Zwei thailändische Geschäftsleute geben an, dass Tether 42,4 Millionen US-Dollar ihrer USDT vier Monate vor einer gerichtlichen Anordnung zur Einfrierung auf eine schwarze Liste gesetzt habe, und klagen nun auf Rückgabe.
Thailändische Investoren verklagen Tether wegen der Einfrierung von 42 Millionen USDT ohne richterliche Anordnung

Das Wichtigste im Überblick
- Laut der Klage hat Tether am 30. Oktober 2025 USDT im Wert von 42,4 Millionen Dollar, die zwei thailändischen Investoren gehörten, eingefroren.
- Ein Beschlagnahmungsbeschluss ging erst am 19. Februar 2026 ein, fast vier Monate nach der Sperrung.
- Die Kläger fordern die Aufhebung der Sperre, Schadenersatz sowie die Herausgabe der Reserven von Tether.
Eine Sperrung noch vor Erlass eines Beschlusses
Nutthawat Rukthammachalern und Natthawat Kasamvilas reichten am 31. August beim US-Bezirksgericht für den südlichen Bezirk von New York Klage gegen Tether ein und argumentierten, der Stablecoin-Emittent habe keine Rechtsgrundlage gehabt, ihre Gelder zu sperren. Der Klage zufolge setzte Tether am 30. Oktober 2025 zehn Ethereum-Adressen, auf denen insgesamt 42.417.785,62 USDT lagen, auf die schwarze Liste – Monate bevor überhaupt ein Durchsuchungsbefehl vorlag.
Dieser Beschlagnahmungsbefehl stammte letztendlich aus einem völlig anderen Fall. Ein Amtsrichter im östlichen Bezirk von North Carolina erließ am 19. Februar 2026 den Beschlagnahmungsbefehl Nr. 5:26-MJ-1267-JG im Zusammenhang mit Ermittlungen zu einem Investitionsbetrug im Zusammenhang mit der Schweineschlachtung. Die Ermittler behaupteten, die fraglichen Wallets hätten Erlöse aus Kryptowährungsbetrug im Zusammenhang mit Liebesbeziehungen erhalten. Die Kläger geben an, dass sie nicht an diesem Betrug beteiligt waren und erst lange nach der Sperrung ihrer Gelder von der Sperrung erfahren hätten.

Die Klage richtet sich gegen ein Unternehmen, das regelmäßig Gelder einfriert, da Tether in Abstimmung mit der OFAC und US-Strafverfolgungsbehörden einige der größten Vermögenssperren in der Geschichte der Stablecoins veranlasst hat, darunter eine Sperre in Höhe von 344 Millionen US-Dollar im April im Zusammenhang mit illegalen Aktivitäten sowie eine Phase im Mai, in der das Unternehmen 371 Adressen auf eine schwarze Liste setzte und innerhalb von nur 30 Tagen USDT im Wert von rund 515 Millionen US-Dollar einfror.
Tether gibt an, weltweit Tausende von Strafverfolgungsverfahren unterstützt zu haben, doch genau diese einseitige Einfrierungsbefugnis des Unternehmens, die über einen zentralisierten Verwaltungsschlüssel in den Smart Contract von USDT integriert ist, wird mit dieser neuen Klage angefochten.
Was die Kläger fordern
Die Klage zielt auf eine Feststellungsklage, eine einstweilige Verfügung, Schadenersatz, die Herausgabe aller Erträge, die Tether aus den Reserven zur Absicherung der eingefrorenen Token erzielt hat, sowie Strafschadenersatz ab. Die Kläger wollen insbesondere, dass es Tether untersagt wird, die umstrittenen USDT während des laufenden Verfahrens zu vernichten oder neu auszugeben, und sie beantragen beim Gericht, die Streichung ihrer Adressen von der Blacklist zu erzwingen.
Dies ist nicht ihr erster Versuch, Rechtsbehelf zu erlangen. Am 31. Juli reichten sie in North Carolina einen separaten Antrag auf Rückgabe der Gelder ein, doch weder in diesem Verfahren noch in der Klage in New York wurde bisher eine Entscheidung über das Eigentumsrecht oder die Haftung von Tether getroffen.
Wie „Pig-Butchering“-Einfrierungen kompliziert werden
Bei „Pig-Butchering“-Betrügereien bauen Betrüger in der Regel über Monate hinweg falsche Beziehungen zu ihren Opfern auf, bevor sie diese auf gefälschte Krypto-Investitionsplattformen lenken, und Ermittler verfolgen die gestohlenen Gelder oft über Dutzende von Wallets, bevor sie diejenigen ausfindig machen, deren Einfrieren sich lohnt.
Bei der Rückverfolgung wird es etwas kompliziert, da der Durchsuchungsbefehl aus North Carolina einen breiteren Bereich abdeckte: Die Staatsanwaltschaft behauptet, dass mehr als 61 Millionen USDT mit Wallets in Verbindung standen, die mit Anlagebetrug verknüpft waren, doch die thailändischen Kläger argumentieren, dass ihre zehn Adressen ohne individuelle Beweise, die sie mit dem Betrug in Verbindung bringen, in dieses Raster geraten seien.
Ob die Wallets tatsächlich mit betrugsbezogenen Erlösen in Berührung kamen oder lediglich Transaktionen mit Adressen durchführten, die dies ihrerseits irgendwann einmal getan hatten, dürfte im weiteren Verlauf des Verfahrens der zentrale Streitpunkt sein. Es stehen interessante Monate bevor!
Dieser Artikel wurde mithilfe von KI aus dem Englischen übersetzt. Die englische Originalversion ist die maßgebliche Quelle; automatische Übersetzungen können Ungenauigkeiten enthalten, insbesondere bei rechtlicher und regulatorischer Terminologie.












