anleger begonnen hätten, Bitcoin nahe den aktuellen Kursniveaus zu akkumulieren. Dennoch gehe das Unternehmen nicht von einer Bodenbildung aus. Ohne klare Anzeichen für neue Zuflüsse und angesichts weiterhin schwieriger makroökonomischer Bedingungen habe der Markt laut dem Unternehmen noch keine nachhaltige Erholung bestätigt.












