Farside Investors weist darauf hin, dass das Vorzugsprodukt „STRC“ von Strategy strukturelle Risiken birgt, die mit seinem diskretionären Kupon und seinem Mechanismus zur Preisstabilisierung zusammenhängen. Diese Kritik kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Strategy zu einem aktiven Bilanzmanagement übergeht, das unter anderem eine Dollar-Reserve, vorrangige Rückkäufe und mögliche Bitcoin-Verkäufe umfasst.
Farside warnt: Der von Strategy geplante STRC-Dividendenplan von 12 % könnte das Vertrauen der Anleger schwächen

Wichtigste Erkenntnisse
- Farside zufolge könnte sich der 100-Dollar-Preismechanismus von STRC abschwächen, sollte Strategy die Kupons erhöhen.
- Strategy plant Rückkäufe, eine Dollar-Reserve und mögliche BTC-Verkäufe, um Risiken zu steuern.
- STRC notierte bei rund 75 US-Dollar, bevor es wieder anstieg; Farside drängt auf Rückkäufe oder eine Umstellung auf SOFR.
Strategy ändert Bitcoin-Strategie, während Farside das Preisstützungsmodell von STRC in Frage stellt
Der Schritt von Strategy zur Schaffung eines „Digital Credit Capital Framework“ hat die kritische Betrachtung eines seiner komplexesten Finanzierungsinstrumente verschärft: STRC.
Farside Investors, ein britischer Anlageberater, argumentiert, dass der Preisstabilisierungsmechanismus von STRC grundsätzlich instabil sei. Das Produkt wurde größtenteils bei rund 100 US-Dollar emittiert, mit einem Mechanismus, der den Marktpreis wieder auf dieses Niveau zurückführen soll.
Theoretisch kann Strategy, wenn STRC unter 100 US-Dollar gehandelt wird, die Dividende erhöhen, um den Kurs zu stützen. Liegt der Kurs über 100 US-Dollar, kann das Unternehmen die Dividende senken. Farside zufolge schafft diese Struktur eine gefährliche Rückkopplungsschleife. Sollten Anleger zunehmend Bedenken hinsichtlich des Kreditrisikos von Strategy hegen, könnte STRC fallen. Eine Erhöhung der Dividende zur Stützung des Kurses könnte dann den Liquiditätsdruck erhöhen und das Vertrauen weiter schwächen. Das Unternehmen weist zudem darauf hin, dass die Kuponzahlung diskretionär und nicht automatisch erfolgt. Das verschafft Strategy Flexibilität, schafft aber auch Unsicherheit für Anleger, die versuchen, das Wertpapier zu bewerten.
Flexibilität bei der Kuponzahlung schafft Bewertungslücke
Farside erklärte, dass eine Kreditaufnahme zu 11,5 %, um Bitcoin zu kaufen, aus rein finanziellen Gesichtspunkten unattraktiv erscheint. Selbst wenn sich Bitcoin langfristig gut entwickelt, steigt sein Kurs möglicherweise nicht gleichmäßig genug, um diese Kosten zu decken, ohne dass in schwachen Märkten Vermögensverkäufe erzwungen werden.
Die Analyse deutet auf eine deutliche Bewertungslücke hin. Wenn Anleger davon ausgehen, dass STRC weiterhin eine Dividende von 11,5 % in voller Höhe zahlt, bewertet der Rechner von Farside das Instrument unter Verwendung eines Diskontsatzes von 8 % mit etwa 144 US-Dollar. STRC ist jedoch keine festverzinsliche Anleihe. Strategy hat das Recht, den Kupon jeden Monat um 25 Basispunkte zu senken, potenziell bis hinunter zur Secured Overnight Financing Rate (SOFR), die Farside mit rund 3,6 % angibt. Unter dieser Annahme wird das Instrument auf etwa 55 US-Dollar bewertet.

Diese Diskrepanz erklärt, warum die Preisbildung für STRC schwierig ist. Die Anleihe wurde weder zu 55 noch zu 144 US-Dollar emittiert, sondern bei etwa 100 US-Dollar, was bedeutet, dass Anleger faktisch in die Unsicherheit hinsichtlich der künftigen Kuponpolitik und der Glaubwürdigkeit des Preisstabilitätsmechanismus investierten.
STRC wurde zuletzt bei rund 75 US-Dollar gehandelt, was etwa 25 % unter seinem Zielkurs liegt, bevor es wieder auf 86 US-Dollar anzog. Farside sagte, dies deute darauf hin, dass der Stabilitätsmechanismus bereits versagt oder zumindest nicht mehr so funktioniert, wie es die Anleger vielleicht erwartet hätten.
Strategiewechsel vom Käufer zum Verwalter
Die Kritik kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Strategy ein breiter angelegtes Kapitalkonzept einführt. Das Unternehmen plant, eine US-Dollar-Reserve aufzubauen, die STRC-Dividende auf 12 % anzuheben, Vorzugsaktien mit einem Abschlag zurückzukaufen und Bitcoin-Verkäufe zu genehmigen, um Dividenden und Reserven zu finanzieren.
Das markiert eine bemerkenswerte Wende. Jahrelang gab Strategy Aktien mit einem Aufschlag auf seine Bitcoin-Bestände aus und nutzte die Erlöse, um mehr BTC zu kaufen. Da die Aktie nun näher am Wert seiner Bestände gehandelt wird, ist dieses Modell weniger effektiv.
Andrei Grachev, geschäftsführender Gesellschafter bei DWF Labs, sagte, das Unternehmen sei nicht mehr nur ein einseitiger Bitcoin-Käufer. Er beschrieb die Veränderung als kontrollierten Wandel und nicht als Notverkauf, der jedoch die größte Quelle der unternehmerischen Bitcoin-Nachfrage in einen potenziellen Verkäufer verwandelt. Er kommentierte:
Strategy geht mit Bitcoin einen neuen Weg: Es wandelt die Bestände von einer Reserve, die man einfach hält und nie anrührt, in eine aktiv verwaltete Position um, bei der verkauft, zurückgekauft und Mittel bereitgestellt werden, wenn dies der Bilanz dient. Der Vermögenswert bleibt zentral; die Disziplin im Umgang damit ändert sich jedoch vollständig.
Farside sieht zwei wahrscheinliche langfristige Lösungen: den Rückkauf von STRC oder die Aufgabe des Preisstabilisierungsmechanismus und die Anpassung des Kupons an den SOFR. Kurzfristig mag es einfacher sein, nichts zu unternehmen, doch das Unternehmen sagt, dass dies das Problem nur hinauszögert.
Für Bitcoin-Treasury-Unternehmen ist die Botschaft klar. Der Markt bewegt sich weg von der Akkumulation um jeden Preis hin zu Bilanzdisziplin, Liquiditätsmanagement und Anlegervertrauen.
Dieser Artikel wurde mithilfe von KI aus dem Englischen übersetzt. Die englische Originalversion ist die maßgebliche Quelle; automatische Übersetzungen können Ungenauigkeiten enthalten, insbesondere bei rechtlicher und regulatorischer Terminologie.










