Mastercard Transaction Services (U.S.) LLC erhielt am Mittwoch vom New York State Department of Financial Services eine Lizenz für virtuelle Währungen, wodurch das globale Zahlungsunternehmen nun offiziell berechtigt ist, Dienstleistungen im Bereich digitaler Vermögenswerte in einer der am strengsten regulierten Finanzjurisdiktionen des Landes anzubieten.
Mastercard erhält New Yorker BitLicense zur Förderung der Infrastruktur für Stablecoins und digitale Zahlungen

Wichtige Erkenntnisse
- Mastercard Transaction Services (U.S.) LLC erhielt am 27. Mai 2026 eine NYDFS-Bitlizenz, wodurch der Weg für den Betrieb digitaler Vermögenswerte in New York geebnet wurde.
- Die Genehmigung folgt auf die Übernahme des Stablecoin-Infrastrukturunternehmens BVNK durch Mastercard im März 2026 für 1,8 Milliarden US-Dollar und signalisiert ein verstärktes Engagement für On-Chain-Zahlungen.
- Chief Product Officer Jorn Lambert erklärt, dass regulatorische Klarheit nun im Mittelpunkt der Strategie von Mastercard steht, um Stablecoins und tokenisierte Einlagen weltweit zu skalieren.
Mastercard erhält NYDFS-Bitlizenz und eröffnet Zugang zu digitalen Vermögenswerten in New York
Die Genehmigung erfolgte im Rahmen des New Yorker Bitlicense-Systems, das die NYDFS 2015 eingeführt hat. Es gilt nach wie vor als eines der strengsten Krypto-Lizenzierungssysteme auf Bundesstaatenebene in den Vereinigten Staaten. Unternehmen, die eine Genehmigung beantragen, müssen detaillierte Anforderungen in den Bereichen Verbraucherschutz, Cybersicherheit, Einhaltung von Geldwäschevorschriften, Kapitalreserven, finanzielle Integrität und operative Widerstandsfähigkeit erfüllen.
Für Mastercard unterstützt die Lizenz direkt die Arbeit des Unternehmens mit Stablecoins und tokenisierten Einlagen. Sie eröffnet dem Unternehmen einen regulierten Weg zur Ausweitung blockchainbasierter Zahlungsaktivitäten, der Abwicklungsinfrastruktur sowie der Verbindungen zwischen traditionellen Finanzsystemen und Systemen für digitale Vermögenswerte in New York.
Jorn Lambert, Chief Product Officer bei Mastercard, sagte, die Genehmigung spiegele wider, wie das Unternehmen mit neuen Formen digitaler Werte umgehe. „Klare regulatorische Rahmenbedingungen spielen eine wichtige Rolle beim Aufbau von Vertrauen, während neue Formen digitaler Werte vom Experimentierstadium zur praktischen Anwendung übergehen“, so Lambert. „Diese Genehmigung konzentriert unsere Arbeit darauf, Innovation mit den regulatorischen Erwartungen an ein hohes Maß an Sicherheit, Compliance und Risikomanagement in Einklang zu bringen.“
Mastercard erklärte, die Lizenz entspreche denselben Standards, die auch das globale Zahlungsnetzwerk des Unternehmens stützen. Das Unternehmen stellte die Genehmigung als Teil einer umfassenderen Initiative dar, um Interoperabilität, Zuverlässigkeit und Vertrauen im gesamten Zahlungsökosystem zu fördern. Die Bitlicense wurde etwa zwei Monate nach der Ankündigung von Mastercard erteilt, im März 2026 das Stablecoin-Infrastrukturunternehmen BVNK für 1,8 Milliarden US-Dollar zu übernehmen. Ziel dieser Transaktion war es, On-Chain-Zahlungsaktivitäten mit traditionellen Fiat-Zahlungswegen zu verbinden. Zusammen mit der New Yorker Lizenz versetzen die Übernahme und die Lizenz Mastercard in die Lage, Dienstleistungen im Bereich digitaler Vermögenswerte sowohl über regulierte als auch über marktbasierte Infrastrukturkanäle zu skalieren. Mastercard hat in den letzten Jahren weitere Krypto-bezogene Programme aufgebaut, darunter Funktionen für Stablecoin-Transaktionen von Wallets bis hin zu Checkouts sowie ein Krypto-Partnerprogramm, an dem mehrere Branchenakteure beteiligt sind. Mit der Genehmigung in New York reiht sich Mastercard in die Riege anderer kürzlich lizenzierter Unternehmen ein. Galaxy Digital und Strike erhielten jeweils im Jahr 2026 die Bitlicense-Genehmigung, was den Trend widerspiegelt, dass institutionelle und traditionelle Finanzunternehmen ihre Krypto-Aktivitäten über staatliche Regulierungskanäle formalisieren. Das NYDFS führt eine öffentliche Liste der zugelassenen Bitlicense-Inhaber. Mastercard Transaction Services (U.S.) LLC ist nun in der Kategorie „Virtual Currency License“ mit einem Genehmigungsdatum im Mai 2026 aufgeführt.
Die Lizenz stellt keine Änderung des Kerngeschäfts von Mastercard dar. Sie erweitert die regulatorische Grundlage, die das Unternehmen für den Umgang mit digitalen Vermögenswerten geschaffen hat. Diese Grundlage umfasst nun eine formelle Lizenz in New York, einer Jurisdiktion, die im Bereich der globalen Finanzdienstleistungen und der Einhaltung von Zahlungsvorschriften erhebliches Gewicht hat. Mastercard ist in mehr als 210 Ländern und Gebieten tätig. Da Zahlungssysteme zunehmend auf eine stärkere Integration digitaler Vermögenswerte zusteuern, verschafft die Bitlicense dem Unternehmen eine nachgewiesene Compliance-Position in einem Markt, in dem die regulatorische Stellung zunehmend darüber entscheidet, welche Institutionen wachsen können. Die Genehmigung reiht sich ein in eine wachsende Liste traditioneller Finanzunternehmen (TradFi), die formelle Lizenzierungsprozesse durchlaufen haben, um in den Bereich der digitalen Vermögenswerte einzusteigen – ein Prozess, der immer mehr Teilnehmer anzieht, da sich die regulatorischen Rahmenbedingungen in den USA immer klarer definieren.












