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Santiment: 7.934 neue XRP-Wallets an einem Tag nach dem Binance-Hack

XRP hat nach dem Hack bei Binance laut Santiment einen der stärksten Tage des Jahres bei neu angelegten Wallets verzeichnet. Der Anstieg stand im Kontrast zum verhaltenen Kurs. Das Analyseunternehmen sieht darin Hinweise auf einen möglichen Wechsel in die Selbstverwahrung.

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Santiment: 7.934 neue XRP-Wallets an einem Tag nach dem Binance-Hack

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Am 1. November, einem Sonntag, entstanden laut Santiment 7.934 neue XRP-Wallets, der sechsthöchste Tageswert des Jahres 2026.
  • Santiment sieht bei 1,30 Dollar (rund 1,16 Euro) die Marke, deren Rückeroberung eine stärkere Kursdynamik bei XRP bestätigen würde.
  • Bleiben es über 4.000 neue Wallets am Tag und erobert XRP die Marke von 1,30 Dollar (rund 1,16 Euro) zurück, hellt sich das Bild laut Santiment auf.

XRP-Wallets wachsen trotz Kursdruck schneller

Am 1. November seien 7.934 neue XRP-Wallets entstanden, der sechsthöchste Tageswert des Jahres 2026, berichtete Santiment am 2. November. In seiner Einschätzung zum Wachstum des XRP-Netzwerks auf X hob das Analyseunternehmen die ungewöhnlich hohe Aktivität hervor, zumal der Sonntag sonst zu den ruhigeren Tagen zähle. XRP wurde dabei um 1,25 Dollar (rund 1,12 Euro) gehandelt.

„Das Wachstum des XRP-Netzwerks beschleunigt sich rasant“, schrieb Santiment. Das Unternehmen brachte den Zeitpunkt mit den Folgen des Binance-Hacks in Verbindung, schränkte den Zusammenhang aber ein:

„Der Anstieg folgt auf eine ereignisreiche Woche für XRP und erfolgte unmittelbar nach dem Binance-Hack, der möglicherweise mehr Nutzer dazu veranlasst hat, ihre Vermögenswerte selbst zu verwahren und neue Wallets einzurichten.“

Die Zahl misst neue Adressen. Wie viele verschiedene Menschen dem Netzwerk beigetreten sind, lässt sich daraus nicht ablesen.

Ein Wechsel in die Selbstverwahrung von Kryptowerten bedeutet, dass die privaten Schlüssel beim Inhaber liegen und nicht bei einer Börse. Auf diesem Unterschied beruht die Vermutung von Santiment, der Hack könne Nutzer zur Selbstverwahrung bewegt haben. Eine neue Wallet kann allerdings ebenso auf eine geänderte Verwahrung hindeuten wie auf einen neuen Nutzer.

Für Anleger in Deutschland und Österreich bleibt der Schritt in die eigene Wallet dabei nicht unbemerkt. Seit 1. Januar 2026 sammeln Kryptobörsen und Broker in beiden Ländern nach der EU-Richtlinie DAC8 Daten ihrer Kunden für die Steuerbehörden. Wer Coins auf eine eigene Wallet abzieht, taucht in der Meldung meist mit dem Gesamtbetrag dieser Abhebungen auf, Wallet-Adressen enthält sie nicht.

Santiment: 7.934 neue XRP-Wallets an einem Tag nach dem Binance-Hack
XRP-Kurs und Netzwerkwachstum: Santiment verzeichnet am 1. November 7.934 neue Wallets. Quelle: Santiment.

Der Binance-Hack bildet den Hintergrund

Der Vorfall betraf XRP direkt. Am 29. Oktober überwiesen fünf Binance-Wallets binnen etwa vier Minuten 233,46 Millionen XRP an eine Adresse des Angreifers, wie Ermittler feststellten. Jede der sendenden Wallets behielt laut der Auswertung der Transaktionen nur ihr Mindestguthaben.

Die Deckung der Kundenguthaben rückte danach in den Mittelpunkt der Reaktion der Börse. Am 31. Oktober erklärte Binance, XRP und neun weitere Kryptowährungen seien vollständig gedeckt, weil die Börse die gestohlenen Werte aus eigenen Mitteln ersetzt habe. Diese Zusage betraf die Reserven hinter den Kundenguthaben, nicht die Frage, ob Kunden während der Sperre Auszahlungen vornehmen konnten.

Nach dem stufenweisen Plan der Börse für den Neustart der Auszahlungen sollte ein erstes Zeitfenster am 1. November öffnen, XRP gehörte zu den genannten Netzwerken. Binance meldete zudem, rund 95 Prozent des betroffenen Betrags gedeckt zu haben. Die Lücke entfiel auf weniger liquide Token, deren finanzielle Folgen die Börse selbst tragen will.

Santiment nennt Bedingungen für mehr Schwung bei XRP

Santiment sieht 1,25 Dollar (rund 1,12 Euro) als unmittelbaren Wendepunkt und 1,30 Dollar (rund 1,16 Euro) als erste Marke, die eine stärkere Kursdynamik bestätigen würde. Der Ausblick hänge zudem davon ab, dass weiterhin viele neue Wallets entstehen. Das Unternehmen erklärte:

„Bleibt das Wachstum bei neuen Wallets über etwa 4.000 pro Tag, während XRP die 1,30 Dollar zurückerobert, wird das Bild konstruktiver. Ein Rückgang unter 1,20 Dollar, während das Netzwerkwachstum wieder unter 3.000 fällt, würde dieses Signal abschwächen.“

Unabhängig davon verschob der Angreifer die gestohlenen XRP in sechs neue Wallets, nachdem sie rund 80 Stunden weitgehend unberührt geblieben waren. Neun große Zahlungen am 1. November zwischen 22:52 und 23 Uhr EST (2. November, 4:52 bis 5 Uhr MEZ) verteilten rund 233,45 Millionen XRP neu. Nach Weltzeit (UTC) war es da bereits der 2. November, die Transfers lagen also nach dem von Santiment hervorgehobenen Tag. Am 2. November gegen 20 Uhr EST (3. November, 2 Uhr MEZ) notierte XRP bei 1,25 Dollar (rund 1,12 Euro).

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Dieser Artikel beruht auf einem Bericht unserer englischsprachigen Redaktion. Er wurde mithilfe von KI übersetzt und von Konstantin Kaiser geprüft, bearbeitet und freigegeben.

Über den Autor

GESCHRIEBEN VONKevin Helms

Kevin Helms ist ein Kryptowährungsjournalist, der sich auf Bitcoin, Blockchain-Regulierung und globale Märkte für digitale Vermögenswerte spezialisiert hat.