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Ruhende Bitcoin: 2.159 BTC bewegt, Wallets von 2013 dominieren

Lange ruhende Bitcoin-Wallets, die ältesten davon aus dem Jahr 2012, haben im Oktober 2.159,15 BTC im Wert von 167,56 Millionen Dollar (rund 149,6 Millionen Euro) bewegt. Das war der zweite Rückgang in Folge. Trotz der geringeren Aktivität dominierten Wallets aus dem Jahr 2013 den Monat, Adressen aus den ersten Jahren von Bitcoin fehlten dagegen auffällig.

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Ruhende Bitcoin: 2.159 BTC bewegt, Wallets von 2013 dominieren

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Die Aktivität lange ruhender Bitcoin-Wallets ging im Oktober den zweiten Monat in Folge zurück, bewegt wurden 2.159,15 BTC, die ältesten Wallets stammten von 2012.
  • Btcparser verzeichnete im Oktober 35 Transaktionen, wobei wenige große Überweisungen den Großteil des Volumens ausmachten.
  • Adressen aus den Jahren 2010 und 2011 tauchten in den Daten für Oktober nicht auf, die Wallets von 2013 stellten fast die Hälfte des Volumens.

Weniger Bewegung bei ruhenden Bitcoin

Auch im Oktober erwachten wieder lange ruhende Bitcoin-Wallets, die Aktivität war aber deutlich verhaltener als im August und September. Zwischen dem 1. und 30. Oktober verzeichnete btcparser.com 35 Transaktionen über 2.159,15 BTC im Wert von rund 167,56 Millionen Dollar (rund 149,6 Millionen Euro), berechnet mit einem Referenzpreis von 77.606 Dollar (rund 69.300 Euro) je Coin.

Die größte Transaktion des Monats fand am 20. Oktober statt. Eine am 23. Januar 2016 eingerichtete Wallet überwies 500 BTC im Wert von 38,80 Millionen Dollar (rund 34,6 Millionen Euro). Hinter dieser auffälligen Überweisung verbarg sich jedoch ein allgemeiner Rückgang der Ausgaben aus ruhenden Wallets.

Deutlich weniger als im August

Die Zahlen zeigen eine klare Abkühlung gegenüber den 6.427,59 BTC in 188 Transaktionen im August und den 5.419,45 BTC in 94 Transaktionen im September. Das Volumen im Oktober lag rund 66 Prozent unter dem Wert vom August und 60 Prozent unter dem vom September, die Zahl der Transaktionen sank noch stärker.

Noch ruhiger war der Juli mit 30 Überweisungen über zusammen 1.264,16 BTC. Im Schnitt umfasste eine Transaktion im Oktober 61,69 BTC und damit mehr als in den drei Monaten davor, obwohl das Gesamtvolumen deutlich geringer ausfiel. Gleichmäßig verteilt war die Aktivität nicht. Zwischen dem 17. und 21. Oktober entfielen auf nur 10 Transaktionen 1.620,75 BTC, rund drei Viertel des Monatsvolumens. Allein vier Transaktionen umfassten 1.361,21 BTC im Wert von 105,64 Millionen Dollar (rund 94,3 Millionen Euro).

Wallets aus dem Jahr 2013 im Mittelpunkt

Adressen, die erstmals 2013 Guthaben erhielten, stahlen allen die Show. Auf sie entfielen 993,61 BTC im Wert von 77,11 Millionen Dollar (rund 68,9 Millionen Euro), verteilt auf 11 Transaktionen. Das waren 46,02 Prozent des Volumens im Oktober, nach etwa 16 Prozent im September und 13 Prozent im August.

Auf Platz zwei folgte der Jahrgang 2016 mit 546,95 BTC, danach Adressen aus dem Jahr 2017 mit 355,93 BTC. Wallets von 2014 trugen 174,46 BTC bei, deutlich weniger als die 3.286,26 BTC, die im August auf diesen Jahrgang entfallen waren.

Eine besonders auffällige Kombination gab es am 17. Oktober. Zwei Wallets aus dem Jahr 2013 überwiesen binnen fünf Sekunden im Block 971894 248,85 BTC und 167,84 BTC. Der zeitliche Gleichlauf deutet auf eine gemeinsame Kontrolle hin, die Blockchain-Daten allein belegen einen gemeinsamen Eigentümer aber nicht.

Der 20. Oktober bringt die größte Bewegung

Am 20. Oktober war die Wirkung am größten: An diesem einen Tag wurden 511,20 BTC im Wert von rund 39,67 Millionen Dollar (rund 35,4 Millionen Euro) bewegt. Am selben Tag wurde auch die älteste Adresse im Datensatz aktiv. Die am 14. Februar 2012 eingerichtete Wallet überwies nach mehr als 14 Jahren 11,2 BTC.

Bemerkenswert sind auch zwei Wallets, die am 25. und 26. Dezember 2015 entstanden, also am ersten und zweiten Weihnachtsfeiertag. Beide überwiesen am 23. Oktober genau 10 BTC, im Abstand von acht Minuten.

Bitcoin.com's Bitcoin Explorer screenshot.
Die Überweisungen an den Weihnachtstagen, dargestellt über den Bitcoin Explorer von Bitcoin.com.

Die kleinsten Transaktionen fielen bescheiden aus, darunter drei Überweisungen unter 0,01 BTC. Was in den Daten auftaucht, hängt auch von den Erkennungskriterien von btcparser.com ab. Eine vollständige Aufstellung aller alten Bitcoin-Adressen, aus denen Coins ausgegeben wurden, sind die Zahlen deshalb nicht.

Die frühesten Wallets bleiben still

Am auffälligsten war vielleicht das Fehlen von Adressen aus den Jahren 2010 und 2011. Keiner der beiden Jahrgänge tauchte in den Daten für Oktober auf, nachdem im September allein auf Wallets aus dem Jahr 2010 600 BTC entfallen waren. Die Zahlen erfassen Ausgaben aus ausgewählten ruhenden Adressen und keine bestätigten Verkäufe. Die Coins könnten also auch zwischen Wallets desselben Inhabers verschoben worden sein.

Würden die Coins verkauft, blieben Gewinne für Halter in Deutschland derzeit steuerfrei, sofern die Coins im Privatvermögen liegen. Die Haltefrist von einem Jahr ist bei so alten Beständen längst abgelaufen. Die geplante Reform, nach der Gewinne unabhängig von der Haltedauer mit 25 Prozent besteuert würden, beträfe laut Referentenentwurf nur Coins, die ab 2027 gekauft werden. Auch in Österreich gilt der Sondersteuersatz von 27,5 Prozent nur für Kryptowährungen, die nach dem 28. Februar 2021 angeschafft wurden.

Insgesamt bewegten ruhende Wallets von Juli bis Oktober 2026 15.270,35 BTC, beim aktuellen Kurs rund 1,19 Milliarden Dollar (rund 1,06 Milliarden Euro). Weil sich die Aktivität im Oktober auf wenige große Transaktionen konzentrierte, lautet die offene Frage nicht nur, wie viele Bitcoin bewegt wurden. Es geht vor allem darum, ob diese lange gehaltenen Bestände den Besitzer wechseln oder nur auf neuere Bitcoin-Adressen umziehen.

Dieser Artikel beruht auf einem Bericht unserer englischsprachigen Redaktion. Er wurde mithilfe von KI übersetzt und von Konstantin Kaiser geprüft, bearbeitet und freigegeben.

Über den Autor

GESCHRIEBEN VONJamie RedmanNews Lead

Jamie Redman ist News Lead bei Bitcoin.com News und ein Finanztechnologie-Journalist mit Sitz in Massachusetts.