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Die SEC prüft einen Vorschlag, der sich auf die Notierung von Bitcoin- und XRP-ETFs auswirken könnte

Die SEC bittet um Stellungnahmen zum Vorschlag der NYSE Arca bezüglich der 85-Prozent-Vermögensregel, der die Zulassungsanforderungen für Krypto- und Rohstoff-Investmentfonds verschärft. Die wichtigsten Punkte:

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Die SEC prüft einen Vorschlag, der sich auf die Notierung von Bitcoin- und XRP-ETFs auswirken könnte
  • SEC-Bekanntmachung bittet um Stellungnahmen zum Vorschlag der NYSE Arca, wonach 85 % der Vermögenswerte die Zulassungskriterien erfüllen müssen.
  • Die NYSE-Arca-Regelung würde Derivate nach ihrem Brutto-Nominalwert berechnen, was sich auf die Berechnung der Qualifikationskriterien für Krypto-Trusts auswirken würde.
  • Krypto- und Rohstoff-Trusts dürfen bis zu 15 % nicht qualifizierte Vermögenswerte halten und bleiben dennoch konform.

SEC-Bekanntmachung eröffnet Kommentierungsfrist für Vorschlag zur 85-Prozent-Vermögensregel

Eine am 27. April 2026 veröffentlichte Bekanntmachung der Securities and Exchange Commission (SEC) skizziert eine von NYSE Arca vorgeschlagene Regeländerung, die die Qualifizierung von Krypto- und Rohstoff-Anlageprodukten für die Börsennotierung neu gestalten könnte. Die SEC bittet um öffentliche Stellungnahmen dazu, ob der Vorschlag mit dem Securities Exchange Act vereinbar ist. Der Antrag führt eine 85-Prozent-Vermögensschwelle ein, die das Engagement in Beständen außerhalb der bestehenden Zulassungsstandards begrenzen würde. Der Vorschlag unterstreicht eine Verschärfung der Portfolioanforderungen für künftige Notierungen von Trusts. Die NYSE Arca strebt eine Überarbeitung der Regel 8.201-E an, dem allgemeinen Notierungsrahmen für rohstoffbasierte Trust-Anteile. Nach der vorgeschlagenen Änderung müssten mindestens 85 % des Nettovermögenswerts eines Trusts in Vermögenswerten gehalten werden, die bereits nach der Regel zulässig sind. Zu diesen Vermögenswerten können qualifizierte Rohstoffe, rohstoffbasierte Vermögenswerte, Wertpapiere, Barmittel und Barmitteläquivalente gehören. Die verbleibenden 15 % könnten andere Vermögenswerte umfassen, die für sich genommen die Zulassungskriterien der Regel nicht erfüllen, solange der Trust ansonsten die Vorschriften einhält. In dem Antrag heißt es:

„Die Börse schlägt vor, Regel 8.201-E (Generic) zu ändern, um die allgemeinen Notierungsstandards für rohstoffbasierte Trust-Anteile anzupassen.“

Der Vorschlag würde auch börsennotierte und außerbörsliche Derivate nach ihrem aggregierten Brutto-Nominalwert berücksichtigen. Das bedeutet, dass große Options- oder Futures-Positionen Einfluss darauf haben könnten, ob ein Produkt die Zulassungskriterien erfüllt. Sponsoren müssten die 85-Prozent-Schwelle täglich überwachen und NYSE Arca umgehend benachrichtigen, falls ein Trust die Vorschriften nicht mehr erfüllt. In dem Antrag wird die Änderung als Möglichkeit dargestellt, mehr Notierungen zuzulassen und gleichzeitig den Großteil des Engagements an Vermögenswerte zu binden, die die Marktüberwachung unterstützen.

Zulassungsregeln unterstreichen Beschränkungen für Derivate und nicht qualifizierte Vermögenswerte

Die Beispiele in der Einreichung zeigen, warum die Schwelle für künftige Krypto- und Rohstofffonds von Bedeutung sein könnte. Ein Trust, dessen Wert zu 95 % aus qualifizierten Vermögenswerten wie Bitcoin, Ether, Solana und XRP besteht, würde den vorgeschlagenen Standard erfüllen. Diese Vermögenswerte sind qualifiziert, da sie Futures-Kontrakten zugrunde liegen, die seit mindestens sechs Monaten an bestimmten Märkten gehandelt werden, und mit börsengehandelten Produkten verbunden sind, die ein erhebliches Engagement bieten und somit die Zulassungskriterien der Regel erfüllen.

Ein auf Gold fokussierter Trust, der Gold und Gold-Futures nutzt, wäre ebenfalls qualifiziert, wenn alle Bestände die aktuelle Regelung erfüllen. Ein Trust, der Bitcoin und OTC-Call-Optionen auf einen Bitcoin-ETF hält, würde jedoch durchfallen, wenn nur etwa 71 % seines Engagements die erforderlichen Kriterien erfüllen. Dieses Beispiel zeigt, wie nicht qualifizierte Derivate eine ansonsten zulässige Bitcoin-Position aufwiegen können. NYSE Arca möchte zudem nicht fungible Vermögenswerte und Sammlerstücke aus der Rohstoffdefinition der Regelung ausschließen. In dem Antrag heißt es, dass diese Vermögenswerte bei der Verabschiedung der allgemeinen Standards nicht berücksichtigt wurden.

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Über Kryptofonds hinaus sieht der Vorschlag einen strengeren Weg für Produktzulassungen vor. NYSE Arca könnte weiterhin eine separate Zulassung für Trusts beantragen, die nicht fungible Vermögenswerte oder Sammlerstücke beinhalten, doch diese Produkte würden nicht über den generischen Zulassungsweg qualifiziert sein. Die Börse erklärt, die 85-Prozent-Schwelle stehe im Einklang mit ähnlichen rohstoffbasierten börsengehandelten Produkten und würde den Wettbewerb zwischen Emittenten und Handelsplätzen fördern. In dem Antrag heißt es ferner, das Rahmenwerk sei darauf ausgelegt, die Fähigkeit der Börse zur Überwachung des Handels, zur Verhinderung von Manipulationen und zum Schutz der Anleger zu verbessern und gleichzeitig die Markteinführung weiterer Produkte zu ermöglichen. In dem Antrag wird angemerkt:

„Die Börse ist nicht der Ansicht, dass die vorgeschlagene Regeländerung den Wettbewerb in einer Weise belasten wird, die zur Erreichung der Ziele des Gesetzes nicht notwendig oder angemessen ist.“

Die SEC kann den Vorschlag während der Prüfungsfrist genehmigen, ablehnen oder ein Verfahren einleiten. Interessierte Parteien können der SEC Stellungnahmen zur Regeländerung vorlegen, einschließlich Argumenten dazu, ob diese den Anforderungen des Gesetzes entspricht. Die wichtigste Erkenntnis ist, dass künftige Notierungen von Krypto- und Rohstoff-Trusts an Flexibilität gewinnen könnten, jedoch nur unter strengeren Risikolimits.

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