Das Aufkommen von KI-Agenten (Künstliche Intelligenz) im Bereich der dezentralen Finanzdienstleistungen (DeFi) läutet den Übergang in eine Ära des Autopiloten ein. Jacob C. von Coinfello argumentiert, dass diese Agenten die Art und Weise, wie Nutzer mit komplexen Smart Contracts interagieren, grundlegend verbessern. Die wichtigsten Erkenntnisse:
Die Übersetzungsschicht: Warum KI für die Skalierung der dezentralen Finanzwirtschaft notwendig ist

- KI-Agenten wie Coinfello automatisieren DeFi-Aufgaben, die früher Hedgefonds vorbehalten waren, um Marktrisiken rund um die Uhr zu steuern.
- Jacob C. warnt, dass die „Übersetzungsschicht“ Orakel- und Agenturrisiken lösen muss, damit DeFi sicher skalieren kann.
- Jacob C. prognostiziert, dass Dapps bis 2030 an Bedeutung verlieren werden, da KI-Agenten zur primären Methode für die Nutzung von Smart Contracts werden.
Der Wandel zur autonomen Finanzwirtschaft
Der Wandel von manueller Interaktion hin zu KI-Agenten in der dezentralen Finanzwelt (DeFi) markiert das Autopilot-Zeitalter der Kryptowährungen. Früher mussten Nutzer bei DeFi ständig am Bildschirm sitzen und Gasgebühren, Slippage sowie Liquidationsrisiken überwachen. Heute übernehmen autonome Agenten die Schwerarbeit und bieten eine kontinuierliche Überwachung, die zuvor nur institutionellen Hedgefonds vorbehalten war.
In einigen Fällen können Agenten automatisch Liquidität aus einem Pool abziehen, wenn sie ein „Rug-Pull“-Muster erkennen oder wenn eine Stablecoin beginnt, ihre Bindung an den Referenzwert zu verlieren. Laut Jacob C., dem Mitbegründer und CEO von Coinfello, verbessern KI-Agenten auch die Art und Weise, wie DeFi-Nutzer mit Smart Contracts interagieren.
„Vor der Einführung von KI-Agenten mussten Nutzer einer zentralisierten Vermittler-Website (der DApp) vertrauen, die auf den Smart Contract verwies“, sagte Jacob C. „Sie mussten darauf vertrauen, dass die Website ehrlich vermittelt, was ein Smart Contract tut, dass sie rechtmäßig auf den richtigen Smart Contract verweist und dass sie nicht von einem böswilligen Dritten gehackt wird.“
KI-Agenten wie Coinfello, so argumentiert Jacob C., beseitigen dieses Risiko, indem sie direkt mit Smart Contracts kommunizieren, diese lesen und den Nutzern deren Risiken erläutern. Mit anderen Worten: KI-Agenten fungieren als Übersetzungsschicht, die sich als entscheidend erweisen könnte, wenn DeFi auf ein Niveau skalieren soll, das derzeit unmöglich erscheint.
Dennoch: Während KI-Agenten zweifellos die Effizienz steigern und komplexe Arbeitsabläufe rationalisieren, setzen sie Systeme auch neuen Schwachstellen aus – vor allem der Abhängigkeit von Oracles, bei der externe Datenquellen Ergebnisse verfälschen können, sowie einer subtilen Aushöhlung der menschlichen Handlungsfähigkeit, da die Entscheidungsgewalt von Einzelpersonen auf Algorithmen übergeht. Der CEO von Coinfello stimmt dem zu und warnt, dass Nutzer weiterhin in der Lage sein müssen, einen Agenten zu überprüfen oder zu auditieren, bevor sie die Kontrolle oder den Zugriff auf ihre Gelder vollständig abgeben.
„Die meisten KI-Agenten, die wir heute auf dem Markt sehen, verlangen von den Nutzern, dass sie Gelder in eine vollständig vom KI-Agenten kontrollierte Wallet überweisen und darauf vertrauen, dass der Agent keine Fehler macht oder böswillig handelt“, sagte der CEO.

Die Plattform für selbstbestimmte KI-Agenten „Coinfello“ zielt mit dezentraler Infrastruktur auf die Akzeptanz durch institutionelle Anleger ab
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Um dieses Problem zu umgehen, erklärte Jacob C., dass seine Plattform das sogenannte „Liquidity Sandboxing“ nutze – ein Konzept, das es Nutzern seiner Aussage nach ermöglicht, dem KI-Agenten individuelle Berechtigungen zu erteilen, die den Zugriff des Agenten auf bestimmte Token einschränken. Das Coinfello-Team ist überzeugt, dass dieser Ansatz „Sicherheitsvorkehrungen schafft, die die Gefahren bei der sicheren Nutzung von KI-Agenten grundlegend beseitigen“.
Was die Aussichten für DeFi im Zeitalter der KI-Agenten angeht, sieht Jacob C. vor, dass diese Agenten Handlungen automatisieren, für deren Überwachung ein Nutzer sonst keine Zeit hätte, wie zum Beispiel Dollar-Cost-Averaging oder die Ausführung persönlich definierter Handelsstrategien. Er prognostiziert, dass dezentrale Anwendungen (dApps) bis 2030 so weit zurückgehen werden, dass sie nicht mehr die primäre Art und Weise sind, wie Menschen Smart Contracts nutzen.




